ICCT-Studie: E-Lkw und Busse legen weltweit zu

ICCT-Studie: E-Lkw und E-Busse legen weltweit zu
China liefert 90 Prozent, der Rest hinkt hinterher

Der weltweite Absatz elektrischer Lkw und Busse hat eine neue Größenordnung erreicht. Doch hinter dem starken Wachstum steckt vor allem die rasante Entwicklung auf dem chinesischen Markt.

Sany Trucks 2026
Foto: Sany Trucks

Der weltweite Absatz von elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen hat 2025 erstmals die Marke von einer halben Million Fahrzeugen überschritten. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verkäufe um 86 Prozent, wie eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) zeigt. Treiber des Wachstums war China, auf das knapp 90 Prozent des weltweiten Absatzes entfielen.

30 Prozent Marktanteil bei schweren Lkw in China

Besonders deutlich ist der Vorsprung bei Lastwagen. In China haben sich die Verkäufe elektrischer mittelschwerer und schwerer Lkw innerhalb von zwei Jahren auf rund 400.000 Einheiten mehr als verfünffacht. Bei schweren Lkw erreichten batterieelektrische Modelle bereits einen Marktanteil von knapp 30 Prozent. Als Gründe nennt das ICCT unter anderem sinkende Batteriekosten, politische Unterstützung und Kostenvorteile beim Betrieb.

Außerhalb Chinas wächst der Markt langsamer

Außerhalb Chinas kommt die Elektrifizierung des Güterverkehrs deutlich langsamer voran. Weltweit wurden dort 2025 lediglich rund 41.000 batterieelektrische Lkw verkauft. Weiter fortgeschritten ist die Antriebswende bei Bussen. Batterieelektrische Modelle kamen 2025 weltweit auf einen Anteil von rund 17 Prozent. In der EU wurden rund 9.800, in Indien etwa 5.000 Exemplare verkauft. In China lag der Bus-Absatz bei rund 53.000 Einheiten.