Digitale Serviceprozesse im Fuhrpark | Teamware

Aftersales-Prozesse digitalisieren
Weniger Standzeit, mehr Überblick im Fuhrpark

Wenn Werkstatt, Händler und Fuhrpark digital zusammenarbeiten, sinken Standzeiten und Abläufe werden planbarer. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Manfred Hüttner, CEO von Teamware in seinem Gastbeitrag.

Fahrzeugschlüssel wird an einer digitalen Service Station von Teamware eingelegt
Foto: Teamware

Wartung, Werkstatttermine und Servicekoordination verursachen im Fuhrpark oft mehr Aufwand als nötig. Digitale Aftersales-Prozesse können helfen, Abläufe zwischen Fuhrpark, Händlern und Werkstätten effizienter zu organisieren – und Standzeiten deutlich zu reduzieren.

Fahrzeuge sind für viele Unternehmen ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Mobilität. Gleichzeitig verursachen Wartung, Reparaturen und Servicekoordination einen erheblichen administrativen Aufwand. Während Fuhrparks heute häufig digital verwaltet werden, bleiben die Prozesse zwischen Fuhrpark, Händler und Werkstatt oft fragmentiert. Genau hier liegt ein bislang unterschätztes Effizienzpotenzial: digital vernetzte Sales- und Aftersales-Prozesse entlang des gesamten Fahrzeug-Lifecycles.

Weniger Standzeiten durch bessere Serviceprozesse

Für Fuhrparkverantwortliche zählt vor allem eines: Fahrzeuge sollen möglichst verfügbar sein. Doch schon kleine Verzögerungen im Serviceprozess können zu unnötigen Standzeiten führen. Häufig liegt das weniger an technischen Problemen als an organisatorischen Abläufen – etwa bei Terminabstimmungen, fehlenden Informationen zum Fahrzeugstatus oder der Koordination zwischen Fahrer, Werkstatt und Fuhrparkmanagement. In vielen Unternehmen laufen diese Prozesse noch über Telefon, E-Mail oder verschiedene Einzellösungen. Das führt zu Medienbrüchen und erschwert den Überblick über Servicehistorien, Wartungsintervalle oder offene Werkstattaufträge.

Digitale Aftersales-Prozesse im Fuhrpark vernetzen

Digitale Aftersales-Lösungen setzen genau an dieser Schnittstelle an. Sie verbinden die beteiligten Akteure – Fahrer, Fuhrpark, Händler und Werkstatt – in einem gemeinsamen digitalen Prozess. Eine solche Lösung bietet beispielsweise das Softwareunternehmen Teamware mit der Service-Station, die Service- und Werkstattprozesse im Automotive-Umfeld digital abbildet. Serviceanfragen, Fahrzeugdaten und Werkstattaufträge lassen sich strukturiert erfassen und zwischen den Beteiligten austauschen. Für Fuhrparkverantwortliche entsteht dadurch eine deutlich bessere Transparenz über aktive Servicevorgänge. Das erleichtert nicht nur die Koordination von Wartung und Reparaturen. Auch Planbarkeit und Dokumentation verbessern sich, weil relevante Informationen zentral verfügbar sind.

Fahrzeugschlüssel wird an einer digitalen Service Station von Teamware eingelegt
Teamware

Digitale Serviceautomaten helfen, Schlüsselübergabe, Werkstattkoordination und Standzeiten im Fuhrpark besser zu steuern.

Servicedaten als Basis der Flottenstrategie

Ein weiterer Vorteil digitaler Prozesse liegt in der systematischen Nutzung von Fahrzeug- und Servicedaten. Werden Wartungen, Reparaturen und Fahrzeugzustände kontinuierlich erfasst, lassen sich daraus wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Fuhrparkmanager können zum Beispiel analysieren:

• welche Fahrzeugmodelle besonders wartungsintensiv sind

• wie lange Fahrzeuge durchschnittlich in der Werkstatt stehen

• welche Servicekosten über den Lebenszyklus entstehen

Solche Auswertungen unterstützen nicht nur den operativen Fuhrparkbetrieb, sondern auch strategische Entscheidungen – etwa bei der Fahrzeugbeschaffung oder der Planung zukünftiger Flottenstrukturen.

Fahrzeugschlüssel wird an einer digitalen Service Station von Teamware eingelegt
Teamware

Digitale Serviceprozesse, wie hier die Schlüsselausgabe, können die Organisation im Fuhrpark vereinfachen.

Digitalisierung im Fuhrpark konsequent weiterdenken

Die zunehmende Digitalisierung im Fuhrpark zeigt sich bereits in vielen Bereichen. Systeme für digitales Fahrtenbuch, Telematik oder automatisierte Disposition gehören heute in vielen Unternehmen zum Standard. Ein Beispiel dafür ist Carexpress, die Flottenmanagement-Lösung von Teamware, die bereits Inhalt eines früheren Firmenauto-Artikels war. Dort wurde gezeigt, wie auf Basis von Telematikdaten, Poolfahrzeuge effizienter organisiert werden können, um den Fuhrparkalltag zu vereinfachen.

Die nächste Entwicklungsstufe besteht darin, solche Systeme stärker mit Service- und Aftersales-Prozessen zu verknüpfen. Erst wenn Daten aus Fahrzeugnutzung, Fuhrparkmanagement und Werkstattprozessen zusammengeführt werden, entsteht ein vollständiges Bild des Fahrzeug-Lifecycles.

Wie vernetzte Fahrzeugdaten Services planbarer machen

Mit der zunehmenden Vernetzung moderner Fahrzeuge wächst auch die Menge verfügbarer Daten. Informationen zu Wartungsbedarf, Fahrzeugzustand oder Nutzung können künftig noch stärker automatisiert in Serviceprozesse einfließen. Für Fuhrparkverantwortliche bedeutet das vor allem eines: bessere Planbarkeit. Wartungen lassen sich frühzeitig organisieren, Ausfälle vermeiden und Serviceabläufe effizienter koordinieren. Digitale Lösungen, die Fuhrpark-, Vertriebs- und Serviceprozesse miteinander verbinden, werden daher künftig eine zentrale Rolle spielen. Sie helfen Unternehmen, ihre Flotten wirtschaftlicher zu betreiben – und gleichzeitig den administrativen Aufwand im Fuhrpark deutlich zu reduzieren.

Fahrzeugschlüssel wird an einer digitalen Service Station von Teamware eingelegt
Teamware

Manfred Hüttner, CEO von Teamware, beschreibt, wie digitale Aftersales-Prozesse Serviceabläufe im Fuhrpark bündeln, Transparenz schaffen und unnötige Standzeiten reduzieren.

Zum Autor

Manfred Hüttner ist seit 2018 Geschäftsführer der Teamware-Gruppe. In dieser Position ist er für die Entwicklung und Umsetzung digitaler IT-Lösungen für Unternehmen mit komplexen Prozessen verantwortlich. Zuvor war er mehr als 20 Jahre lang für die Volkswagen-Gruppe tätig, überwiegend bei Audi, wo er in leitenden Positionen arbeitete, unter anderem als Projektleiter der internationalen Fahrzeugerprobung und beim Aufbau der weltweiten Teststandorte des Konzerns. Seine Karriere bei Audi begann er in den 1990er Jahren als Teammitglied der E/E-Entwicklungsmannschaft.