Google Android Automotive steuert das Auto

Google will tiefer ins Fahrzeug eingreifen
Android steuert bald mehr als Infotainment

Der Konzern will seine Software Android Automotive tiefer im Fahrzeug verankern und zusätzliche Funktionen steuern. Das verspricht Tempo bei der Entwicklung, wirft aber neue Fragen für Hersteller auf.

Renault Rafale 2026
Foto: Renault

Android Automotive wird zur Fahrzeugzentrale

Google will sein Automobil-Betriebssystem Android Automotive nicht mehr nur für Infotainment-Funktionen anbieten. Künftig soll die Software auch bei der Bedienung weiterer Fahrzeugfunktionen wie Klimaanlage oder Beleuchtung zum Einsatz kommen. Auch auf die Tacho-Darstellung hinter dem Lenkrad will der IT-Konzern zugreifen.

Einheitliche Plattform für schnellere Entwicklung

Google will damit eine einheitlichere Software-Basis für das ganze Auto anbieten, Hersteller sollen damit Funktionen schneller entwickeln, leichter aktualisieren und auf unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen übertragen können. Die neue Plattform soll noch im laufenden Jahr verfügbar sein. Als Partner nennt Google Renault, wo die Technik im kommenden Trafic E-Tech eingesetzt wird. Auch Chiphersteller Qualcomm ist beteiligt.

Mehr Komfort, weniger Kontrolle für Hersteller

Google versucht somit, ähnlich wie Apple, größere Teile der Nutzeroberfläche im Auto unter seine Kontrolle zu bekommen. Für die Autohersteller bietet das einerseits Entlastung bei der Entwicklung eigener Software-Lösungen, andererseits verlieren sie ihren Exklusivzugriff auf Nutzer- und Fahrzeugdaten.