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Aral: Neuer Kraftstoff für geringeren Verbrauch

Seit dieser Woche mischt Aral allen Benzin- und Dieselsorten ein Additiv bei, das den Motor reinigen und den Verbrauch senken soll.

Wer eine Tankkarte auswählt, achtet auf Preis, Leistung und Akzeptanzstellen. Die Qualität des Kraftstoffs dagegen dürfte kaum den Ausschlag geben. Jeder Flottenmanager geht einfach davon aus, dass seine Fahrer überall in Deutschland vernünftigen Sprit tanken. Glaubt man aber den Experten von Aral, so gibt es durchaus Unterschiede. „Herkömmliche Kraftstoffe, die nur der Norm entsprechen, können im Inneren des Motors Verschmutzungen hinterlassen“, warnt Dr. Peter Sauermann, Leiter der Aral-Forschung. „Dieser Ruß setzt sich dann auf Ventilen und Einspritzdüsen ab.“

Seit die Autohersteller mit kleineren Motoren versuchen, den Verbrauch zu senken, werden die Injektoren immer filigraner, die Einspritzöffnungen der Düsen immer schmaler. Innerhalb von 25 Jahren sind sie um gut zwei Drittel auf die Dicke eines Haares geschrumpft. Schon mikroskopisch kleine Rückstände können dann die Düsen verstopfen, sodass der Sprit nicht mehr fein genug vernebelt wird. Die Folge: Schlechtere Verbrennung, mehr Verbrauch, unrunder Motorlauf.

Verschmutzte Einspritzdüsen verhindern saubere Verbrennung

Flottentests von Aral haben ergeben, dass Lkw mit verschmutzten Einspritzdüsen bis zu 3,8 Prozent mehr verbrauchen. Hochgerechnet auf 80.000 Kilometer pro Jahr summiert sich das auf 912 Liter. Ein 7,5-Tonner, der 50.000 Kilometer mit verschmutzten Düsen fährt, verbraucht laut Sauermann bis zu 340 Liter mehr.

Aral will nun mit neuen Kraftstoffen die Auswirkungen von Schmutz in Benzin oder Diesel bekämpfen. Fünf Jahre haben Sauermann und seine Kollegen in Bochum geforscht. 50.000 Stunden wurden Spritzusätze auf Motorprüfständen und auf der Straße getestet, in Pkw, Transportern sowie schweren Lkw. Heraus kam ein Additiv, das ab dieser Woche allen Kraftstoffsorten beigemischt wird. Das Versprechen: Wer regelmäßig bei Aral tankt, verhindert künftig nicht nur, dass sich neuer Ruß festsetzt. Vielmehr werde der Motor bereits ab der ersten Tankfüllung gereinigt. „Aktive Moleküle lösen den Schmutz von kritischen Bauteilen. Er wird einfach mit verbrannt“, sagt Sauermann. Das gelte für neue Motoren ebenso wie für alte. Selbst Oldtimer sollen von dem Anti-Schmutz-Zusatz profitieren.

Am schnellsten wirken die teuren Ultimate-Kraftstoffe

Allerdings ist das Additiv unterschiedlich konzentriert. Nur der teure Ultimate-Kraftstoff reinige den Motor eines Pkw bereits nach zwei bis drei Tankfüllungen. Bis zu zwölf Prozent mehr Reichweite für Diesel und bis zu 16 Prozent mehr für einen Benziner verspricht Aral den Käufern ihrer Luxus-Kraftstoffe. Auch mit herkömmlichem Benzin oder Diesel werde der Motor gereinigt, doch bis sich die positiven Effekte zeigen, dauere es länger.
 
Der Spritpreis steige deshalb aber nicht. Und wer mit seiner Aral-Karte im Ausland bei der Konzernmutter BP tankt, bekommt den besseren Sprit ebenfalls

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Aral

Datum

27. April 2016
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