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Google Glass: Das müssen Sie bei der smarten Brille beachten

Die Datenbrille Google Glass gilt als nächste Revolution in der Informationstechnologie. Auch für Autofahrer könnte sie vorteilhafte Funktionen bieten. Doch mancherorts steht sie vor einem Verbot.

In den USA gibt es offenbar verschiedene Gesetzesvorhaben, das Tragen der Datenbrille Google Glass am Steuer zu verbieten. Laut Medienberichten hat Google bereits Lobbyisten beauftragt, auf die Gesetzgeber einzuwirken. Generell steht infrage, wie die Nutzung der neuen Technik im Straßenverkehr bewertet werden soll.

Den Berichten zufolge wird in mehreren US-Staaten diskutiert, die Datenbrille wie Mobiltelefone oder andere Geräte zu behandeln, deren Gebrauch aufgrund des Ablenkungspotenzials im Straßenverkehr verboten ist. Auch das britische Verkehrsministerium hat in der Vergangenheit angekündigt, sie während der Autofahrt zu verbieten. In Deutschland ist gemäß Straßenverkehrsordnung der Fahrer verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch Geräte beeinträchtigt werden. Dabei ist es unerheblich, ob das Gerät im Wagen angebracht ist – zum Beispiel als Navigationsgerät - oder der Fahrzeugführer das Gerät selbst trägt. Das Bundesverkehrsministerium sagte auf Anfrage, man könne noch nicht sagen, inwieweit das Gerät den Autofahrer in der Praxis beeinflusse.

Rechtslage nicht eindeutig

Google Glass stellt Informationen direkt im Sichtfeld ihres Trägers dar, zum Beispiel kann man über die Brille Emails lesen oder Fotos schießen. Im Auto könnte man sich das Gerät als Ergänzung zu den Fahrzeugarmaturen vorstellen. Die Hände bleiben allerdings frei, bedient wird die Brille per Sprachsteuerung. Diese Art der Bedienung ist beispielsweise in Deutschland für Mobiltelefone erlaubt.

Die Technik gilt in der Automobilindustrie als vielversprechend. Mercedes plant beispielsweise, die Brille als eine Art Display in die Fahrzeugelektronik zu integrieren. Ihre Träger könnten dann beispielsweise die Zielführung des Navigationssystems weiter nutzen, wenn sie ihren Wagen abgestellt haben. Autobauer Hyundai hat angekündigt Google Glass ab 2015 in den Genesis zu integrieren und Tesla hat bereits eine App entwickelt, über die man die Elektroautos mit Google Glass verbinden können soll.

Aber nicht nur am Steuer führt die Datenbrille zu bis dato unbekannten Problemen. Kürzlich hat Google einen Katalog von Benimmregeln für die einige tausend zählende Schar der Test-Nutzer formuliert. Zu den Ratschlägen gehört zum Beispiel die Empfehlung, keine Fotos ohne Erlaubnis zu machen und auf Nachfragen zu der Brille nicht unhöflich zu reagieren. Außerdem seien Sportarten wie Wasserskifahren oder Bullenreiten mit der Brille eher keine gute Idee.

Autor

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Google

Datum

28. Februar 2014
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