Der Preisabstand zum Verbrenner schrumpft, die Modellpalette wächst, und bei den Betriebskosten verschiebt sich die Rechnung. Diese Faktoren prägen laut VDIK derzeit den Markt für batterieelektrische Autos. Im April zeigte sich das auch in den Neuzulassungen: BEV legten deutlich zu, während Benziner und Diesel verloren.
BEV wachsen stärker als der Markt
Nach Auswertung der KBA-Zahlen durch den Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller wurden im April 163.295 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen. Dazu zählen reine Elektroautos, Hybride mit und ohne Stecker sowie Fahrzeuge mit Gasantrieb. Das entspricht einem Plus von 18,1 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg auf 65,5 Prozent, nach 57,0 Prozent im April 2025.
Besonders stark legten batterieelektrische Pkw zu. Die BEV-Neuzulassungen wuchsen um 41,3 Prozent auf 64.350 Einheiten. Damit kamen reine Elektroautos auf 25,8 Prozent Marktanteil, 7,1 Prozentpunkte mehr als im April 2025.
Haltekosten werden wichtiger
Der VDIK sieht die Entwicklung nicht allein durch Anschaffungspreise getrieben. "Preissensitivität nicht nur in der Anschaffung, sondern insbesondere in den Haltekosten befördert aktuell das Wachstum des BEV-Marktanteils", sagt VDIK-Präsidentin Imelda Labbé. Hinzu kämen ein breiteres Produktangebot, eine beinahe erreichte Preisparität mit Verbrennern und positive Kundenerfahrungen.
Internationale Hersteller wuchsen bei reinen Elektroautos stärker als der BEV-Markt insgesamt. Ihre Zulassungen stiegen im April um 51,5 Prozent auf 28.739 Fahrzeuge. In den ersten vier Monaten 2026 lag ihr BEV-Marktanteil bei 43,3 Prozent.

Von Januar bis April 2026 entfielen 64,0 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf alternative Antriebe. BEV legten laut KBA/VDIK um 41,3 Prozent zu, während Benziner und Diesel rückläufig waren.
Aufträge zeigen Bewegung
Auch die Auftragseingänge ziehen an. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen haben sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdoppelt. Internationale Hersteller tragen laut VDIK überproportional dazu bei. Gegenüber März stiegen ihre BEV-Auftragseingänge im April um mehr als 20 Prozent.
Plug-in-Hybride legten ebenfalls zu, aber schwächer als BEV. Im April wurden 27.546 PHEV neu zugelassen, 13,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 11,1 Prozent.
Elektrofahrzeuge kommen auf 36,9 Prozent
Zusammen erreichten Elektrofahrzeuge, also BEV, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge, im April 91.898 Neuzulassungen. Ihr Marktanteil lag bei 36,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 31,5 Prozent.
Hybride ohne Stecker wuchsen verhaltener. 70.207 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 4,2 Prozent und einen Marktanteil von 28,2 Prozent. Seit Jahresbeginn wurden 6,6 Prozent mehr Hybridfahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum.
Verbrenner verlieren weiter
Bei reinen Verbrennern zeigt die Kurve nach unten. Im April wurden 53.420 Benziner neu zugelassen, ein Rückgang um 20,0 Prozent. Diesel kamen auf 32.437 Neuzulassungen und lagen damit 13,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
Der Benziner-Anteil betrug 21,4 Prozent, Diesel erreichten 13,0 Prozent. Flüssiggas-Pkw kamen auf 1.190 Neuzulassungen, ein Plus von 18,1 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt LPG mit 2.882 Einheiten allerdings 25,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.






