Ladeinfrastruktur wird für Unternehmen erst dann beherrschbar, wenn Betrieb, Abrechnung, Monitoring und Daten sauber zusammenlaufen. Ford geht diesen Schritt nun an den deutschen Standorten Köln und Saarlouis: Der Hersteller nutzt künftig das cloudbasierte Operating System von chargecloud, um seine Ladepunkte zentral zu betreiben und zu verwalten.
Das Projekt umfasst nach Angaben der Unternehmen rund 1.400 Ladepunkte in Köln und Saarlouis. Hinzu kommt eine Home-Charging-Anwendung für ausgewählte Beschäftigte mit Dienstwagen. Ford tritt dabei als Charge Point Operator auf und nutzt das chargecloud OS für den Betrieb der Ladeinfrastruktur.
Standortladen und Heimladen in einer Anwendung
Arbeitsplatzladen und Heimladen laufen bei Ford künftig über dieselbe technische Grundlage. Die Software überwacht Ladepunkte, rechnet Ladevorgänge ab, wertet Daten aus und bindet unterschiedliche Einsatzorte in ein gemeinsames System ein.
Chargecloud beschreibt die Plattform als modulare Softwarelösung für Steuerung, Überwachung und Abrechnung. Standardisierte Schnittstellen sollen die Einbindung in bestehende IT-Systeme ermöglichen. Nach dem Auftakt in Deutschland ist geplant, die Zusammenarbeit auch auf weitere Ford-Standorte auszuweiten.
Ladebetrieb wird standortübergreifend gesteuert
Für Ford geht es nicht nur um einzelne Ladesäulen, sondern um einen gemeinsamen Standard für mehrere Anwendungsfälle. Die Software soll Arbeitsplatz- und Heimladepunkte in eine digitale Struktur bringen. Das kann Abläufe vereinheitlichen und die Auslastung der Ladeinfrastruktur besser steuerbar machen.
„Die Zusammenarbeit mit Ford zeigt, wie sich komplexe Ladeinfrastrukturen mit einer skalierbaren Softwarelösung effizient steuern lassen – standortübergreifend und sicher“, sagt Markus Bach, CEO und CTO der chargecloud GmbH. Mit der Anbindung von Arbeitsplatz- und Heimladepunkten entstehe eine durchgängige digitale Struktur, die den Betrieb vereinfache und alle Anwendungsfälle abdecke.
Ford sieht Ladepunkte als Baustein der Elektromobilität
Ford nennt die Ladeinfrastruktur an den deutschen Standorten einen zentralen Baustein, um Beschäftigte bei der Elektromobilität zu unterstützen. Die chargecloud-Lösung biete dafür die technische Basis, um den Ausbau zu steuern und zu harmonisieren, sagt Philipp John, Manager Ford-Werke-Fleet. Das Chargecloud-OS soll Wartung, Monitoring, Reporting und Abrechnung der Ladepunkte vereinheitlichen. Die Datenhoheit bleibt nach Angaben von chargecloud beim Betreiber.







