Ford und Geely prüfen Produktion in Europa

Ford und Geely planen Kooperation
Produktion chinesischer E-Autos in Europa?

Ein US-Konzern, ein chinesischer Hersteller – und Europa als Schlüsselregion. Ford und Geely sprechen über eine mögliche Produktion in Europa. Die Hintergründe.

Ford Zeekr
Foto: Ford Zeekr

Gespräche über gemeinsame Fertigung in Europa

Der US-Autokonzern Ford und der chinesische Hersteller Geely führen laut Medienberichten Gespräche über eine mögliche Produktionskooperation in Europa. Ziel könnte es sein, Fahrzeuge von Geely in europäischen Ford-Werken zu fertigen und dabei zugleich bei Fahrzeug- und Softwaretechnologien zusammenzuarbeiten.

Fertigungsaspekt offenbar im Fokus

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, gilt der Fertigungsaspekt in Europa als weiter fortgeschritten als andere Kooperationsfelder. Demnach wird geprüft, ob europäische Ford-Standorte Fahrzeuge für Geely montieren könnten, um diese lokal zu vertreiben. Als möglicher Produktionsstandort wird das Ford-Werk im spanischen Valencia genannt.

EU-Zölle als strategischer Hintergrund

Eine Fertigung innerhalb der EU könnte Geely helfen, die von der Europäische Union verhängten Zusatzabgaben auf in China produzierte Elektroautos zu umgehen. Die EU hatte 2024 vorläufige Strafzölle von bis zu 37,6 Prozent auf chinesische E-Fahrzeuge eingeführt. Parallel dazu arbeiten auch andere chinesische Hersteller an europäischen Produktionslösungen, etwa über Kooperationen mit Stellantis oder Magna.

Mögliche Folgen für Markt und Unternehmensflotten

Für den europäischen Markt – und damit auch für Unternehmensflotten – könnte eine solche Kooperation mittelfristig Auswirkungen auf Modellverfügbarkeit, Preisgestaltung und Wettbewerb im EV-Segment haben. Offiziell bestätigt wurden die Gespräche bislang nicht.