KGM Deutschland: BK Lee übernimmt die Führung

Führungswechsel bei KGM in Deutschland
BK Lee wird neuer Geschäftsführer

Mit BK Lee bekommt KGM in Deutschland einen neuen Geschäftsführer, der zugleich das Europageschäft steuert. Der Wechsel steht damit für mehr als nur eine personelle Nachbesetzung.

BK Lee, neuer Geschäftsführer von KGM Deutschland, im Porträt mit Anzug und Krawatte
Foto: KGM

KGM stellt die Führung in Deutschland neu auf. Seit dem 15. März 2026 leitet BK Lee das Importgeschäft der Marke. Der Wechsel ist mehr als eine Personalie, denn Lee führt die deutsche Tochter zusätzlich zu seiner Rolle als Verantwortlicher für das Europageschäft. Damit zieht der Hersteller die Fäden enger zusammen.

Lee folgt auf Hoijong Ha, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt und nach Korea zurückkehrt. Sein Nachfolger bringt reichlich Branchenerfahrung mit. Nach rund 20 Jahren bei Hyundai und Genesis, unter anderem in Seoul und Istanbul, wechselte er 2024 zur KG Mobility Group. Dort verantwortete er zuletzt das Auslandsgeschäft des Herstellers.

Eschborn wird zur KGM-Schaltzentrale

Gesteuert werden soll das Wachstum vom deutschen Sitz in Eschborn aus. KGM macht damit klar, dass Deutschland im Europageschäft eine größere Rolle spielen soll. Erst 2025 hatte der südkoreanische Hersteller das Import- und Vertriebsgeschäft in Deutschland in Eigenregie übernommen. Nach Unternehmensangaben kamen seitdem mehr als 3.000 Neuzulassungen zusammen.

Neue Modelle sollen den nächsten Schub bringen

Helfen sollen weitere Modelle und zusätzliche Antriebe. Das SUV-Coupé Actyon ist inzwischen auch als Hybrid bestellbar. Mit dem Torres EVX Cargo Van steht zudem eine elektrische Nutzfahrzeug-Variante im Programm, die sich gezielt an Gewerbekunden richtet. Im Frühsommer soll außerdem die Neuauflage des Pick-ups Musso folgen. Gerade für Flotten und Handwerksbetriebe ist das relevanter als jede Designbotschaft.

Parallel will KGM nach eigenen Angaben das Netz der Vertragspartner ausbauen. Offene Punkte in wichtigen Regionen und in der Fläche sollen geschlossen werden. Mittelfristig peilt das Unternehmen 180 Standorte an.