Der deutsche Neuwagenmarkt zeigt im Februar 2026 eine bemerkenswerte Richtung: Während Verbrenner-Segmente teils deutlich verlieren, legen Elektro- und Hybridantriebe kräftig zu. Insgesamt wurden 211.262 Personenkraftwagen neu zugelassen – ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für Flottenverantwortliche, die ihre Beschaffungsstrategie gerade neu justieren, liefert der Monatsbericht des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wertvolle Orientierung.
BEV: Skoda Elroq setzt sich durch
Mit 46.275 Neuzulassungen erreichen reine Elektrofahrzeuge (BEV) einen Marktanteil von 21,9 Prozent – ein Zuwachs von 28,7 Prozent gegenüber Februar 2025. An der Spitze steht erneut der Skoda Elroq mit 3.406 Einheiten und einem Anteil von 7,4 Prozent innerhalb der BEV-Kategorie. Das tschechische Kompakt-SUV, das preislich und praktisch auf Flottenbedürfnisse ausgerichtet ist, behauptet damit seine Führungsposition aus dem Vormonat.
Plug-in-Hybride: Volvo XC60 vorne, Markt wächst
Auch Plug-in-Hybride (PHEV) legen stark zu: 24.328 Einheiten bedeuten ein Plus von 24,5 Prozent. Der Volvo XC60 führt das Segment mit 1.163 Zulassungen an – ein für Dienstwagennutzer relevantes Modell, das Langstreckentauglichkeit und elektrisches Fahren kombiniert. Zusammen kommen elektrifizierte Antriebe (BEV + PHEV + Brennstoffzelle) auf 70.606 Fahrzeuge und damit 33,4 Prozent Marktanteil.
Hybrid ohne Stecker: VW T-Roc und Toyota Yaris dominieren
Mit 60.510 Zulassungen und einem Anteil von 28,6 Prozent ist Hybrid (ohne Plug-in) nach wie vor die volumenstärkste Antriebsalternative. Der VW T-Roc führt hier mit 3.232 Einheiten, gefolgt vom Toyota Yaris als stärkstem Voll-Hybrid-Modell mit 1.450 Zulassungen. Voll-Hybride insgesamt wuchsen um 37,4 Prozent – ein Segment, das für TCO-orientierte Flotten wegen des geringen Wartungsaufwands und der Steuervorteile interessant bleibt.
SUVs dominieren – VW T-Roc an der Spitze
Das volumenstärkste Segment bleibt mit großem Abstand die SUV-Klasse: 71.343 Einheiten entsprechen einem Anteil von 33,8 Prozent. Das entspricht einem Wachstum von 14,1 Prozent. Meistzugelassenes Modell ist der VW T-Roc mit 4.344 Einheiten – obwohl sein Anteil im Segment nur 6,1 Prozent beträgt, was die Fragmentierung dieses Marktes zeigt.
Klassiker halten sich – mit Ausnahmen
In der Kompaktklasse führt erwartungsgemäß der VW Golf mit 6.636 Zulassungen, büßt aber 5,1 Prozent ein. Der VW Passat bleibt mit 3.106 Einheiten Mittelklassen-Primus, verliert allerdings 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Indiz dafür, dass die Nachfrage in diesem Segment strukturell unter Druck steht. In der Oberklasse fährt die Mercedes S-Klasse mit 214 Einheiten voran, das Segment schrumpfte jedoch um 38,1 Prozent.
Gas fällt weiter, Wasserstoff Fehlanzeige
Gasbetriebene Fahrzeuge verzeichnen mit 397 Einheiten und einem Rückgang von 48,2 Prozent den stärksten Einbruch unter allen Antriebsarten. Der Dacia Sandero ist hier Segment-Nummer 1. Wasserstofffahrzeuge wurden im Februar überhaupt nicht neu zugelassen.
Fazit für Flottenmanager
Die Zahlen bestätigen den Trend zur Elektrifizierung – mit BEV und PHEV zusammen auf über 33 Prozent Marktanteil. Wer heute Flottenverträge für 2027 und 2028 verhandelt, sollte diese Entwicklung in der Fahrzeugauswahl und der Ladeinfrastrukturplanung berücksichtigen. Modelle wie Skoda Elroq, Volvo XC60 oder VW T-Roc (Hybrid) sind nicht ohne Grund Segment-Spitzenreiter – sie treffen den Nerv eines effizienzorientierten Flottenmarkts.








