63 % alternative Antriebe: Automarkt Januar 2026

63 % alternative Antriebe, 22 % rein elektrisch
Wie sich der Automarkt im Januar neu sortiert

Der Januar 2026 zeigt: Nicht Marken treiben den Markt, sondern der Antriebsmix. Während BYD stark zulegt, bleiben viele Volumenmarken stabil – und der BEV-Anteil erreicht 22 Prozent.

Roter BMW X7 SUV in Frontansicht auf einer Landstraße
Foto: BMW

Der Vergleich der Pkw-Neuzulassungen im Januar 2025 zeigt ein zweigeteiltes Bild: Während die großen Volumen- und Kernmarken überwiegend stabil bleiben oder moderat verlieren, sorgt die Entwicklung bei alternativen Antrieben für die eigentliche Dynamik im Markt.

Alternative Antriebe legen deutlich zu

Im ersten Zulassungsmonat 2026 wurden 122.970 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen – 63,4 Prozent aller 193.981 Neuwagen. Das entspricht einem Plus von 9,5 Prozent gegenüber Januar 2025. Besonders stark wuchs der Bereich der Elektrofahrzeuge im engeren Sinne (BEV, Plug-in, Brennstoffzelle): 64.484 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 23,5 Prozent im Jahresvergleich. Reine BEV legten sogar um 23,8 Prozent zu und kamen mit 42.692 Neuzulassungen auf einen Marktanteil von 22,0 Prozent. Die Marktbewegung findet damit weniger zwischen Marken statt, sondern zwischen Antriebsarten.

Premium: leichte Rückgänge, stabile Positionen

Bei den deutschen Premiumherstellern zeigt sich trotz des E-Aufwinds keine strukturelle Marktverschiebung. Mercedes-Benz und Audi liegen im Januar 2026 unter dem Vorjahresmonat, BMW kann zulegen. Auffällig: Die Premiumhersteller profitieren zwar vom steigenden Elektroanteil, verlieren aber im Gesamtmarkt leicht an Volumen.

Volumenmarken: Gewinner und Verlierer

Im Volumensegment bleibt Volkswagen trotz eines deutlichen Rückgangs gegenüber Januar 2025 klarer Marktführer. Škoda gehört zu den Gewinnern und legt zu. Ford und Dacia verlieren spürbar, Suzuki bewegt sich leicht im Plus.

Korea-Achse: Profiteur des E-Wachstums

Kia und Hyundai fallen im Markenvergleich nicht durch extreme Ausschläge auf, profitieren jedoch sichtbar vom starken Wachstum der Elektro- und Hybridsegmente. Ihre Modellpalette deckt genau jene Antriebsarten ab, die im Januar 2026 den Markt getragen haben – ein strategischer Vorteil für Flotten und Privatkunden.

Opel: Stabil im elektrifizierten Mittelfeld

Auch Opel zeigt im Jahresvergleich eine seitwärts gerichtete Entwicklung, positioniert sich aber stabil in einem Markt, der zunehmend von elektrifizierten Antrieben geprägt ist. Für Flotten bleibt Opel damit ein verlässlicher Anbieter ohne Volatilität.

China-Marken: E-Dynamik mit großer Spreizung

Die starke Entwicklung der Elektroantriebe schlägt sich besonders bei chinesischen Marken nieder – allerdings mit sehr unterschiedlichem Ergebnis. BYD profitiert massiv vom BEV-Boom und steigert seine Zulassungen deutlich. Xpeng legt ebenfalls zu, bleibt aber auf kleiner Basis. Demgegenüber verlieren GWM und Nio stark an Boden, während Zeekr erstmals sichtbar in der Statistik auftaucht. VinFast (Vietnam) stagniert.

Weitere Hersteller

Volvo verliert im Jahresvergleich spürbar, Smart bleibt nahezu stabil. Honda liegt leicht unter dem Vorjahresniveau.

Fazit: Der Antrieb entscheidet über Wachstum

Der Januar-Vergleich 2025/2026 zeigt: Der Markt wächst nicht über Markenverschiebungen, sondern über den Antriebswechsel. Mit über 63 Prozent alternativen Antrieben und 22 Prozent BEV-Anteil ist der Strukturwandel im deutschen Pkw-Markt im Alltag angekommen. Für Flotten bedeutet das: Planbarkeit bei etablierten Marken – strategische Relevanz bei der Wahl des richtigen Antriebsmixes.