Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist auch in der internationalen Flotten- und Mobilitätsbranche noch nicht vollständig erreicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Brancheninitiative "Inspiring Women in Fleet", die von Fleet Europe durchgeführt wurde. Laut der jährlichen Befragung sehen viele Branchenakteure weiterhin Defizite bei Gehaltstransparenz und der Besetzung von Führungspositionen.
C-Level-Positionen weiterhin überwiegend männlich
Wie das Onlineportal Global Fleet berichtet, gaben 59 Prozent der Befragten an, dass die Geschlechterbalance auf C-Level-Ebene in ihren Unternehmen noch immer nur schwach bis mittelmäßig ausgeprägt sei. Gegenüber dem Vorjahr hat sich dieser Wert kaum verändert.
Gehaltsunterschiede bleiben ein Thema
Ein weiterer zentraler Punkt der Untersuchung betrifft die Bezahlung. Mehr als 37 Prozent der Teilnehmenden sind der Ansicht, dass in ihren Unternehmen weiterhin deutliche Unterschiede bei der Vergütung zwischen Männern und Frauen bestehen. Im Vergleich zur Befragung aus dem Vorjahr zeigt sich jedoch eine leichte Verbesserung: Damals hatten noch 42 Prozent der Teilnehmer entsprechende Lücken festgestellt.
Beim Zugang zu Karrieremöglichkeiten sehen viele Befragte inzwischen Fortschritte. 74 Prozent sind der Meinung, dass Frauen und Männer in ihren Unternehmen grundsätzlich die gleichen Aufstiegschancen haben. Dennoch spiegelt sich diese Einschätzung bislang nur eingeschränkt in der tatsächlichen Besetzung von Top-Positionen wider.
Frauen selten an der Unternehmensspitze
So erklärten 80 Prozent der Teilnehmer, dass in ihrem Unternehmen ein Mann an der Spitze steht, während lediglich 20 Prozent eine weibliche CEO haben.
Die sogenannte "gläserne Decke" – also unsichtbare Barrieren, die Frauen den Aufstieg in Führungspositionen erschweren – scheint laut Umfrage etwas an Bedeutung zu verlieren. 64 Prozent der Befragten gaben an, in ihrem Unternehmen keine solche strukturelle Hürde zu erkennen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 60 Prozent.
Mentoring als wichtigen Karrierefaktor
Erstmals untersuchte die Studie auch die Rolle von Mentoren für berufliche Entwicklung. 55 Prozent der Befragten gaben an, im Laufe ihrer Karriere einen Mentor gehabt zu haben, der sie aktiv unterstützt hat. 27 Prozent hatten diese Möglichkeit nicht, während 18 Prozent angaben, dass eine solche Unterstützung ihrer Karriere vermutlich geholfen hätte.
An der anonymen Umfrage nahmen mehr als 140 Branchenvertreter teil, sowohl Frauen als auch Männer aus unterschiedlichen Funktionen und Unternehmen. 79 Prozent der Teilnehmer stammen aus Europa, weitere aus Nord- und Südamerika sowie anderen Regionen.
Die Mehrheit der Befragten arbeitet in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Leasing, Vermietung oder Beratung. Rund ein Drittel kommt aus Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern.








