Citroën C5 Aircross Hybrid (2021) im Test

Viel Kraft, wenig Effizienz

Foto: Citroën 14 Bilder

Der Citroën C5 Aircross Hybrid soll dank 13,2 kWh-Akku über 50 Kilometer elektrisch schaffen. Ganz so weit kam er im Test leider nicht – und danach steigt der durstige Benziner mit ein.

Ein Kompakt-SUV mit 224 PS ist schon auf den ersten Blick nicht unbedingt das Öko-Sparmodell in der Modellpalette eines Autoherstellers. Und auch wenn das die Autoindustrie sowie die Politik mit saftigen Förderungen Glauben machen will – das reichhaltige Angebot in dieser Klasse sorgt nicht zwangsläufig für den gewünscht kleinen CO2-Fußabdruck.

Doch fangen wir vorn an, für all die politischen Verwirrungen kann der Citroën C5 Aircross Hybrid im Grunde ja gar nichts. Unter seiner Haube steckt ein 1,6-Liter-Turbo, der 181 PS durch die Verbrennung von Benzin leistet und so allein schon in der Lage ist, das 4,50 Meter-Auto zügig zu bewegen. Ergänzt wird das Antriebsreigen um einen Elektromotor mit 110 PS, der zwischen Benziner und Achtstufen-Automatik steckt und den 1,9-Tonner auch allein flott genug voranbekommt – zumindest bis Tempo 135. Das reicht für die meisten Pendelstrecken völlig aus, und damit sind wir auch beim einzig sinnvollen Einsatzbereich aller Plug-in Hybride angekommen: Dem Einsatz auf dem Arbeitsweg mit Lademöglichkeit Zuhause und am Arbeitsplatz.

Über 30 Kilometer elektrische Reichweite

Gut 30 Kilometer schafft der C5 Aircross elektrisch, im Sommer maximal 40, danach kommt der erwähnte Benziner dazu. Rein elektrisch liegt der Verbrauch damit bei weit über 35 kWh je 100 Kilometer, vergleichbar große E-Autos schaffen locker 10 kWh weniger im Schnitt. Und auch mit dem Benziner zusammen wird aus dem Franzosen kein Kostverächter: Mit leerem Akku unter acht Liter zu kommen, erfordert schon eine zurückhaltende Fahrweise. Es wäre nicht zu viel versprochen, zu sagen, ein vergleichbar kräftiger Diesel verbrauchte deutlich weniger – spätestens auf flott gefahrener Langstrecke, wo der Durchschnittsverbrauch auf über 10 Liter ansteigt.

Foto: Citroën

Unterwegs laden lohnt sich nur begrenzt, serienmäßig fließt der Strom mit 3,7 Kilowatt in den Akku, nach 3 Stunden 40 Minuten ist das Reservoir wieder aufgefüllt. Gegen einen geringen Aufpreis von 252 Euro (alle Preise netto) lädt der Akku ebenfalls an Wechselstrom mit 7,4 kW in unter zwei Stunden voll. Über Nacht an der Haushaltsteckdose geht zur Not auch, dann dauert der Vorgang 7 Stunden 40 Minuten.

Gut abgestimmte Leistungsentfaltung, komfortables Fahrwerk

Abseits des erhöhten Verbrauchs weiß der Antriebsstrang durchaus zu überzeugen. Das Zusammenspiel der beiden Motoren gelingt ruckfrei, es ist immer genügend Kraft vorhanden, und die kräftige Rekuperation schont die mechanischen Bremsen. Bei alldem liegt dem Citroën eher die gemütliche Gangart. Sein Fahrwerk federt sehr verbindlich selbst fiese Frostaufbrüche weg, in Kurven ist die Fahrsicherheit hoch, die Seitenneigung allerdings auch. Dabei sind Antriebs- und Windgeräusche wirkungsvoll gedämpft, beim Plug-in Hybride verbaut Citroën serienmäßig doppelt verglaste Scheiben. Außerdem sind die Sitze nur oberflächlich weich, bieten dennoch guten Halt und sind somit tatsächlich bequem. Die Rücksitze bieten drei vollwertige Plätze und lassen sich zudem längs verstellen sowie zu einer flachen Ladefläche umklappen.

Fairer Preis, gute Serienausstattung

Foto: Citroën

Der im Heck verbaute Akku stört bei Ladeeskapaden nicht. Nur der kleine Benzin-Tank (43 Liter) muss vor dem Batteriepaket zurückweichen. Schon in die Basisausstattung für 33.941 Euro packt Citroën allerlei Annehmlichkeiten. Von der Einparkhilfe über Lederlenkrad, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik und Navigationssystem bis hin zu Ladekabel für öffentliche Säulen sowie den längs verstellbaren Hecksitzen sind allerlei sinnvolle Details an Bord. Die nur 400 Euro teurere C-Series Ausstattung des Testwagens ergänzt sinnvolle Dinge wie Abstandstempomat und ein paar weitere Assistenzsysteme. Die beinahe 3.000 Euro für das Shine-Pack kann man sich aus unserer Sicht beim Dienstwagen sparen, schicke 19-Zöller und ein noch helleres LED-Licht kombiniert Citroën hier mit elektrischen Sitzen und Autobahnassistent. Der Citroën C5 Aircross ist also insgesamt ein preiswertes und gut gelungenes Auto – nur die getestete Antriebsoption konnte uns aus Sicht der Effizienz nicht restlos überzeugen.

Das verbrauchte der C5 Aircross Plug-in Hybrid im Test:

Auf der firmenauto-Normrunde über 200 km: 6,5 l Super + 6,0 kWh/100 km
Auf der Normrunde mit leerem Akku: 7,6 l /100 km
Auf 2.200 km gemischter Fahrweise: 7,7 l + 3,9 kWh/100 km
Minimal: 6,4 l + 2,1 kWh bzw. 6,2l + 7,9 kWh
Maximal: 11,3 l + 0 kWh

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