Dienstwagen Markenloyalität sinkt bei E-Autos

Foto: NicoleHolzer/@viaCanva

Nur 61 Prozent der Dienstwagenfahrer sind auch bei E-Autos ihrer Marke treu. Doch es gibt Ausnahmen. Welchen Kriterien für die Auswahl noch entscheidend sind, klärt die Dataforce User-Chooser-Studie.

Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge bringt Bewegung in den Markt. Nur rund 40 Prozent der Dienstwagenfahrer von E-Autos sind ihrer vorherigen Marke treu. Besonders loyal sind die Fahrer von Premiummarken. Die höchste Loyalität erreicht BMW mit 80 Prozent Markentreue. Wenn dienstwagenberechtigte Mitarbeiter, dann doch die Marke wechseln, liegt es am häufigsten daran, dass ihnen die neue Marke besser gefällt (15 Prozent), sie eine neue Position antreten (14 Prozent) oder die Verfügbarkeit der neuen Marke besser war (13 Prozent).

Umstieg auf chinesische Hersteller

Entsprechend gewinnen neue Marktteilnehmer durch die Elektrifizierung an Bedeutung. Bereits ein Drittel der User-Chooser könnte sich vorstellen beim nächsten Fahrzeugwechsel eine Marke eines chinesischen Herstellers auszuwählen. Dazu muss man wissen, dass knapp die Hälfte der Anschaffungsentscheidungen von Dienstwagenfahrenden selbst getroffen werden. In großen Flotten sind es sogar drei Viertel.

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Kriterien: Preis, Größe und Verfügbarkeit

Im Jahr 2020 war die Fahrzeuggröße das wichtigste Auswahlkriterium und auch der Komfort stand stärker im Vordergrund. 2023 hat sich das geändert, Preissteigerungen, Kostendruck und Lieferengpässe haben ihre Spuren hinterlassen. Als wichtigstes Auswahlkriterium nennen die User-Chooser jetzt den Preis respektive die Leasingrate (17 Prozent). Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis (9 Prozent) hat an Gewicht gewonnen. Erstmals in der Studie hat es auch die Verfügbarkeit auf die Liste der häufigsten Kriterien geschafft.

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Internet löst Händler vor Ort ab

Sowohl für Informationsbeschaffung als auch für die Fahrzeugkonfiguration richtet sich die Mehrheit der Dienstwagenfahrer bereits an die Internetseiten der Hersteller und Leasingunternehmen, nur knapp 23 Prozent der User-Chooser haben ihren Wagen beim Händler vor Ort konfiguriert. Immerhin noch jeder dritte Fahrer bestellt den Dienstwagen dann aber letztendlich noch beim Händler ihres Vertrauens. 51 Prozent haben den aktuellen Dienstwagen bereits online bestellt und 33 Prozent Weitere können sich gut vorstellen, die nächste Anschaffung online abzuschließen. Damit würden nur noch 16 Prozent der Fahrer, die die Online-Bestellung Ihres nächsten Dienstwagens kategorisch ausschließen, den lokalen Händlern als Kundenstamm erhalten bleiben.

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Über die User-Chooser-Studie

Die Neuauflage der User-Chooser Studie bietet einen umfassenden Rundumblick auf die Bedürfnisse und Einstellungen von Dienstwagenfahrer*innen. Neben aktuellen Informationen zum Kaufentscheidungsprozess und den Vorgaben des Arbeitgebers für CO2 enthält die Studie auch eine detaillierte Charakterisierung von verschiedenen User-Chooser-Typen. Es wird auch betrachtet, was die Dienstwagenfahrer zum Markenwechsel oder der Markentreue bewegt und wie präsent die neuen Marktteilnehmer aus China bereits für die User-Chooser sind. Nach welchen Preisgrenzen müssen sich verschiedene Hierarchiegruppen richten? Wie lange werden die Fahrzeuge gehalten? Wie und wo wird das Fahrzeug konfiguriert? Neben den Daten der Fahrzeugdatenbank IRIS stützt sich die Studie auf eine Befragung von 700 deutschen Dienstwagenfahrer.

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