Audi A2 E-Tron: 12,8 kWh und LFP-Akku

Günstigster Stromer: Comeback mit LFP-Akku
12,8 kWh: Neuer Audi A2 E-Tron setzt Benchmark

Der elektrische Audi A2 E-Tron soll mit neuer Antriebstechnik, aerodynamischen Details und moderner Batterietechnik besonders effizient unterwegs sein. Die Premiere erfolgt noch in diesem Herbst.

Audi A2 E-Tron Prototyp mit Tarnbeklebung während der Fahrt aus Frontperspektive.
Foto: Audi

Seit bereits etlichen Monaten weiß die Autowelt, dass Audi den A2 schon bald zurückbringen wird. Dieses Mal als rein elektrisch angetriebenen E-Tron, der viel Technik vom VW ID.3 übernehmen und zugleich eigene Akzente setzen wird. Nun hat Audi weitere Fotos eines mit Tarnfolie beklebten A2 und zusätzliche Technikdetails veröffentlicht.

12,8 kWh sollen den A2 zum sparsamsten Audi machen

Vor allem Effizienz steht wie beim historischen Vorbild im Mittelpunkt der Neuauflage. Das kompakte Elektroauto soll in der 140 kW/190 PS starken Variante mit optionalem Effizienzpaket nach vorläufigen WLTP-Messungen 12,8 kWh Strom je 100 Kilometer verbrauchen. Damit wäre der neue A2 das bislang effizienteste Audi-Modell.

Zwei Audi A2 E-Tron Prototypen stehen mit unterschiedlicher Tarnbeklebung an einem Hafen vor moderner Stadtkulisse.
Audi

Vermutlich um den Jahreswechsel herum dürfte der A2 E-Tron offiziell an den Start gehen.

Zum niedrigen Verbrauch soll eine strömungsgünstige Karosserie mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,24 beitragen. Luftvorhänge an den vorderen Radhäusern, verkleinerte Spalte zwischen Reifen und Radläufen sowie ein aktiv gesteuerter Kühllufteinlass helfen dabei, den Energiebedarf gegenüber einem Modell ohne Effizienzmaßnahmen um bis zu 0,9 kWh pro 100 Kilometer zu reduzieren.

Zehn Prozent mehr Effizienz durch den neuen Antrieb

Auch der Antrieb wurde auf Sparsamkeit getrimmt. Siliziumkarbid-Halbleiter reduzieren die Verluste in der Leistungselektronik, dünnere Bleche und eine geänderte Verschaltung steigern den Wirkungsgrad des permanenterregten Synchronmotors. Hinzu kommen ein reibungsärmeres Getriebeöl und eine lange Übersetzung, die bei höherem Tempo die Motordrehzahl senkt. Insgesamt soll der überarbeitete Antrieb bis zu zehn Prozent effizienter arbeiten.

Audi A2 E-Tron Prototyp mit Tarnbeklebung fährt auf einer Autobahn aus Frontperspektive.
Audi

Audi hat sich in besonderer Weise beim A2 E-Tron darum bemüht, die Effizienz zu verbessern.

LFP-Batterie und bekannte MEB-Technik

Die 140-kW-Version wird mit einer 61 kWh großen Lithium-Eisenphosphat-Batterie in Cell-to-Pack-Bauweise kombiniert. Der als robust und alterungsbeständig geltende LFP-Akku kann im Alltag regelmäßig auf 100 Prozent geladen werden. Die Ladeleistung bleibt mit knapp über 100 kW allerdings bescheiden. Eine Reichweite nennt Audi noch nicht. Beim technisch eng verwandten VW ID.3 Neo kommt eine vergleichbare Kombination auf knapp 500 Kilometer nach WLTP. A2 und ID.3 Neo nutzen die weiterentwickelte MEB-Architektur des VW-Konzerns und teilen sich somit auch wesentliche Antriebskomponenten.

Stromspeicher für Haus und externe Geräte

Darüber hinaus soll der neue Audi das bidirektionale Laden beherrschen. Über Vehicle-to-Load kann der A2 externe Geräte mit Strom versorgen. Vehicle-to-Home erlaubt in Verbindung mit einer geeigneten Wallbox die Nutzung des Autos als Heimspeicher bzw. Strompuffer. Diese Funktion soll zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten werden.

Audi A2 E-Tron Prototyp in silberner Tarnbeklebung aus Heckperspektive an einer Hafenpromenade.
Audi

Der A2 E-Tron wird sich von seinen Brüdern ID.3 Neo oder Cupra Born unter anderem durch markante Leuchteinheiten unterscheiden.

Seine ungetarnte Premiere wird der A2 E-Tron im Herbst feiern. Der Marktstart dürfte Ende 2026 oder Anfang 2027 folgen. Als Einstiegspreis sind rund 38.000 Euro (31.933 Euro netto) im Gespräch. Damit würde der in Ingolstadt gebaute Fünftürer zwar deutlich über dem ID.3 Neo liegen, zugleich aber das günstigste Elektroauto von Audi sein.