BMW i3: 900 km Reichweite & Neue Klasse

Neue Klasse von BMW startet weiter
BMW i3 wird zur Elektro-Limousine

Mit neuer Plattform, 800-Volt-Technik und bis zu 469 PS startet der BMW i3 als Limousine durch. Erste Details zu Reichweite, Laden und Technik zeigen: Hier kommt mehr als nur ein Nachfolger. Alle Infos zur Elektro-Limousine.

Blauer BMW i3 fährt auf einer Straße vor bergiger Landschaft
Foto: BMW

BMW i3 startet als Limousine der Neuen Klasse

Nach dem SUV-Modell iX3 bringt BMW nun mit der Limousine eine zweite Karosserievariante seiner "Neuen Klasse" von Elektroautos. Der Viertürer trägt die Bezeichnung i3, hat mit dem gleichnamigen Kleinwagenmodell aber nichts mehr gemein. Die Produktion startet im August, die ersten Auslieferungen sollen im Herbst erfolgen.

Zum Start gibt es den i3 zunächst als 50 xDrive mit Allradantrieb. Zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse liefern zusammen 345 kW/469 PS und 645 Newtonmeter Drehmoment, die Reichweite soll rund 900 Kilometer betragen.

Rücksitzbank im Innenraum eines BMW i3 mit heller Polsterung
BMW

Hinten dürfte es weniger eng zugehen als in anderen BMW-Modellen.

800-Volt-Technik soll kurze Ladezeiten ermöglichen

Wie schon der iX3 nutzt der Neue eine Batteriespannung von 800 Volt, die besonders hohe DC-Ladeleistungen und damit kurze Standzeiten am Schnelllader ermöglicht - der Hersteller verspricht 400 Kilometer Reichweite in zehn Minuten. An der Wallbox wird mit 11 kW geladen, optional sind 22 kW möglich. Außerdem unterstützt der i3 bidirektionales Laden, also die Stromabgabe an externe Verbraucher, ins Haus oder ins Netz.

Neue Software soll Bedienung und Fahrdynamik steuern

Bei Elektronik und Bedienung nutzt der i3 die beim iX3 eingeführte neue Technikgeneration. Dazu zählen insgesamt vier Hochleistungsrechner, die "Panoramic Vision" über die gesamte Breite der Frontscheibe sowie ein insgesamt stärker softwaredefiniertes Fahrzeug. Für die Fahrdynamik ist unter anderem ein Rechner zuständig, der schneller als bisherige Systeme arbeiten soll. BMW nennt ihn "Heart of Joy".

Frontansicht eines blauen BMW i3 mit markanter Lichtsignatur
BMW

Der Kühlergrill fällt wieder kleiner aus.

So ordnet sich der neue BMW i3 im Design ein

Optisch bleibt der i3 klar als 3er erkennbar, interpretiert die klassische BMW-Limousine aber neu. Der Viertürer ist mit 4,76 Metern eine halbe Handbreit länger, auch beim Radstand gibt es ein leichtes Plus. Die Niere fällt deutlich kleiner aus, orientiert sich mit ihrer vertikalen Ausrichtung eher am iX3 als am konventionellen Dreier. Neben dem Viertürer dürfte es auch einen Kombi geben, eine M-Variante ist ebenfalls zu erwarten.

Preis und Konkurrenz des BMW i3 im Überblick

Einen Preis nennen die Münchner nicht, er dürfte aber knapp unterhalb der 70.000 Euro (59.824 Euro netto) liegen, die für das identisch motorisierte SUV aufgerufen werden. Damit läge der Neue auf einem vergleichbaren Preisniveau wie der ähnlich positionierte i4; die coupéhafte Limousine basiert allerdings noch auf der Verbrenner-Plattform des 3ers.

Rückansicht eines blauen BMW i3 mit schmalen Rückleuchten
BMW

Zum Start gibt es nur eine Antriebsvariante.

Zu den Wettbewerbern des i3 zählt der Mercedes CLA, der ebenfalls auf eine neue Antriebs- und Elektronikarchitektur setzt. Die 4,72 Meter lange Limousine der Stuttgarter ist aktuell allerdings deutlich ziviler motorisiert, kostet mit dem 200 kW/272 PS starken Hinterradantrieb und knapp 800 Kilometern Reichweite rund 56.000 Euro (rund 47.000 Euro netto). Zudem planen die Stuttgarter eine etwas größere elektrische C-Klasse, Audi schickt in den kommenden Jahren den elektrischen A4 ins Rennen.