BMW X1 (F48) gebraucht: Das sagt der TÜV

TÜV-Check: BMW X1 (F48), Baujahr 2015-2022
Junge und alte X1-Jahrgänge schlagen Mittelfeld

Der BMW X1 der zweiten Generation punktet mit viel Platz und breitem Motorenangebot. Beim TÜV ergibt sich jedoch ein gemischtes Bild – mit Auffälligkeiten, die Käufer kennen sollten.

BMW X1 (F48)
Foto: BMW

Der X1 zählt zu den Bestsellern im BMW-Portfolio. Die zweite Generation des kompakten SUV war zwischen 2015 und 2022 am Start. Sie brachte einige Neuerungen mit, darunter Frontantrieb und den Verzicht auf Sechszylinder-Motoren. Wie sich der X1 (F48) bei den Hauptuntersuchungen macht, weiß der TÜV.

Beim TÜV zeigt sich ein gemischtes Bild

Qualität: Der BMW X1 gibt ein gemischtes Bild bei den TÜV-Hauptuntersuchungen ab. Die jüngsten (2 bis 3 Jahre) und die ältesten (8 bis 9 Jahre) geprüften Jahrgänge schneiden besser als der Schnitt der untersuchten Fahrzeuge in der Kategorie „ohne Mängel“ ab. Die zwei Jahrgänge (4 bis 5, 6 bis 7 Jahre) dazwischen sortieren sich unter den durchschnittlichen Bewertungen ein. Vorzeigedisziplin des Kompakt-SUV sind die Bremsen, die Prüfung des Fahrwerks absolviert es mit soliden Ergebnissen. Probleme mit Ölverlust deuten sich über alle Jahrgänge an, die Abgasuntersuchung stellt die 6- bis 9-jährigen Fahrzeuge regelmäßig vor Herausforderungen.

BMW X1 (F48)
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Die zweite Generation des kompakten SUV war zwischen 2015 und 2022 am Start.

Mehr SUV-Format bringt mehr Platz

Karosserie und Innenraum: Weg vom Kombi-Look, hin zu SUV-Formen: Sah die erste Generation des X1 eher aus wie ein (1er)-Kombi, orientierte sich das Außendesign des F48 an den größeren X-Modellen der Marke. Technisch nutzt die zweite Generation die Frontantriebsplattform von 2er Active Tourer und Mini Countryman. Mit praktischen Folgen für die Insassen: Da nun der Motor vorne quer eingebaut ist, wächst das verfügbare Platzangebot für die Passagiere gegenüber dem Vorgänger deutlich. Und das, obwohl der Neue mit 4,44 Metern etwas kürzer ausfällt. Auch das Kofferraumvolumen kann sich sehen lassen. Im Normalfall fasst das Gepäckabteil 500 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 1.550 Liter. Wer es variabel mag, sucht nach Fahrzeugen mit einer verschiebbaren Rückbank. Diese konnten Erstkäufer gegen Aufpreis ordern. Das Interieur ist markentypisch, wie gediegen oder edel es ausfällt, hängt aber stark von der Bereitschaft des Erstkäufers ab, Häkchen bei vielen Komfort-, Design- und Zubehör-Extras zu setzen.

Daran lässt sich das Facelift erkennen

Im Sommer 2019 erhielt der X1 ein Facelift. Zu erkennen ist es unter anderem an einem ausgeprägteren Design der „Niere“ und an einer geänderten Leuchtgrafik. Für die Innenausstattung gab es etwa weitere Polsteroptionen und größere Infotainment-Bildschirme.

Diese Motoren standen für den X1 zur Wahl

Motoren und Antrieb: Sechszylinder sind keine mehr im Angebot, es standen ausschließlich Drei- und Vierzylinder mit 1,5 und 2,0 Liter Hubraum zur Wahl. Zur einfacheren Unterscheidung heißen die Modelle mit Frontantrieb sDrive, die mit Allrad xDrive.

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Technisch nutzt die zweite Generation die Frontantriebsplattform von 2er Active Tourer und Mini Countryman.

Vom Einstiegsbenziner bis zum xDrive25d

Das Leistungsspektrum reicht bei den Ottomotoren von 85 kW/116 PS bis 170 kW/231 PS. Einstiegsbenziner ist ein 100 kW/136 PS starker Dreizylinder mit Frontantrieb (18i), den Vierzylinder (20i) mit 141 kW/192 PS gibt es auch mit Allrad. Das Topmodell mit 231 PS (25i) wurde ab Werk mit Allrad ausgeliefert. Als Verbrauchsnormwerte gibt BMW 5,1 bis 8,7 Liter an. Der kleinste Diesel (18d) kommt auf 110 kW/150 PS, der 20d auf 140 kW/190 PS. Beide konnten auch als xDrive geordert werden. Topmodell ist der xDrive25d mit 231 PS. Die Normverbräuche variieren zwischen 4,1 und 5,2 Litern.

Später kam der Plug-in-Hybrid hinzu

Anfang 2020 brachte BMW eine Plug-in-Version für den X1, bestehend aus einem 92 kW/125 PS starken Dreizylinder und einem E-Motor mit 70 kW/95 PS. Der xDrive25e kommt auf eine Systemleistung von 162 kW/220 PS. Knapp 50 Kilometer rein elektrische Reichweite sind möglich.

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Im Normalfall fasst das Gepäckabteil 500 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 1.550 Liter.

Bei der Ausstattung steckt vieles in den Extras

Ausstattung und Sicherheit: Die Basisausstattung, die zum Marktstart für rund 30.000 Euro (25.210 Euro netto) angeboten wurde, umfasst unter anderem 6,5-Zoll-Farbdisplay, Klimaanlage, Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad sowie einige Assistenzsysteme. Hier blieb viel Luft nach oben für Extras wie das große Infotainmentsystem, Navigation, Head-up-Display oder Abstandstempomat. Auch LED musste bis zum Facelift gegen Aufpreis bestellt werden. In der mit 70 Seiten sehr umfangreichen Preisliste waren zudem eine elektrische Heckklappe, größere Räder als die 17-Zoll-Standardbereifung und viele Assistenten zu finden.

Was beim gebrauchten X1 zu beachten ist

Fazit: Der BMW X1 (F48) setzt auf angesagte SUV-Formen, ordentliche Platzverhältnisse und ein breites Motorenspektrum. Eine frische HU-Plakette ist aber sicherlich empfehlenswert. Bei mobile.de werden aktuell rund 3.000 gebrauchte X1 der zweiten Generation zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 8.000 Euro (6.723 Euro netto) für Fahrzeuge mit Dieselantrieb und hohen Laufleistungen.