E-Auto-Markt 2025: Dena sieht deutliche Erholung

Dena-Analyse zum Pkw-Markt
E-Autos und Plug-ins legen 2025 deutlich zu

Nach dem Einbruch ziehen die E-Auto-Zulassungen 2025 wieder an. Eine Dena-Analyse zeigt klare Zuwächse bei BEV und Plug-in-Hybriden – getragen vor allem vom Gewerbemarkt. Profitieren konnte vor allem der VW-Konzern.

Kia Ladestecker 2026
Foto: Kia

E-Auto-Zulassungen steigen 2025 deutlich

Der deutsche Markt für Elektroautos hat sich 2025 nach dem Einbruch im Vorjahr spürbar erholt. Von Januar bis November wurden laut einem Monitoringbericht der bundeseigenen Deutschen Energieagentur (Dena) rund 490.000 rein batterieelektrische Pkw neu zugelassen – 41 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Der Marktanteil stieg um fünf Prozentpunkte auf 19 Prozent. Für die gesamte Pkw-Neuzulassung erwartet der Bericht bis Jahresende ein Niveau ähnlich wie 2024.

Plug-in-Hybride gewinnen, Verbrenner verlieren

Parallel legten e kräftig zu: Ihre Neuzulassungen stiegen von rund 173.000 auf fast 281.000 Fahrzeuge (plus 63 Prozent), ihr Marktanteil kletterte von sieben auf elf Prozent. Benziner und Diesel verloren deutlich (minus 22 Prozent auf etwa 715.000 beziehungsweise minus 19 Prozent auf rund 368.000). Damit kompensieren E-Antriebe einen Teil des Rückgangs klassischer Motoren, ohne dass sich der Gesamtmarkt stark bewegt.

Gewerbe bleibt Treiber der Elektrifizierung

Rund ein Drittel der E-Neuzulassungen entfällt auf Privatpersonen, etwa zwei Drittel auf Gewerbe. Ähnlich sieht es seit Jahren auf dem Pkw-Gesamtmarkt aus. Bei Plug-in-Hybriden dominiert das Gewerbe weiterhin klar (79 Prozent). Der Bericht räumt mit dem Vorwurf auf, der E-Auto-Aufschwung werde vor allem durch Eigenzulassungen verzerrt: Die Eigenzulassungsquote liege bei reinen E-Mobilen im Vergleichszeitraum mit 24 Prozent sogar leicht unter dem Gesamtmarkt.

VW-Konzern dominiert bei Marken und Modellen

Bei Marken und Modellen dominiert der Volkswagen-Konzern. Die fünf absatzstärksten Marken waren VW (95.000), Skoda (46.000), BMW (45.000), Audi (36.000) und Mercedes (31.000). Bei den Modellen führt die VW-ID-Reihe: ID.7 vor ID.3 sowie ID.4/ID.5. Platz vier und fünf belegen Skoda Enyaq und der neue Skoda Elroq. Der durchschnittliche Listenpreis der fünf Bestseller lag in der günstigsten Variante bei rund 35.546 Euro netto, die mittlere WLTP-Reichweite bei etwa 500 Kilometern.

Tesla verliert, chinesische Marken wachsen langsam

Gegenläufig entwickelt sich Tesla: Die Marke verlor im Berichtszeitraum rund 50 Prozent, das Model Y rutschte von 60.000 Zulassungen (Jan.–Nov. 2023) auf 17.000 im Jahr 2025 ab. Chinesische Marken wachsen zwar, bleiben aber bislang klein: BYD steigerte sich auf knapp 9.000 Fahrzeuge (plus 260 Prozent), Leapmotor kam als Neueinsteiger auf etwa 5.500. Mit dem höheren E-Anteil sinken die Durchschnittsemissionen neuer Pkw: Der Bericht beziffert den Rückgang auf rund zehn Prozent auf 107,4 Gramm CO2 pro Kilometer.

Ladeinfrastruktur wächst weiter

Betrachtet hat die Dena auch die E-Auto-Infrastruktur: Deutschland kommt demnach auf über 180.000 öffentliche Ladepunkte, darunter über 32.000 Schnellladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt Leistung. An über 14.000 Punkten sind mehr als 300 kW möglich. Rechnerisch entfallen derzeit 16,8 BEV oder Plug-in-Hybride auf einen Ladepunkt.

Politik entscheidet über Entwicklung 2026

Wie die Entwicklung 2026 weitergeht, hängt vor allem von der Politik ab. Eine neue, für 2026 angekündigte Förderung für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen ist noch nicht konkret ausgestaltet. Zugleich beeinflussen EU-Flottenziele und die Debatte um das „Verbrenner-Aus“ das Kaufverhalten.