Mazda2 Typ DJ im TÜV-Check: Qualität gebraucht

TÜV-Report: einer der zuverlässigsten Kleinwagen
Mazda2 Typ DJ punktet mit hoher Zuverlässigkeit

Der Mazda2 der dritten Generation gilt als einer der zuverlässigsten Kleinwagen. Der TÜV lobt die Technik, Schwächen zeigen sich nur im Detail. Der gesamte HU-Bericht mit Bildergalerie.

Mazda2 Typ DJ aus schraeg vorn im weiten Bildausschnitt, Fahrzeug steht im Freien.
Foto: Mazda

Mazda2 Typ DJ: Einordnung und Modellgeschichte

Die dritte Generation des Mazda2 (Typ DJ) war zwischen Anfang 2015 und Ende 2024 in Deutschland erhältlich. Der Kleinwagen wurde mit mehreren Facelifts über die Jahre frisch gehalten, sie sorgten für optische und technische Aktualität. Wie es um die Qualität des Japaners steht, weiß der der TÜV. Übrigens: Der seit 2022 angebotene 2er mit dem Namenszusatz Hybrid ist ein komplett anderes Modell: Der Mazda2 Hybrid ist ein Klon des Toyota Yaris Hybrid.

TÜV-Report 2026: Mazda2 als Klassensieger

Im aktuellen TÜV-Report 2026 schneidet der Mazda2 als Klassensieger bei den Kleinwagen ab. Außerdem fielen nur 2,9 Prozent der zwei- bis dreijährigen Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln auf. Er unterbot die Durchschnittsmängelquote von 6,5 Prozent in dieser Altersgruppe damit deutlich. Über alle Jahrgänge hinweg liegen seine Mängelquoten bei den TÜV-Hauptuntersuchungen unterhalb des Schnitts aller geprüften Fahrzeuge. Die Prüfpunkte Fahrwerk, Bremsen und Umwelt bereiten keine Probleme; der Lichtcheck offenbart jedoch verstellte Scheinwerfer und defekte Rückleuchten.

Karosserie und Innenraum: Zeitloses Design, begrenzter Platz

Der Mazda2 altert in Würde. Das lag an den dezent durchgeführten Facelifts (2017, 2020 und 2023) sowie am überzeugenden Grunddesign, das den Spagat zwischen zeitlos und modern recht gut meisterte. Der Innenraum des 4,06 Meter langen Kleinwagens profitiert von der guten Materialauswahl, das langlebig und haptisch angenehm ist. Dem Bedien- und Infotainmentsystem merkt man allerdings die Jahre mittlerweile an. Das Platzangebot des Fünftürers ist vorne gut, hinten gibt es bei langen Passagieren schnell Kontakt zwischen Kopf und Dachhimmel. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 280 und 950 Litern, eine hohe Ladekante erschwert jedoch das Be- und Entladen.

Mazda

Bereits 2017 folgten die ersten Modellpflegemaßnahmen.

Motoren: Sauger statt Turbo, später mit Mildhybrid

Typisch Mazda gab es auch für den 2er nur Vierzylinder-Benzinmotoren, und zwar ohne jegliche Turbounterstützung. Der 1,5-Liter-Benziner wurde in den Ausbaustufen mit 55 kW/75 PS, 66 kW/90 PS und 85 kW/115 PS offeriert. Die 75- und 90 PS-Versionen waren zunächst an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt, das Topmodell an ein manuelles Sechsganggetriebe. Mit dem ersten Facelift erhielten alle Motoren ein Sechsganggetriebe ab Werk. Ende 2019 nahm Mazda das 115 PS-Triebwerk aus dem Programm, um es Ende 2021 wieder anzubieten. Nun aber mit einer 22,5 Volt-Mildhybrid-Unterstützung, die auch seitdem dem 90 PS-Aggregat zugutekam. Die meisten Erstkäufer entschieden sich für diese mittlere Ausbaustufe, die alternativ zum Schaltgetriebe auch mit einer Sechsgangautomatik zu haben war. Der Durchschnittsverbrauch der Benziner liegt zwischen 4,4 und 5,4 Litern. Laut Norm begnügt sich der einzige Diesel im Angebot, ein 1,5-Liter mit 77 kW7105 PS, mit 3,4 Litern. Dem Selbstzünder war allerdings nur ein vergleichsweise kurzes Gastspiel gegönnt. Bereits Mitte 2018 hieß es "Sayonara" – leb wohl.

Mazda

Für das Modelljahr 2020 folgte beim Mazda2 ein umfangreicheres Facelift mit mehreren technischen und optischen Neuerungen.

Ausstattung und Assistenzsysteme im Überblick

Zur Wahl standen die Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line, Exclusive-Line und Sports-Line, deren Angebotsstruktur sich über die Jahre veränderte. Geblieben ist aber, dass eine Klimaanlage in der Basis nicht zum Serienumfang gehörte. Interessenten sollten daher genau schauen, über welche Ausstattungsdetails ihr Wunschmodell verfügt. Erstkäufer konnten ihr Fahrzeug noch durch allerlei Annehmlichkeiten wie Head-up-Display, Navi, Matrixlicht oder Heizung für Vordersitze und Lenkrad individualisieren. Auch beim Assistentenumfang konnte man nachlegen und Müdigkeitserkennung, 360-Grad-Kamera, Fernlicht-, Spurhalte- und Spurwechsel-Assistenten oder ein City-Notbremssystem mit Fußgängererkennung ordern.

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2023 folgte die dritte und letzte Facelift-Runde, mit neben optischen Änderungen noch Komfort- und Ausstattungs-Update brachte.

Gebrauchtmarkt: Hohe Nachfrage, stabile Preise

Wer bei Mazda einen Kleinwagen sucht, findet aktuell nur die mit dem Toyota-Yaris baugleiche Vollhybrid-Variante. Der Mazda2 (Typ DJ) ist nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu haben. Die Preise für ihn sind allerdings recht hoch, auch das gute Abschneiden beim TÜV zeigt Wirkung. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 600 gebrauchte Mazda2 (Typ DJ) auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 5.000 Euro brutto (4.202 Euro netto) für ältere Fahrzeuge mit hoher Laufleistung.