Sehr kurz, wendig und Platz für 2 Personen: Der Smart Fortwo war das ideale Auto für Metropolen. Auch die dritte Generation (Typ 453, 2014 bis 2024) blieb der Ursprungsidee verbunden, wenn auch deutlich gereifter als noch Generation I (1998 bis 2007) und II (2007 bis 2014). Ganz ohne Schwachstellen ist sie aber auch nicht.
TÜV sieht den Smart Fortwo meist solide
Bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) hinterlässt der Smart Fortwo (253) grundsätzlich einen ordentlichen Eindruck. Bis auf die ältesten Jahrgänge absolviert der Zweisitzer die HU besser als der Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Bei den ältesten Modellen liegt die Quote "ohne Mängel" mit 71,2 Prozent nur leicht schlechter als der Schnitt (71,7 %). Interessenten sollten jedoch die Achsaufhängungen und die Abgasanlage vor Vertragsabschluss genau inspizieren lassen. Die TÜV-Experten kritisieren zudem die Beleuchtungsanlage und die Funktionsweise der Bremsen.

Erstkäufer konnten ihren Smart farbenfroh individualisieren.
Coupé und Cabrio bieten mehr Raum als gedacht
Den Smart Fortwo gab es in zwei Karosserievarianten: als Coupé und seit Anfang 2016 als Cabrio mit elektrischem Schiebedach. Optisch war der Zweisitzer unschwer als Smart-Abkömmling zu erkennen. Mit 2,69 Metern von Stoßstange zu Stoßstange blieb der Smart der dritten Generation auf dem Längenniveau des Vorgängers, legte aber in der Breite um 10 Zentimeter zugunsten von mehr Raumgefühl für die Insassen zu. Die Sitze sind gut. Luft nach oben zeigte jedoch die Materialauswahl des Innenraums. Der Kofferraum fasst zwischen 260 und 350 Litern, das Ladevolumen der Cabrio-Version fällt etwas kleiner aus. Mit einem Wendekreis von 7,30 Metern punktete der Smart in den klassischen Stadtverkehrsdisziplinen Parken, Wenden und durch den Verkehr wuseln.
Benziner, Brabus und E-Antrieb im Überblick
Von verhalten bis rasant: Für den Smart der dritten Generation stand ein breites Motorenangebot, darunter Dreizylinder-Benziner und ein E-Antrieb, bereit. Diesel gab es keine mehr.
Basismotor war ein 1,0-Liter-Sauger mit 52 kW/71 PS, dieser war auch in einer leistungsreduzierten Version mit 45 kW/61 PS erhältlich. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfganggetriebe. Wer nach einer Version mit Automatik sucht, muss nach dem 0,9-Liter-Turbo mit 66 kW/90 PS Ausschau halten. Erstkäufer konnten statt des Handschalters ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ordern. Die Brabus-Versionen (80 kW/109 PS oder 92 kW/125 PS) verwandelten den Zweisitzer in ein flottes Gefährt. Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 km/h sind bei der Topvariante möglich, der Spurt auf Landstraßentempo gelingt in 9,2 Sekunden. Ab Werk wurden die Brabus-Smart mit einem Sechsgang-DSG ausgeliefert. Als Normverbräuche für den Zweisitzer gab Smart Werte zwischen 4,2 und 5 Litern an. Die Verbrenner waren bis Ende 2019 verfügbar. Einzig verfügbare Motorisierung war seitdem das seit 2017 erhältliche E-Triebwerk mit 60 kW/82 PS. Die 16,7-kWh-Batterie ermöglicht Reichweiten von bis zu 160 Kilometern.

Den Smart Fortwo gab es in zwei Karosserievarianten: als Coupé und seit Anfang 2016 als Cabrio mit elektrischem Schiebedach.
Ausstattungslinien machen beim Kauf den Unterschied
Interessenten, denen der Sinn nach Farbe und Komfort steht, ignorieren die namenslose Basisversion. Stattdessen suchen sie nach den Komfortniveaus "passion", "prime" und "proxy". Diese brachten Farbe ans und ins Fahrzeug, etwa mit farbigen Instrumententafelverkleidungen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Pakete, die Erstkäufer mit Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, Konnektivitätsangeboten, Navigation, LED-Leuchten, einer höhenverstellbaren Lenksäule oder einem abschließbaren Handschuhfach lockten.
Gebrauchtwagencheck: Preise und Prüfung vor dem Kauf
Der Smart Fortwo war und ist besonders als praktisches Fahrzeug für die Stadt beliebt. Zwar funktioniert anders als bei der ersten Generation aufgrund des Längenwachstums das "quer zur Parklücke parken" nicht mehr, der kleine Smart benötigt aber immer noch wenig Parkfläche. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell knapp 3.700 gebrauchte Smart Fortwo (Typ 453) auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 4.500 Euro (3.782 Euro netto). Stromer aus Vorbesitz sind ab rund 6.000 Euro (5.042 Euro netto) zu haben. Ein Check vor Vertragsabschluss schadet nicht und hilft, teure Überraschungen zu vermeiden.








