VW ID.Cross: Preis, Reichweite und Ladeleistung

VW erweitert die ID-Familie
Was der neue ID.Cross wirklich bietet

Der VW ID.Cross tritt gegen Kia EV2, Renault 4 und Jeep Avenger an. Preis, Reichweite und Ausstattung wirken konkurrenzfähig, doch bei der Ladeleistung bleibt der Elektro-SUV zurück. Alle Infos, Marktstart und Bildergalerie.

VW ID.Cross in Hellblau als elektrisches SUV in der Frontansicht.
Foto: VW

VW stellt dem Elektrokleinwagen ID.Polo einen ebenfalls batteriebetriebenen Crossover zur Seite. Der ID.Cross fährt in der reichweitenstärksten Variante über 400 Kilometer weit, die günstigste Ausführung mit allerdings nur eingeschränkter Reichweite soll für 23.529 Euro netto zu haben sein. Damit wäre er 1.681 Euro netto teurer als die technisch eng verwandte Limousine. Die Verkäufe starten im Herbst.

Beim Design orientiert sich VW am T-Cross

Optisch orientiert sich das Serienmodell eng an dem auf der IAA 2025 präsentierten Konzeptfahrzeug. Insgesamt fällt das Design klassisch und wenig aufregend aus, orientiert sich bei Formensprache und Proportionen stärker an den Verbrennermodellen der Marke als etwa noch die ersten ID-Modelle. Wichtiger Unterschied zum konventionell angetriebenen Schwestermodell T-Cross: die schmalen Scheinwerfer inklusive durchgehendem Leuchtenband an der Front sowie die drei horizontalen Zierstreifen auf der C-Säule.

VW ID.Cross in Hellblau im Seitenprofil mit schwarzen Radhausverkleidungen.
VW

Auffällig sind die drei horizontalen Streifen an der C-Säule.

Zwei Akkus bestimmen Preis und Reichweite

Technisch basiert der ID.Cross wie auch schon der Elektro-Polo auf der weiterentwickelten Elektroplattform MEB+. Das Antriebsangebot teilen sich beide Modelle weitgehend: Der Crossover wird mit zwei Batteriegrößen angeboten: In den Einstiegsvarianten mit nur 312 Kilometern Reichweite kommt ein 37 kWh großer LFP-Akku zum Einsatz, die höherpreisigen Modelle erhalten einen NMC-Akku mit 52 kWh Kapazität. In den Batterien kommen die neuen „Einheitszellen“ des Konzerns zum Einsatz, die künftig unter anderem in Salzgitter für Modelle diverser Marken gefertigt werden.

Beim Schnellladen bleibt der ID.Cross zurück

Der ID-Cross will kein reines Kurzstreckenauto für die Innenstadt sein, zumindest die Langstreckenvariante will mit ihrer Reichweite von 436 Kilometern auch für längere Touren taugen. Die maximale Gleichstrom-Ladeleistung beträgt je nach Batteriegröße am DC-Lader eher enttäuschende 90 oder 105 kW. Etwas Auswahl gibt es ebenfalls bei den Motoren, die zunächst mit 85 kW/116 PS, 99 kW/135 PS und 155 kW/211 PS zu haben sind. Angetrieben wird jeweils ausschließlich die Vorderachse.

Cockpit des VW ID.Cross mit Digitalinstrumenten, Touchscreen und Ambientebeleuchtung.
VW

Die Bedienung erfolgt über Touchscreen und klassische Knöpfe.

Versteckt in den technischen Datenblättern findet sich zudem ein Antrieb mit 166 kW/226 PS, was auf eine später nachgereichte GTI-Variante hinweisen könnte. Eine solche ist für den ID.Polo bereits offiziell mit identischen Leistungsdaten angekündigt.

Der ID.Cross bietet mehr als nur SUV-Optik

Mit 4,15 Metern ist der ID.Cross etwas länger als der T-Cross. Der Kofferraum ist mit 475 Litern nahezu gleich dimensioniert. Hinzu kommt beim E-Modell aber ein kleiner Stauraum unter der Fronthaube. Zur Ausstattung zählen unter anderem ein neues Infotainmentsystem, physische Bedienelemente für zentrale Funktionen und eine Reihe von Extras, die VW bislang eher höheren Fahrzeugklassen zuordnete. Dazu zählen Massagesitze und ein Soundsystem von Harman Kardon. Zudem soll es einen weiterentwickelten Fahrassistenten geben, der auch auf rote Ampeln reagieren kann.

Heck des VW ID.Cross mit durchgehendem LED-Leuchtenband und Heckspoiler.
VW

Am Heck gibt es ein LED-Leuchtenband.

Im Segment der kleinen Elektro-SUV ist VW eher ein Spätstarter, trifft auf Modelle wie Kia EV2, Opel Frontera, Leapmotor B03X, Jeep Avenger, Renault 4 und Mini Aceman. Preislich positioniert sich VW im Vergleich wie gewohnt eher im gehobenen Segment.