VW ID. Polo: Elektro-Kleinwagen startet teuer

VW bringt neuen Elektro-Kleinwagen
Polo wird elektrisch – aber nicht günstig

VW überträgt den Polo-Namen in die Elektro-Kleinwagenklasse. Der ID. Polo startet jedoch nicht als günstige Basisversion – und trifft später auf ein dicht besetztes Segment.

vw id polo in front-seitenansicht vor steingebaeude auf gepflastertem platz
Foto: VW

Der Polo wird elektrisch: VW übernimmt den bekannten Namen für einen neuen Kleinwagen mit Batterieantrieb. Zum Marktstart gibt es allerdings nicht die angekündigte günstige Version unter 25.000 Euro (21.008 Euro netto), sondern zunächst nur die stärkste Variante mit großer Batterie für 34.000 Euro (28.571 Euro netto). Ab dem Sommer folgt dann das Basismodell mit kleiner Batterie.

Elektro-Polo bleibt nah am bekannten Format

Der Elektropolo hat immer fünf Türen und ist mit 4,05 Metern Länge minimal kürzer als sein konventioneller Namensvetter (ab 16.891 Euro netto). Auch dessen Proportionen und die generelle Optik übernimmt der ID im Gegensatz zu ID.3 und Co. aus der Verbrennerwelt, interpretiert sie aber etwas moderner. Bis auf Weiteres bleiben beide Modelle nebeneinander im Programm, mittelfristig wird der alte, bereits seit 2017 gebaute Polo aber eingestellt. Eine neue Variante mit Diesel- oder Ottomotor wird es in Deutschland nicht geben.

gesamtansicht des innenraums vom vw id polo mit dashboard display und mittelkonsole
VW

VW verzichtet nicht auf physische Schalter.

Mehr Platz dank Elektro-Plattform

Der neue Polo nutzt eine Frontantriebsarchitektur auf Basis der MEB+-Plattform und soll daher analog zu den anderen VW-Stromern mehr Innenraum bieten als die jeweiligen konventionellen Gegenstücke. Das gilt auch für das Gepäckabteil, wie die Zahlen nahelegen: Der Kofferraum fasst 441 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es bis zu 1.240 Liter.

Drei Leistungsstufen und zwei Batterien

Im Angebot sind drei Leistungsstufen mit 85 kW/116 PS, 99 kW/135 PS und 155 kW/211 PS sowie zwei Batteriegrößen. Die beiden schwächeren Varianten erhalten einen 37-kWh-LFP-Akku, der bis zu 329 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Die Topversion nutzt einen 52-kWh-NMC-Akku und kommt nach Norm auf bis zu 455 Kilometer.

An Schnellladesäulen soll der kleinere Akku in rund 23 Minuten, der größere in rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Die Speicher arbeiten mit 400-Volt-Technik, 800 V gibt es nicht.

blauer vw id polo in heck-seitenansicht vor steingebaeude auf gepflasterter einfahrt
VW

Hinten gibt es ein durchgehendes Leuchtenband.

Zur Serienausstattung gehören unter anderem DC-Schnellladen, LED-Scheinwerfer, ein 13-Zoll-Infotainmentsystem, Klimaautomatik sowie mehrere Assistenzsysteme. Je nach Ausstattung sind unter anderem Abstandstempomat, Rückfahrkamera, Matrix-LED-Licht, Panoramadach, Harman-Kardon-Soundsystem und Massagesitze erhältlich.

Ausstattung mit Assistenz und Komfortextras

Serienmäßig an Bord ist One-Pedal-Driving. Eine Vehicle-to-Load-Funktion macht den ID. Polo zur mobilen Stromquelle: Externe Geräte können mit bis zu 3,6 kW versorgt werden, etwa E-Bikes oder Campingausrüstung. Der Strom kann über eine 230-Volt-Steckdose im Innenraum oder per Adapter über die Ladebuchse abgegeben werden.

Starke Konkurrenz im Elektro-Kleinwagen-Segment

VW ist mit dem ID.Polo ein Spätstarter im elektrischen Kleinwagen-Segment. Zu seinen wichtigsten Wettbewerbern zählen Renault 5 (ab 23.529 Euro netto), Kia EV2 (ab 22.353 Euro netto), Hyundai Inster (ab 20.504 Euro netto), Opel Corsa Electric (ab 25.210 Euro netto), Citroën e-C3 (ab 16.891 Euro netto) sowie BYD Dolphin (ab 28.571 Euro netto).