Warum der Transit Custom bei Betrieben gefragt ist
Der Ford Transit ist der Klassiker im Segment der leichten Nutzfahrzeuge, das von vielen kleineren und mittleren Betrieben des Handwerks favorisiert wird. Solidität und Zuverlässigkeit, gepaart mit gutem Service und günstigen Preisen haben die Marke mit ihrem Flaggschiff in den vergangenen Jahrzehnten groß gemacht. Custom heißt die beliebteste Variante des Transits, die auf die Erfordernisse des jeweiligen Betriebs bis ins Detail abgestimmt werden kann. Grundsätzlich stehen zwei Längen (5,05 und 5,45 Meter) zur Verfügung, der Kastenwagen ist zwischen 1,95 und 2,04 Meter hoch. Dazu gibt es verschiedene Kabinen, Türvarianten sowie Außen- und Innenausbauten bis hin zum Personentransport. Nebenbei bildet der Transit die Grundlage für Campingfahrzeuge.
Die Batterie kostet keinen Laderaum
Seit einiger Zeit liefert Ford Pro den Transit nicht nur mit Diesel- oder Hybridantrieb, sondern auch als vollelektrische Variante mit Motorleistungen von 100 kW/136 PS, 160 kW/218 PS oder 210 kW/285 PS aus. Die Batterie sowie die übrigen elektrischen Komponenten sind im Fahrgestell verbaut, so dass das Ladevolumen von bis zu 6,8 Kubikmetern beim langen Radstand nicht eingeschränkt wird. Das Lademanagement erlaubt Leistungen bis zu 125 kW, am Schnellader wird der Akku in einer knappen halben Stunde von 10 auf 80 Prozent regeneriert.

Der Ford Transit ist auch als Allrader zuhaben.
Zwei Motoren bringen mehr Traktion
Ganz neu gibt es seit kurzem den E-Transit auch mit Allradantrieb, der über zwei Motoren – einer für jede Achse – realisiert wird. Die Gesamtleistung beider Motoren liegt bei 160 kW/218 PS und 210 kW/285 PS. Die Batteriekapazität bleibt bei 70 kWh, was durch den naturgemäß etwas erhöhten Allradverbrauch (WLTP: 25,2 kWh/100 km) eine geringere maximale Reichweite von nun 342 Kilometern (Heckantrieb: 373 km) bedeutet. Auch beim Allradmodell ist das Ladevolumen nicht eingeschränkt und auch die Nutzlast bleibt bei maximal 914 Kilo. In der Preisliste stehen für den Testwagen rund 76.200 Euro.
So souverän fährt der elektrische Transporter
Auf den Straßen des Schwarzwalds schlägt sich die Allradversion des Transits mit dem kurzen Radstand mehr als wacker. Wie beim Heckantrieb lässt sich das Fahrzeug Pkw-ähnlich bewegen. Fahrwerk, Lenkung und vor allem Bremsen sind ohne Fehl und Tadel. Der Motor stellt mehr als 600 Newtonmeter Drehmoment bereit und lässt das rund 2,5 Tonnen schwere Gefährt geradezu drahtig wirken, die beiden Motoren arbeiten perfekt zusammenspielen. Selbst bei (zu) schnell angefahrenen Kurven sind keinerlei Lastwechselreaktionen zu bemerken. Eine Beurteilung des Traktionsvermögens gestaltet sich im heißen Hochsommer naturgemäß schwierig, doch macht der Allradantrieb auch auf steilen, geschotterten Waldwegen eine gute Figur.

Auch beim Allradmodell ist das Ladevolumen nicht eingeschränkt.
Der E-Transit in der Allradversion kann für den Fuhrpark von Handwerkern und Zulieferern eine sinnvolle Ergänzung sein, zumal sich die Mehrkosten gegenüber der heckgetriebenen Variante in Grenzen halten. Der Aufpreis gegenüber den Verbrennern ist gleichwohl erheblich.
Ford E-Transit Custom AWD Kastenwagen – Technische Daten
Fünftüriger, dreisitziger Kastenwagen; Länge: 5,05 Meter, Breite: 2,14 Meter (mit Außenspiegeln: 2,27 Meter), Höhe: 1,95 Meter, Radstand: 3,10 Meter, Ladevolumen: 5.800 Liter; Leergewicht: 2.468 kg, zul. Gesamtgewicht: 3.200 kg, Anhängelast: 2.300 kg
Zwei E-Motoren, 160 kW/218 PS, Drehmoment: 615 Nm, 0-100 km/h: k.A., Vmax: 150 km/h, Verbrauch: 25,5 kWh/100 km, Akkugröße: 70 kWh, Reichweite: 322 km (WLTP), Ladeleistung: 125 kW (DC), 11 kW (AC), Ladedauer: DC: 10-80 % in 29 Minuten, AC: 0-100% in 7:30 Std.
Preis: ab 76.200 Euro (64.034 Euro netto).







