Digitale Fahrzeugdokumente werden zunehmend Teil des Fuhrparkmanagements. Mit einer neuen Funktion der i-Kfz-App können nun auch Unternehmen den digitalen Fahrzeugschein einfacher in ihre Prozesse integrieren. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) lässt sich die Zulassungsbescheinigung Teil I künftig per QR-Code direkt aus dem Online-Zulassungsprozess in die App übertragen.
QR-Code ersetzt den Zugriff über die eID
Bislang konnte der digitale Fahrzeugschein ausschließlich über die eID-Funktion des Personalausweises in die App geladen werden. Mit der neuen Lösung entfällt dieser Schritt: Nach der digitalen Zulassung wird automatisch ein QR-Code erzeugt, der den Fahrzeugschein direkt in die Anwendung überträgt.
Gerade für Unternehmen mit mehreren Fahrern oder wechselnden Nutzern vereinfacht das den Zugriff auf Fahrzeugdokumente. Mitarbeiter müssen keine persönlichen Ausweisdaten mehr verwenden, um den Fahrzeugschein digital zu hinterlegen.
Vorteile für Fuhrparks und Mehrfahrerbetrieb
Für Fuhrparkverantwortliche eröffnet die Erweiterung neue Möglichkeiten bei der Verwaltung von Fahrzeugpapieren. Digitale Fahrzeugscheine lassen sich künftig bei der Neuzulassung direkt in der App bereitstellen und anschließend mehreren Nutzern zugänglich machen.
Damit kann der Zugriff auf Fahrzeugdokumente in Betrieben mit Poolfahrzeugen, Serviceflotten oder Handwerksfahrzeugen einfacher organisiert werden. Laut KBA profitieren besonders Unternehmen, Dienstleister und Fuhrparkbetreiber von dieser Lösung.
Mehr als 1,5 Millionen Nutzer
Die i-Kfz-App zählt laut Bundesverkehrsministerium bereits mehr als 1,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Verkehrsminister Patrick Schnieder sieht in der QR-Code-Funktion einen wichtigen Schritt für die betriebliche Nutzung: „Der digitale Fahrzeugschein per QR-Code eröffnet vor allem Unternehmen neue Möglichkeiten. Mehrere Fahrzeugscheine lassen sich so deutlich einfacher verwalten.“
Auch aus Sicht des KBA ist die Erweiterung Teil der fortschreitenden Digitalisierung im Verkehrswesen. Die App soll Verwaltungsprozesse vereinfachen und den Zugang zu Fahrzeugdokumenten flexibler machen.
Weitere digitale Dokumente geplant
Die Digitalisierung von Fahrer- und Fahrzeugdokumenten soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums arbeitet die Bundesregierung bereits an einer digitalen Version des Führerscheins.
Dieser soll voraussichtlich ab Ende 2026 ebenfalls über die i-Kfz-App verfügbar sein. Damit könnte sich die Anwendung künftig zu einer zentralen Plattform für digitale Mobilitätsdokumente entwickeln.







