Gehaltsumwandlung kann für Unternehmen ein Weg sein, Beschäftigten Zugang zu privat nutzbaren Elektroautos zu geben, ohne daraus automatisch einen klassischen Dienstwagenprozess zu machen. Für Fuhrpark- und Mobilitätsverantwortliche wird dabei entscheidend, wie sauber sich Auswahl, Leasingvertrag, Kommunikation, Risiken und Nachweise organisieren lassen. Ayvens startet dafür gemeinsam mit eclara das Angebot „Benefit Car – powered by eclara“.
Das Modell verbindet Leasing von Elektroautos über Gehaltsumwandlung mit begleitenden Services für Unternehmen und Mitarbeitende. Ayvens und eclara wollen Firmen von der Einführung über den laufenden Betrieb bis zur Fahrzeugrückgabe begleiten. Dazu zählen nach Unternehmensangaben auch Kommunikation an Mitarbeitende, Service und Support sowie Beratung zu Gehaltsumwandlung und Leasingprozessen.
Online-Prozess für Mitarbeitende
Die Fahrzeugauswahl läuft vollständig online. eclara stellt über eine Plattform die vorab vereinbarten elektrischen Fahrzeugmodelle bereit. Beschäftigte wählen daraus ihr Wunschfahrzeug. Den Leasingvertrag schließen sie anschließend direkt bei Ayvens im Namen ihres Arbeitgebers ab.
Leasingnehmer bleibt das Unternehmen. Damit liegt ein zentraler Punkt nicht beim Mitarbeitenden, sondern weiterhin beim Arbeitgeber. Um Risiken auszugleichen, kann das Unternehmen laut Mitteilung aus mehreren Varianten einer Ratenausfallversicherung wählen. Details zu Konditionen, Fahrzeugmodellen oder Laufzeiten nennt Ayvens in der Mitteilung nicht.

Ayvens und eclara arbeiten beim Angebot „Benefit Car“ zusammen. Im Bild von links: Martin Kössler und Dr. Stefan Koch, Geschäftsführer von Ayvens, sowie Wolfgang Pfafferott, Geschäftsführer von eclara.
Steuerliche Vorteile bei Elektroautos
Für Beschäftigte soll sich das Modell vor allem durch die steuerliche Behandlung von Elektrofahrzeugen rechnen. Ayvens verweist auf geringere monatliche Kosten gegenüber einem privaten Leasing. Konkrete Rechenbeispiele oder Modellraten werden nicht genannt.
„Unser Ziel war es, ein Gehaltsumwandlungsangebot zu schaffen, das Unternehmen einen unkomplizierten Rundum-Service mit geringem Risiko bietet und Mitarbeitenden gleichzeitig eine attraktive und nachhaltige Mobilitätslösung eröffnet“, sagt Ayvens-Geschäftsführer Martin Kössler. Für Fuhrparks bleibt dabei die praktische Frage, wie das Angebot in bestehende Mobilitätsrichtlinien, Vergütungsmodelle und interne Prozesse eingebunden wird.
CO2-Bilanz für das Reporting
Ayvens stellt das Angebot auch in den Kontext von Klimabilanz und Pendelverkehr. Beschäftigte nutzen die Fahrzeuge privat, Unternehmen sollen dennoch von einem nachvollziehbaren Nachweis über vermiedene CO2-Emissionen profitieren. eclara berechnet dafür die beim Pendeln vermiedenen Emissionen und stellt nach Angaben von Ayvens eine zertifizierte CO2-Bilanz für das Unternehmensreporting bereit.
„Da der Pkw weiterhin das dominierende Verkehrsmittel ist, bleibt der Pendelverkehr einer der größten Hebel für CO2-Reduktionen – besonders, wenn Unternehmen auf E-Mobilität setzen“, sagt Kössler. Für Entscheider in Unternehmen dürfte deshalb weniger die Grundidee allein zählen, sondern die Umsetzung: digitale Abwicklung, Haftungs- und Ausfallrisiken, steuerliche Beratung, Reportingfähigkeit und die Frage, welche Fahrzeugauswahl den Mitarbeitenden tatsächlich offensteht.







