AFC führt KI-Dashcam Nauto im Flotteneinsatz ein

KI-gestützte Dashcam soll Flottenrisiken senken
AFC integriert Nauto-System in Fuhrparkprozesse

Mit der KI-Dashcam Nauto erweitert AFC sein Risikomanagement. Die Systeme warnen Fahrer in Echtzeit und liefern Flotten datenbasierte Transparenz, um Schäden, Kosten und Risiken zu reduzieren.

Weißer nobleglass-Transporter fährt auf der Straße, Front und Seitenlogo sichtbar, Einsatzfahrzeug im AFC-Risikomanagement.
Foto: AFC

KI-Dashcams sollen Risiken früher sichtbar machen

In vielen Flotten steigen die Schadenkosten seit Jahren schneller als die Fahrzeugkosten selbst. Für Fuhrparkverantwortliche bedeutet das größeren Druck: mehr Unfälle, höhere Versicherungsprämien, steigender administrativer Aufwand. Gleichzeitig fehlen datenbasierte Einblicke, um Fahrverhalten, Risiken und Prävention systematisch zu steuern. Vor diesem Hintergrund setzt Auto Fleet Control (AFC) nun verstärkt auf künstliche Intelligenz – und integriert die KI-Dashcam Nauto in sein Risikomanagementmodell.

Kombiniertes Risiko-, Schaden- und Versicherungsmanagement

Die Einführung findet erstmals beim Unternehmen Nobleglass statt. AFC verknüpft dabei die Dashcam-Technologie mit seinem bestehenden Schaden- und Risikomanagement. Darüber hinaus bringt Versicherer Zurich seine Underwriting-Expertise ein. Das Ziel: Risiken früher erkennen, Fahrer situativ unterstützen und Schadenaufwände nachhaltig senken.

Fahrer sitzt am Steuer eines Fahrzeugs, Nauto-Dashcam an der Frontscheibe sichtbar, Innenraumaufnahme im Flotteneinsatz.
AFC

Im Fahrbetrieb erfasst die Nauto-Dashcam relevante Situationen anlassbezogen. Fahrer werden bei riskanten Momenten mit Echtzeitwarnungen unterstützt.

Echtzeitanalyse und Fahrerwarnungen

Die Nauto-Kamera nutzt nach Herstellerangaben eine KI, um Fahrerverhalten und Umgebung permanent zu analysieren. Kritische Situationen – etwa Ablenkung oder Müdigkeit – sollen früh erkannt werden. Warnhinweise erfolgen direkt an den Fahrer, wodurch gefährliche Manöver reduziert werden können. Für Flotten ergibt sich die Perspektive, Unfallzahlen und Stillstandzeiten zu senken und Fahrzeuge besser auszulasten.

DSGVO-konforme Datenverarbeitung

AFC betont, dass die Datenverarbeitung streng anlassbezogen erfolgt. Aufnahmen werden nur gespeichert, wenn ein relevanter Zwischenfall vorliegt. Nicht benötigtes Material wird nach 30 Tagen gelöscht, Unfallaufnahmen spätestens nach zwei Jahren. Personenbezogene Merkmale wie Kennzeichen und Gesichter anonymisiert das System automatisch. Zugriff haben ausschließlich autorisierte AFC-Risikomanager. Transparente Hinweise am Fahrzeug sollen die gesetzlichen DSGVO-Anforderungen erfüllen.

Erste Fahrzeuge bereits ausgerüstet

Bei Nobleglass sind die ersten Monteurfahrzeuge bereits unterwegs. Für das Unternehmen ist die KI-Dashcam ein Baustein, um Fahrer zu entlasten und gleichzeitig Risiken zu minimieren. Auch Versicherungsseite Zurich sieht Vorteile in der höheren Datenqualität, da Risikobewertungen und Präventionsprogramme besser auf den Fuhrpark zugeschnitten werden können.

Bedeutung für Fuhrparkbetreiber

Für Flottenverantwortliche kann die KI-Dashcam vor allem dort Wirkung entfalten, wo bislang Erfahrungswerte statt Daten den Ausschlag gaben. Die Kombination aus situativen Fahrerwarnungen, klar dokumentierten Ereignissen und einer strukturierten Risikoauswertung schafft eine belastbare Grundlage für Entscheidungen im Alltag: Welche Risiken treten tatsächlich auf? Wo entstehen Kosten? Und wie lassen sich Fahrer gezielt unterstützen? Gleichzeitig kann ein transparenteres Risikoprofil die Gespräche mit Versicherern vereinfachen und dazu beitragen, Prämienentwicklungen besser zu steuern.