Wenn der Platz für Ladesäulen fehlt, wird aus Ladeinfrastruktur schnell eine Standortfrage. Genau für solche Fälle öffnen DKV Mobility und Rheinmetall jetzt eine ungewöhnliche Lösung für Unternehmenskunden: Laden nicht per Säule oder Wallbox, sondern direkt über einen Ladebordstein.
Der technische Unterschied ist schnell erklärt: Die Ladeinfrastruktur sitzt nicht in einer klassischen Wallbox oder in einer freistehenden Säule, sondern direkt im Bordstein. Laut den Unternehmen soll das vor allem dort Vorteile bringen, wo Standflächen knapp sind oder sichtbare Ladepunkte nur eingeschränkt infrage kommen.
Integration ins bestehende DKV-System
Unternehmen können den Ladebordstein auf eigenen Parkflächen einsetzen, sofern die baulichen Voraussetzungen passen. DKV Mobility übernimmt nach eigenen Angaben die Backend-Integration und stellt darauf aufbauend Leistungen wie die Abrechnung der Ladevorgänge bereit. Für Flotten ist das der entscheidende Punkt: Neue Hardware muss sich in vorhandene Prozesse einfügen, statt zusätzliche Insellösungen zu schaffen.
Interessant vor allem bei schwierigen Standorten
DKV verweist ausdrücklich auf Standorte, an denen klassische Ladesäulen nur eingeschränkt einsetzbar sind. Genau dort könnte der Ladebordstein eine Alternative sein. Rheinmetall hat die Anbindung an das DKV-Backend nach eigenen Angaben bereits an eigenen Standorten umgesetzt; auf dieser Basis soll die Lösung nun auch anderen Unternehmen offenstehen.
Infrastrukturfrage statt Designfrage
Für Fuhrparks ist der Ladebordstein damit vor allem eine Infrastrukturfrage. Je nach Standort kann es sinnvoll sein, Ladepunkte in bestehende Flächen zu integrieren, statt zusätzliche Säulen aufzustellen. Ob sich das Modell in der Breite durchsetzt, dürfte vor allem davon abhängen, wie gut sich die Technik in betriebliche Abläufe, Bauvorgaben und Abrechnungsprozesse einfügt.
Mit der Partnerschaft wird die Bordstein-Lösung erstmals breiter über das DKV-System verfügbar. DKV spricht von einer Erweiterung seines Ladeökosystems, Rheinmetall von einer alltagstauglichen Lösung für das Unternehmensumfeld. Für Kunden bleibt zunächst die praktische Frage entscheidend, an welchen Standorten der Ladebordstein tatsächlich eine belastbare Alternative zu Wallbox und Ladesäule ist.






