Platooning

Selbstfahrende Lkw im Konvoi

Foto: Daimler

Ab 2023 müssen Pkw-Fahrer auf der Autobahn mit langen automatisierten Lkw-Konvois rechnen. Die sogenannten Platoons sollen vor allem helfen, Sprit zu sparen.

Das kann ja heiter werden. Schon jetzt nerven die Lkw-Kolonnen auf der rechten Spur. Doch ab 2023 könnten ganze Konvois die rechte Spur komplett belegen. Dann nämlich sollen Lkw in sogenannten Platoons teilautomatisiert über europäische Fernstraßen fahren. Das geht aus einem Plan hervor, der der Kraftfahrzeug-Herstellerverband ACEA nun vorgestellt hat.

Die für das Platooning nötige Technik haben diverse Hersteller bereits in Prototypenform vorgestellt, darunter etwa Daimler und Scania. Bis zu zehn Lkw schließen sich dabei zu einem geschlossenen, autonom fahrenden Zug zusammen. Dank aerodynamischer Vorteile soll der Verbrauch deutlich sinken, zudem wird weniger Verkehrsfläche benötigt. Gleichzeitig soll der Computer am Steuer für höhere Verkehrssicherheit sorgen und den Fahrer entlasten.

Bis die Technik in der Praxis einsatzfähig ist, sind dem ACEA zufolge aber noch einige juristische Hürden zu nehmen. Vor allem müsse in der gesamten EU einheitliches Recht gelten, damit der Platoon ohne spezielle Genehmigung Staatsgrenzen überfahren kann. Auf technischer Seite müssen sich die Hersteller zudem auf einheitliche Standards einigen. Aktuell könnten sich nur Fahrzeuge einer Marke zusammenschließen, künftig soll das herstellerunabhängig funktionieren.

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