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Neue Online-Dienste und Assistenzsystem : Porsche rüstet auf

Der Sportwagenhersteller Porsche bietet seinen Kunden einen umfangreicheren Zugang zum Internet an und baut gleichzeitig sein Angebot an Assistenzsystemen aus.

Man kann nicht unbedingt behaupten, dass Porsche-Fahrer jünger werden. Sehr wohl aber, dass Smartphones schon längst nicht mehr nur in den Hosentaschen Jugendlicher zu finden sind. Also nutzt auch der ein oder andere Porsche-Fahrer ein webfähiges Mobiltelefon. Damit die beiden Produkte auf der Straße besser miteinander funktionieren, hat der Sportwagenhersteller seinem Infotainmentsystem ein Update verpasst.

Wird das Smartphone mit dem Porsche Communication Management (PCM) gekoppelt, zeigt das 7-Zoll-Touchscreen einlaufende E-Mails und SMS an, die sich der Fahrer auch vorlesen lassen kann. Die neue Online-Welt ermöglicht zudem den Zugriff auf 21.500 Radiosender, 1.100 Podcasts und nochmal die gleiche Anzahl an Hörbüchern. Ein geringer Puffer bei der Datenübertragung soll kurze Stream-Unterbrechungen überbrücken. Sollte der Empfang trotzdem zu schlecht sein, kann man auch auf abgespeicherte Lieder auf der 40 Gigabyte großen Festplatte zurückgreifen. Das überarbeitete Infotainmentsystem spielt jetzt übrigens auch digitale Radiosender im DAB+ und DMB-Format ab.

Navigation mit Google-Suche

Über die Cloud-basierte Plattform lassen sich auch Nachrichten und das Wetter auf das Porsche-Display übertragen. Facebook-User können Beiträge lesen und vom Porsche-Cockpit aus „liken“. Eine Browser-Funktion zum Surfen haben die Zuffenhausener nicht integriert. „Der Fahrer soll informiert bleiben, aber nicht durch ständiges Tippen vom Straßenverkehr abgelenkt werden“, erklärt Rolf Hartmann, Leiter Interaktive Elektronik bei Porsche. Gut so wie wir meinen, denn auf eine Google-Einbindung ins Navigationsgerät muss der Porsche-Kunde trotzdem nicht verzichten. Das gewünschte Ziel wird in der üblichen PCM-Bedienungsmaske eingegeben. Google sucht im Hintergrund nach Ergebnissen und spuckt diese in gewohnter Darstellung aus.

Für den Zugang zu den neuen Web-Features muss das PCM um die Online-Dienste (150 Euro netto) erweitert werden. Ältere Modelle können auch nachgerüstet werden. Auf dem Smartphone reicht die Aha-Radio-App als Schnittstelle aus, die sich iPhone- und Android-Besitzer kostenlos herunterladen können.

Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistent

Neu ist bei Porsche auch eine Kamera hinter dem Innenspiegel, welche die Straße nach Verkehrszeichen scannt und im Kombiinstrument anzeigt. Ob ein Schild relevant ist oder nicht, entscheidet das System innerhalb von 20 Millisekunden – bei Tempo 160 legt ein Porsche in dieser Zeit gerade einmal drei Meter zurück. Der Assistent arbeitet zusammen mit dem Navigationssystem und anderen Sensoren im Fahrzeug. So werden auch witterungsbedingte und temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen erkannt.

Gemeinsam mit der Verkehrszeichenerkennung wird auch das Porsche Dynamic Light System Plus (PDLS Plus/385 Euro) als Option für die 1.835 Euro teuren Bi-Xenonscheinwerfer eingeführt. Das neue Lichtsystem greift ebenfalls auf die Daten der Kamera zu. Ab 65 km/h steuert der Porsche das Fernlicht automatisch, so dass vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge nicht geblendet werden. Kreuzungen und Einmündungen werden vom Navi erkannt. Das PDLS schaltet dann zur besseren Ausleuchtung der Straße das Kurvenlicht links und rechts ein. In den nächsten Jahren sollen noch weitere Assistenzsysteme auf Basis der neuen Kamera folgen.

Autor

Foto

Porsche

Datum

13. Dezember 2012
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