Hyundai plant über 100 Modellneuheiten bis 2030

Modelloffensive bis 2030
Hyundai baut Modellangebot massiv aus

Hyundai plant bis 2030 mehr als 100 Modellneuheiten und Überarbeitungen. Gleichzeitig steigen Produktionskapazitäten und Elektroautoabsatz, während Tech-Partnerschaften wichtiger werden.

Hyundai Ioniq V 2026
Foto: Hyundai

Hyundai will Produktion und Modellangebot in den kommenden Jahren deutlich ausbauen und außerdem stärker auf Kooperationen mit Tech-Konzernen setzen. Wie das Unternehmen auf einem Investor Day in der koreanischen Hauptstadt Seoul ausführte, sollen bis 2030 weltweit mehr als 100 Modellneuheiten und Überarbeitungen an den Start gehen. Parallel soll der Jahresabsatz 2030 auf 5,55 Millionen Fahrzeuge steigen, während sich der Anteil elektrifizierter Modelle im Verkaufsmix auf 60 Prozent erhöht.

Europa bekommt 41 Neuheiten und Überarbeitungen

Bei der Produktoffensive setzt Hyundai regional unterschiedliche Schwerpunkte. Allein für Nordamerika sind 58 Neuheiten und Überarbeitungen vorgesehen, für Europa 41. Neben klassischen Pkw will Hyundai gezielt bislang schwach besetzte Marktsegmente erschließen. Dazu zählen unter anderem Pickups mit Leiterrahmen, leichte Nutzfahrzeuge sowie zusätzliche kleine SUV. Zu den unmittelbar bevorstehenden Neuheiten gehören etwa das bereits vorgestellte, rein elektrisch angetriebene Kompaktmodell Ioniq 3, ein neuer Tucson und ein speziell für Europa entwickeltes B-Segment-SUV.

Santa Fe kommt als EREV mit großer Reichweite

Antriebsseitig will Hyundai ebenfalls auf mehr Vielfalt setzen. In Europa wollen die Koreaner bis 2030 mit einem vollständig elektrifizierten Angebot 85 Prozent des Marktes abdecken. Der Elektroautoabsatz soll dabei von 116.000 Einheiten im Jahr 2025 auf mehr als 420.000 steigen. Auch das Hybridangebot wird erweitert. 2027 kommen erste EREV-Modelle, die primär elektrisch angetrieben werden, während der zusätzlich vorhandene Verbrennungsmotor als reichweitenverlängernder Stromgenerator fungiert. Den Anfang wird der neue Santa Fe als EREV mit annähernd 1.000 Kilometern Reichweite machen.

Genesis und N sollen deutlich wachsen

Parallel wird der Konzern seine Luxus- und Performance-Sparten ausbauen. Die Premiummarke Genesis soll mit dem neuen Flaggschiff GV90 sowie erstmals mit Hybrid- und EREV-Antrieben bis 2030 auf 350.000 Jahresverkäufe in mehr als 40 Märkten wachsen. Für die sportliche N-Reihe peilt Hyundai dann 100.000 Fahrzeuge pro Jahr an.

Hyundai baut Kooperationen mit Tech-Konzernen aus

Eine zunehmend wichtige Rolle sollen Partnerschaften außerhalb der klassischen Automotive-Sparte spielen. Noch 2026 werden erste Ioniq 5 als Robotaxis an Waymo geliefert. Bei automatisiertem Fahren kooperiert Hyundai zudem mit Chiphersteller Nvidia. In Kooperation mit dem indischen Zweiradkonzern TVS Motor sollen elektrische Dreiräder entstehen. Die Zusammenarbeit mit Amazon wird auf den Online-Autovertrieb, Alexa-Integration und Cloud- beziehungsweise KI-Dienste ausgeweitet. Schließlich will man ab 2028 humanoide Atlas-Roboter in Hyundai-Werken einsetzen, welche die mehrheitlich zum Hyundai-Konzern gehörende Robotikfirma Boston Dynamics produziert.

Hyundai schafft Kapazität für 1,27 Millionen Autos

Flankiert wird die Offensive von einem Ausbau der Produktion. Bis 2030 sollen weltweit Kapazitäten für zusätzliche 1,27 Millionen Fahrzeuge entstehen, davon 500.000 in Nordamerika. In den USA will Hyundai zudem den Anteil lokal beschaffter Teile auf mehr als 80 Proze…

Hinweis: Der letzte Absatz ist bereits in der bereitgestellten Ausgangsdatei nach „80 Proze“ abgeschnitten. Ich habe ihn deshalb bewusst nicht ergänzt oder rekonstruiert, da der Artikeltext laut Vorgabe nicht verändert werden darf.