Pascal Michaeli steht seit Kurzem an der Spitze von Nissan Deutschland und verantwortet damit die strategische Ausrichtung im Pkw- und Nutzfahrzeuggeschäft. Im Fokus stehen neue Elektromodelle, eine stärkere Position im B2B-Bereich sowie der Ausbau der Markenpräsenz. Für Flottenkunden spielen dabei nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Finanzierung, Service und Ladeinfrastruktur eine zentrale Rolle. Im Gespräch erklärt Michaeli, welche Bedeutung der neue Micra für gewerbliche Nutzer hat, wie Nissan seine Elektrostrategie weiterentwickelt – und welche Rolle Ladeleistung, Reichweite und Kundenanforderungen künftig spielen.
Herr Michaeli, Sie sind noch nicht lange als Geschäftsführer von Nissan Deutschland im Amt. Welche Themen stehen aktuell auf Ihrer Agenda bei Nissan Deutschland?
Ganz oben stehen unsere Produktneueinführungen. Nissan startet in Deutschland mit mehreren wichtigen Modellen ins Jahr, darunter der Micra, der neue Leaf und weitere elektrifizierte Fahrzeuge. Gleichzeitig geht es darum, die Markenbekanntheit zu stärken - im Privatkundengeschäft ebenso wie im gewerblichen Bereich. Dort spielen für uns Messen, digitale Kundenansprache, CRM und nicht zuletzt das Nutzfahrzeuggeschäft eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Kooperationen mit Aufbauherstellern und der Kommunalbereich, in dem Elektromobilität aus unserer Sicht weiter an Bedeutung gewinnt.
Welche Bedeutung hat der Nissan Micra für gewerbliche Flotten und B2B-Kunden?
Der Micra schließt für Nissan eine Lücke, die zuletzt nicht besetzt war - gerade im B2B-Bereich. Er ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen interessant, die ein kompaktes, vollelektrisches Fahrzeug mit alltagstauglichen Abmessungen suchen. Dazu kommt: Der Micra ist kein Nischenprodukt, sondern ein Modell mit klarer Relevanz für den deutschen Markt. Nissan bietet zudem Leasing- und Finanzierungsmodelle sowie flankierende Servicebausteine an, die gerade für gewerbliche Kunden wichtig sind.

Laden im Blick: Der Nissan Micra soll Elektromobilität einfacher machen – ein Punkt, der auch für Flotten und gewerbliche Nutzer entscheidend ist.
Wo sehen Sie die wichtigsten Unterschiede des Nissan Micra im Vergleich zum Wettbewerb im Elektro-Kleinwagensegment?
Der Micra soll sich nicht nur über einen attraktiven Einstiegspreis definieren, sondern über das Gesamtpaket. Dazu gehören ein eigenständiges Design, einfache elektrische Bedienbarkeit und eine intuitive Technik. Nissan betont darüber hinaus die hohe Kundenzufriedenheit, das Garantieversprechen und zusätzliche Planungssicherheit mit dem Nissan-More-Paket. Der Micra ist damit bewusst nicht als bloßer günstiger Einstiegstromer positioniert, sondern als rundes Angebot im Wettbewerb.
Welche Rolle spielt der Micra innerhalb der Elektrostrategie von Nissan in Deutschland?
Eine zentrale. Nissan versteht sich seit Jahren als Elektro-Pionier und baut sein Portfolio in Deutschland weiter aus - vom Micra über Townstar EV und Ariya bis zum neuen Leaf. In diesem Gefüge übernimmt der Micra eine Schlüsselrolle, weil er Nissan im elektrischen Kleinwagensegment zurückbringt und damit neue Zielgruppen erschließt. Gerade für Kunden, die ein kompaktes Elektroauto mit vertrautem Format suchen, soll er ein wichtiger Türöffner in die Elektromobilität sein.
Warum ist die Ladeleistung von bis zu 100 kW DC beim Nissan Micra für Flotten und Nutzer relevant?
Weil Ladegeschwindigkeit im Alltag ein zentrales Akzeptanzkriterium für Elektroautos ist. Der Micra lädt mit bis zu 100 kW DC, beide Batterievarianten sollen den Bereich von 15 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten schaffen. Für Nissan ist das wichtig, weil der Micra Elektromobilität möglichst einfach machen soll - auch für Kunden, die neu ins Elektroauto einsteigen. Schnelles Nachladen unterwegs reduziert Hürden und macht das Fahrzeug für Alltag, Außendienst und gemischte Nutzung deutlich attraktiver.










