Smart #2: Comeback des Zweisitzers

Interview mit Smart-Europachef Wolfgang Ufer
„Der Smart #2 gehört zur DNA der Marke“

Im Interview spricht Smart-Europa-Chef Wolfgang Ufer über das Comeback des #2, die Bedeutung Europas, treue Fortwo-Kunden und den Anspruch an einen kleinen Elektro-Stadtwagen.

Wolfgang Ufer steht vor einem Industriegebäude, fotografiert durch den Innenraum eines Fahrzeugs.
Foto: Smart

Smart hat gerade einen Klassiker wiederbelebt. Darüber sprachen wir mit Wolfgang Ufer, seit März Europa-Chef und vorher als CEO in Deutschland für die Einführung der neuen Modelle #1, #3 und #5 verantwortlich.

Warum ist der #2 für Smart so wichtig?

Weil der klassische Zweisitzer zur DNA der Marke gehört. Viele Kunden hätten in den letzten Jahren genau dieses Modell vermisst. Für Smart ist die Rückkehr deshalb nicht nur emotional, sondern auch strategisch wichtig.

Worin liegt die größte Herausforderung bei einem so kleinen Elektroauto?

Ein kompaktes Auto mit guter Reichweite, Sicherheit und moderner Technik zu bauen, ist anspruchsvoll. Genau darin besteht die Ingenieursleistung, die wir jetzt gemeistert haben.

Wie positioniert Smart das Auto preislich und wer ist die Zielgruppe?

Smart will kein Billigauto anbieten. Der #2 soll viele Zielgruppen ansprechen – vom jungen Fahrer bis zum älteren Stadtbewohner. Meine Mutter ist 86 und fährt noch immer ihren Fortwo. Die Nutzung reicht vom stylischen Zweitwagen bis zum praktischen City-Car als Erstfahrzeug. Gleichzeitig bewegt sich das Fahrzeug auf Premium-Niveau.

Was spricht derzeit für ein Auto mit nur zwei Sitzplätzen?

Der Wagen kehrt in ein Segment zurück, in dem es viele treue Bestandskunden gibt – vor allem in Europa. In Deutschland sind noch immer 350.000 Fortwo zugelassen. Gleichzeitig profitieren unsere neueren Modelle davon, wenn die Aufmerksamkeit für die Marke insgesamt steigt.

Ist Europa oder China der wichtigere Markt für dieses Auto?

Europa ist ganz klar der Heimatmarkt. Ohne Europa hätte es das Fahrzeug in dieser Form nicht gegeben. In China gibt es ebenfalls Interesse und positive Rückmeldungen aus dem Vertriebsnetz, aber in Europa ist die Historie des Zweisitzers besonders stark, und dort warten viele Kunden seit Jahren auf einen Nachfolger.

Welche Ausstattung und Assistenzsysteme sind geplant?

Smart will für dieses Fahrzeugsegment ein gutes Paket bieten, das Auto aber nicht überladen. Bestimmte aktuelle Komfort- und Sicherheitsfunktionen werden vorhanden sein. Natürlich kann der #2 nicht dieselbe Ausstattungsfülle wie größere Modelle bieten. Das Fahrzeug wird vernetzt und modern sein, aber seiner Klasse entsprechen.

Warum sollten Kunden einen #2 kaufen?

Es sind nicht allein die puren technischen Fakten. Es ist das Gesamtpaket: Qualität, die Zweifarblackierung, Kreativität im Design und eine Hochwertigkeit, die den früheren Fortwo schon ausgezeichnet hat. Genau diese Mischung wird auch den neuen #2 prägen.