Audi, BMW und Mercedes-Benz bleiben im YouGov-Automarkenranking 2026 die am besten bewerteten Marken in Deutschland. Die Abstände an der Spitze sind klein: Audi kommt auf einen Index-Score von 26,3 Punkten, BMW auf 25,2 Punkte, Mercedes-Benz auf 24,8 Punkte. Dahinter folgt Volkswagen mit 22,6 Punkten. Erst auf Rang fünf steht mit Toyota die erste nichtdeutsche Marke.
Top Ten der Automarken in Deutschland
Die Top Ten sind klar von etablierten Marken geprägt. Hinter Audi, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen folgen Toyota mit 18,0 Punkten, Skoda mit 17,6 Punkten und Volvo mit 15,8 Punkten. Porsche erreicht 13,5 Punkte, Hyundai 12,5 Punkte und Opel 12,1 Punkte.
Der Index von YouGov ist breiter angelegt als eine reine Sympathieabfrage. Er bildet das mittlere Abschneiden in sechs Dimensionen ab: allgemeiner Eindruck, Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenzufriedenheit, Weiterempfehlungsbereitschaft und Arbeitgeberimage. Die Daten wurden zwischen dem 1. April 2025 und dem 31. März 2026 erhoben. Einbezogen wurden Marken mit mindestens 300 Bewertungen, mindestens 183 Tracking-Tagen und laufender Erhebung.
Millennials und Gen X setzen auf Audi
Besonders deutlich sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. In der Gen Z, also bei Befragten ab Jahrgang 1997, liegt Audi mit 33,6 Punkten klar vorn. Das ist der höchste Einzelwert einer Marke über alle Generationen hinweg. Mercedes-Benz kommt in dieser Gruppe auf 28,9 Punkte, BMW auf 28,1 Punkte und Volkswagen auf 24,7 Punkte.
Auch bei den Millennials führt Audi. In der Altersgruppe der Jahrgänge 1981 bis 1996 erreicht die Marke 28,7 Punkte. Dahinter folgen BMW mit 26,4 Punkten sowie Mercedes-Benz und Volkswagen mit jeweils 23,5 Punkten. In der Gen X bleibt Audi ebenfalls knapp vorn: 23,7 Punkte stehen 23,5 Punkten für Mercedes-Benz und 23,1 Punkten für BMW gegenüber.
Mercedes-Benz führt bei Baby Boomers+
Erst bei den Baby Boomers+ dreht sich die Reihenfolge. Hier führt Mercedes-Benz mit 25,4 Punkten vor BMW mit 24,9 Punkten und Audi mit 23,4 Punkten. Für Dienstwagenprogramme mit Wahlmöglichkeiten ist das kein unwichtiger Befund: Die deutschen Premiummarken sind generationenübergreifend stark, aber nicht bei allen Altersgruppen gleich positioniert.
Die größte Bewegung zeigt sich nicht an der Spitze, sondern im Improver-Ranking. BYD verbessert seinen Index-Score um 2,0 Punkte – von minus 0,5 auf plus 1,5 Punkte. Damit liegt der chinesische Elektroautohersteller weiterhin weit hinter den etablierten Marken. Der Zuwachs ist dennoch der stärkste im Feld.
Toyota, Hyundai und Dacia legen zu
Auf BYD folgen Toyota mit einem Plus von 1,7 Punkten, Hyundai mit plus 1,5 Punkten und Dacia mit plus 1,4 Punkten. Audi verbessert sich um 1,1 Punkte und schafft es damit ebenfalls unter die fünf stärksten Aufsteiger. Danach folgen Nissan, Kia, BMW, Cupra und Fiat.
YouGov sieht die Entwicklung von BYD im Zusammenhang mit der stärkeren europäischen Präsenz der Marke. Die Verlaufsgrafik im Bericht zeigt zunächst einen Rückgang in Richtung 2025, danach eine Erholung und ab Ende 2025 eine klarere Aufwärtsbewegung. „Die starke Verbesserung von BYD zeigt, dass Elektromobilität und neue Player aus Asien zunehmend im Bewusstsein deutscher Verbraucher ankommen“, sagt Justus Riemann, Senior Business Development Manager bei YouGov.
Neben dem allgemeinen Markenindex hat YouGov auch die Consideration unter potenziellen Neuwagenkäufern untersucht. Gemeint sind Befragte, die voraussichtlich innerhalb der kommenden zwölf Monate einen Neuwagen kaufen wollen. Auch hier führt Audi: 36,5 Prozent würden die Marke in Betracht ziehen.
BMW kommt auf 34,3 Prozent, Volkswagen auf 31,7 Prozent und Mercedes-Benz auf 29,3 Prozent. Dahinter liegen Skoda mit 19,0 Prozent, Toyota mit 18,9 Prozent, Hyundai mit 17,0 Prozent, Volvo mit 15,7 Prozent, Ford mit 14,9 Prozent und Kia mit 13,3 Prozent.
Audi gewinnt bei Neuwagenkäufern
Interessant ist dabei auch die Dynamik. Audi legt bei potenziellen Neuwagenkäufern um 4,0 Prozentpunkte zu – von 32,5 auf 36,5 Prozent. Toyota verbessert sich um 3,8 Punkte, Honda um 2,6 Punkte, Land Rover um 2,3 Punkte und Peugeot um 2,1 Punkte. Mercedes-Benz kommt auf ein Plus von 1,8 Punkten, BMW auf 1,4 Punkte.
Der Bericht liefert außerdem Hinweise darauf, welche Fahrzeuge potenzielle Neuwagenkäufer suchen. Acht Prozent der Deutschen geben an, innerhalb der nächsten zwölf Monate wahrscheinlich einen Neuwagen kaufen zu wollen. Diese Gruppe ist überdurchschnittlich häufig männlich, vollzeitbeschäftigt und lebt öfter mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt.

Die YouGov Automotive-Rankings 2026 zeigen Audi vor BMW und Mercedes-Benz. Den größten Imagezuwachs im Index-Score verzeichnet BYD.
SUV vor Kombi und Kleinwagen
Beim Budget liegt der Schwerpunkt im mittleren bis gehobenen Bereich. 42 Prozent rechnen mit Ausgaben zwischen 30.001 und 60.000 Euro. 29 Prozent erwarten ein Budget zwischen 10.000 und 30.000 Euro, 19 Prozent mehr als 60.000 Euro. Drei Prozent liegen unter 10.000 Euro, sieben Prozent wissen es noch nicht.
Beim Fahrzeugtyp steht das SUV an erster Stelle. 28 Prozent der potenziellen Neuwagenkäufer nennen diese Karosserieform. Es folgen große Familienautos beziehungsweise Mittelklasse-Limousinen und Kombis mit 23 Prozent sowie Kleinwagen mit 20 Prozent.
Benziner bleibt meistgenannte Option
Bei den Antrieben bleibt der Benziner die meistgenannte Option. 50 Prozent der potenziellen Neuwagenkäufer würden einen Benziner in Betracht ziehen. Elektroautos kommen auf 37 Prozent, Plug-in-Hybride auf 26 Prozent, Diesel auf 25 Prozent und Vollhybride auf 23 Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich.
Jüngere Käufer bewerten Elektromobilität deutlich positiver. 66 Prozent der Gen Z und Millennials stimmen der Aussage zu, Elektroautos seien die Zukunft der Autoindustrie. Bei Gen X und Baby Boomers+ sind es 52 Prozent. Auch beim Thema Navigation ist der Unterschied groß: 66 Prozent der jüngeren Käufer sagen, sie könnten nicht ohne GPS im Auto leben. Bei den älteren sind es 37 Prozent.








