Reges Kommen und Gehen auf dem Parkplatz des Novina Hotels beim firmenauto test drive in Herzogenaurach. Rund 35 Teilnehmende waren ins Fränkische gekommen, um sich über neue Fahrzeuge und aktuelle Entwicklungen im Flottenmanagement zu informieren. Der Fokus – und das nicht ohne Grund – lag dabei auf der Elektromobilität. Denn die wird in Fuhrparks zunehmend zum Kostensenker.
Stark differierenden Ladekosten
Gesprächsbedarf gab es dabei unter anderem bei der Frage nach den durchaus stark differierenden Ladekosten. Im Gesamtkontext sparen aber selbst KMU schnell tausende Euro, was auch seitens der teilnehmenden Fuhrparkmanager bestätigt wurde. „Wir müssen die E-Mobilität auch in kleineren Handwerksbetrieben vorantreiben“, sagte etwa Guido Laubender, Fuhrparkleiter bei Haga Metalbau. Beim test drive zeigte er sich dabei vor allem von der Markenvielfalt der E-Autos begeistert, die es zu erfahren gab. „Für mich war aber auch ein Highlight, dass EnBW und UTA Edenred künftig kooperieren, sodass es dann nur noch ein Reporting braucht“, so Laubender weiter.
Elektromobilität wird zum Kostensenker
Zuvor hatte Peter Siegert, Account Manager Flotte Elektromobilität bei EnBW mobility+, versprochen, dass auch die „Ladeweile“ der Vergangenheit angehört. Auch weil durch eine weitere Kooperation, in dem Fall mit dem Lebensmittel-Einzelhändler Rewe, in vielen Fällen das Laden während des Einkaufs erledigt werden kann. Mittlerweile sind sogar Shops mit EnBW-Ladeparks in Autobahnnähe geplant. „Innerhalb eines Einkaufs von 20 Minuten ist die Batterie schon wieder gut voll“, erklärte Siegert.
Dienstwagen-Versteuerung pusht E-Autos
Wobei das öffentliche Laden gar nicht den Stellenwert einnimmt, der in der Öffentlichkeit oftmals vermittelt wird. Das berichtete Wolfgang Otto, Gebietsleitung Deutsche Leasing Mobility Region Süd. Aber aufgrund der 0,25-Prozent-Versteuerung von Dienstwagen wurde „die Elektromobilität extrem gepusht“. Das liege aber natürlich auch an der mittlerweile enormen Zahl von verfügbaren Modellen, wie sich auch an den Testwagen vor Ort zeigte. Otto geht davon aus, dass die nun kommenden Elektro-Kleinwagen den Privatsektor beflügeln. „Diesel und Benziner gehen zurück, Elektro wächst“, lautet seine Prognose. Als Full-Leasing-Anbieter habe die Sparkassen-Tochter in jedem Fall den Vorteil, dass man hinsichtlich der Marke auf die Wünsche der Kunden eingehen könne.
Laden wird für Flotten immer smarter
Doch was tun, wenn die Installation einer heimischen Wallbox nicht möglich ist? Für diesen Fall hat FIRMENLADEN die passende Lösung. Johann Kaemmer, CCO und Mitgründer des Start-ups aus Segnitz, zeigte gleich zwei Möglichkeiten auf. Ob mit einem intelligenten Ladekabel oder der sogenannten Auto-Cloud Solution, bei der sich das Fahrzeug über die VIN identifiziert. „Die Rückvergütung erfolgt dann anhand der Fahrzeugdaten“, erklärte Kaemmer. Mit unter anderem Knauf, Würth sowie Mann + Hummel haben die Unterfranken schon einige namhafte Unternehmen als Flottenkunden gewonnen.
Versteckte Kosten im Fuhrpark im Blick behalten
Natürlich bestimmen aber nicht nur die Fahrzeug- und Ladepreise die Kosten einer Flotte. Darauf wies Christian Reiter, Geschäftsführer von Carmacon und in seiner Eigenschaft Zertifizierter Fuhrparkmanager für Dekra, hin. Das Thema Restwerte sei zwar ebenfalls hinlänglich bekannt, die Verwaltungskosten habe hingegen kaum jemand im Blick. Diesen „unsichtbaren Kostenblock“ gelte es im Blick zu behalten und entsprechend darauf zu reagieren. „Elektrofahrzeuge sind zwar eine Herausforderung, aber auch eine Chance“, so sein Fazit.
Große Markenvielfalt sorgt für Gesprächsstoff
Mit André Köhler, Standortleiter der Dekra Akademie in Nürnberg, konnte ihm da nur beipflichten. Zugleich nutzte er die Möglichkeit, sich die Markenvielfalt anzuschauen. Mehr als einen zweiten Blick war ihm da die Geely-Tochter Zeekr wert, die mit dem Elektro-SUV 7X vertreten war. „Das erinnert mich an Volvo, allerdings mit einem anderen Preis-Leistungs-Verhältnis“, erklärte Köhler.
Netzwerken bleibt wichtiger Teil des Formats
Für Dr. Annika Jessat, Business Development Managerin bei BearingPoint, stand hingegen das Netzwerken im Vordergrund. „Ich komme von der Software-Seite und kümmere mich um die Prozessoptimierung bei Autohäusern“, berichtete sie. Doch nicht nur mit den Gesprächen vor Ort zeigte sie sich sichtlich zufrieden. Nach der Testfahrt mit einem der Elektrofahrzeuge erklärte sie lächelnd: „In dem Fahrzeug sehe ich mich in Zukunft.“
Neue Hersteller ins Flotten-Portfolio aufnehmen
Auch Michael Eber, Fuhrparkleiter bei Datev, lobte den firmenauto test drive als „innovatives Format“. „Das Gesamtpaket ist top und wir werden BYD in unser Markenportfolio aufnehmen“, so sein Fazit. Aber auch die Fahrzeuge anderer Marken seien eine Überlegung wert. Der einhellige Tenor: „Wo sonst kann man eine solche Vielfalt an Fahrzeugen testen und direkt miteinander vergleichen?“
Herbsttour des firmenauto test drive
Auch die Planung für den Herbst läuft bereits: Die Anmeldeoptionen für die firmenauto test drive Herbsttour im Oktober sind geöffnet. Wer aktuelle Fahrzeuge im direkten Vergleich erleben und neue Impulse für den Fuhrpark mitnehmen möchte, kann sich hier anmelden:









