Was sofort auffällt: Die Wiedergeburt des gar nicht mehr hässlichen Entleins ist einen Tick kleiner ausgefallen als das Original. Statt zuletzt 3,83 Meter ist sie 3,76 Meter lang. Dabei sind die Proportionen weitgehend gleichgeblieben. Die Ente bleibt sich treu, aber in zeitgemäßer Form. Die drehbaren Türgriffe, der Kofferraumgriff, das manuell zu betätigenden Rolldach – all das weckt sofort Erinnerungen ans Original, ohne es allzu aufdringlich zu kopieren. Ein Muss für das Entwicklungsteam war das Rolldach, das die neue Ente wie ihre Vorgängerin in ein Beinahe-Cabrio verwandelt.
Innen überrascht die Ente mit ungewöhnlichen Ideen
Wer sich unter dem runden Türholm auf die 3D-gedruckte vordere Sitzbank schwingt, landet in einer farbenfrohen, praxisorientierten Entenwelt mit witzigen Gimmicks. Die Inneneinrichtung ist schlicht gehalten, auch räumlich aufs Wesentliche reduziert und ermöglicht so ein sehr luftiges Raumgefühl. Fürs Infotainment und die Einstellungen ein acht Zoll großer Touchscreen zuständig, im Sichtfeld der Pilotin oder des Piloten ist noch Platz für ein Mini-Display mit Lupentacho, Ladestands- und Temperaturanzeige und Navi-Karte. Die Bedienelemente sitzen an einem an die Lenksäule angeflanschten Zylinder, der Gangwahlhebel erinnert an die Krückstock-Schaltung der alten Ente.
Citroëns ehrgeiziger Plan
Deren Nachfolger soll innerhalb der nächsten zwei Jahre eines der ersten Modelle in der neuen Wagenklasse M1E sein. Wichtigste Voraussetzungen: Länge bis 4,20 Meter, Erfüllung der Pkw-Sicherheitsstandards und Crash-Normen der Klasse M1. Das Ziel: Vollwertige und trotzdem preiswerte E-Autos aus EU-Landen zu Preisen um die 15.000 Euro (12.605 Euro netto). Diesen Einstiegspreis peilt auch Citroën mit seinem Retro-Charmeur an. Technische Details gibt es bisher praktisch noch nicht. Klar ist damit aber, dass bei Akku, Reichweite und Fahrleistungen des neuen 2CV keine Höchstleistungen angepeilt werden. Er ist als typischer City- und Vorort-Flitzer ausgelegt.
Auch die Fourgonnette soll zurückkehren
Nach dem ersten Kennenlernen der Enten-Prototypen – auch einen Kastenwagen namens Fourgonnette wird Citroën wieder auf die Räder stellen – stellt sich schnell die Erkenntnis ein: Der neue Kleine ist Retro, aber nicht übertrieben, er ist witzig, pfiffig, praktisch – und erschwinglich. Man muss kein Prophet sein, um ihn nach der ersten Enthüllung auf der Paris Auto Show (12. bis 18. Oktober) eine steile Karriere vorherzusagen.







