Ford Ranger PHEV im Bergwacht-Praxistest

Plug-in-Pick-up im Berg-Praxistest
Ford Ranger PHEV bei der Bergwacht

Steile Pässe, Schnee und schwere Lasten: Die Bergwacht Bayern testet den Ford Ranger Plug-in-Hybrid. Im Fokus stehen Zugkraft, E-Reichweite und Bordstrom.

Ford Ranger Plug-in-Hybrid mit Einsatzkennzeichnung im Schnee auf einer Bergstraße in den Alpen.
Foto: Ford

Elektro- und Plug-in-Technik im Nutzfahrzeug muss sich dort bewähren, wo Zeitdruck, Topografie und Witterung keine Kompromisse erlauben. Genau diesen Ansatz verfolgt die aktuelle Erprobung des Ford Ranger Plug-in-Hybrid bei der Bergwacht Bayern. Der elektrifizierte Pick-up wird für mehrere Monate im regulären Übungs- und Transportbetrieb eingesetzt – fernab befestigter Straßen und unter winterlichen Bedingungen.

Transportaufgaben und Anhängerbetrieb im Fokus

Im Mittelpunkt der Erprobung stehen klassische Aufgaben der Bergrettung: Materialtransport, Anhängerbetrieb und das Erreichen abgelegener Einsatzorte. Der Ranger Plug-in-Hybrid zieht dabei auch schwere Anhänger mit Ausrüstung oder ATV über steile, verschneite Passagen. Die zulässige Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen bleibt trotz Elektrifizierung erhalten – ein entscheidendes Kriterium für Rettungsorganisationen und gewerbliche Nutzer mit ähnlichen Einsatzprofilen.

Zwei Mitglieder der Bergwacht Bayern stehen vor einem Ford Ranger Plug-in-Hybrid in verschneiter Alpenlandschaft.
Ford

Feedback aus erster Hand: Till Gudelius (re.) und Oliver Nußbaum von der Bergwacht Bayern testen den Ford Ranger Plug-in-Hybrid unter extremen Bedingungen.

Elektrisch unterwegs – ohne Abstriche im Gelände

Auf kürzeren Strecken im Einsatzgebiet kann der Pick-up rein elektrisch fahren. Die elektrische Reichweite liegt nach WLTP bei bis zu 43 Kilometern, was leise Fahrten auf sensiblen Wald- und Zufahrtswegen ermöglicht. Gleichzeitig bleibt die Geländetauglichkeit unangetastet: Der elektrische Zusatzantrieb liefert ein hohes Systemdrehmoment, das insbesondere beim Anfahren am Berg und unter Last Vorteile bringt.

Bordstrom als praktischer Mehrwert

Ein zentrales Ausstattungsmerkmal im Testbetrieb ist das Pro-Power-Onboard-System. Über Steckdosen im Laderaum lassen sich elektrische Geräte direkt am Fahrzeug betreiben oder laden. In der Praxis nutzt die Bergwacht diese Funktion unter anderem für akkubetriebene Werkzeuge, die bei Rettungsübungen und technischen Einsätzen benötigt werden. Für Flottenbetreiber ist das ein Beispiel dafür, wie Bordstromlösungen zusätzliche Fahrzeuge oder Generatoren ersetzen können.

Ford Ranger Plug-in-Hybrid der Bergwacht Bayern auf verschneiter Bergstraße nahe einem Gipfelkreuz.
Ford

Steil, schmal, verschneit: Der elektrifizierte Pick-up bewältigt Zufahrten, die für normale Transporter enden.

Anpassungen für den Rettungsdienst

Das Testfahrzeug wurde für die Erprobung einsatzgerecht konfiguriert. Dazu zählen ein Hardtop mit Auszugssystem und Stauboxen zur schnellen Organisation der Ausrüstung sowie eine mobile Sondersignalanlage und Funktechnik. Solche Auf- und Umbauten erfolgen in Zusammenarbeit mit den Partnern von Ford Pro und sind auch für andere Branchen relevant – etwa Bau, Forst oder Energieversorgung.

Rückschlüsse für Flotten und Spezialfahrzeuge

Aus Herstellersicht dienen Praxistests wie dieser dazu, Rückmeldungen aus anspruchsvollen Einsatzfeldern zu sammeln. Die Erfahrungen der Bergwacht Bayern sollen in die Weiterentwicklung von elektrifizierten Nutzfahrzeugen und branchenspezifischen Lösungen einfließen. Für Flottenverantwortliche liefert der Test Hinweise darauf, in welchen Szenarien Plug-in-Hybrid-Pick-ups bereits heute eine Alternative zu konventionellen Antrieben darstellen können.