Premiere Kia EV2: neuer Elektro-SUV fürs B-Segment

Kompakt, elektrisch, europäisch
Kia EV2 bringt Bewegung ins B-Segment

Mit dem EV2 positioniert Kia einen kompakten Elektro-SUV für Europa. Raumkonzept, Ladeoptionen und Technik zielen auf neue Nutzergruppen – und rücken auch städtische Flotten in den Fokus. Alle Fakten mit großer Bildergalerie.

Frontansicht des Kia EV2 in hellblauer Lackierung im Studio mit LED-Lichtsignatur und Modellbezeichnung EV2.
Foto: Kia

Dass City-Stromer der Viermeterklasse mehr als überfällig sind, wissen nicht nur die Strategen bei Kia. Auch andere Hersteller entwickeln derzeit, was das Zeug hält. Angetrieben durch die Urbanisierung und Umweltregularien steigt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im wichtigen europäischen B-Segment weiter an.

EV2 rundet Kias Elektro-Portfolio nach unten ab

Nach EV6, EV9, EV5, EV3 und EV4 rundet Kia mit dem EV2 sein BEV-Portfolio nach unten ab. Das kleine SUV misst lediglich 4,06 Meter und tummelt sich damit in einer Klasse, in der bereits der Jeep Avenger, der Fiat Grande Panda und der Renault 4 E-Tech unterwegs sind. VW will noch in diesem Jahr mit dem ID.Cross ebenfalls in dieses Segment einsteigen.

Entwicklung und Produktion für Europa

"Wir wollen Elektromobilität einem breiten Publikum zugänglich machen – ohne Kompromisse", so Marc Hedrich, Präsident und CEO von Kia Europe, und ließ den EV2 in Rüsselsheim speziell für den europäischen Markt entwickeln. Da ist es fast schon logisch, dass das Auto auch in Europa gebaut wird. Ab Februar startet die Produktion in dem bekannten Werk Zilina in der Slowakei, wo auch der EV4 vom Band läuft.

Seitenansicht des Kia EV2 im Studio mit zweifarbiger Optik, schwarzen Radläufen und markanter Schulterlinie.
Kia

Das kleine SUV misst lediglich 4,06 Meter und tummelt sich damit in einer Klasse, in der bereits der Jeep Avenger, der Fiat Grande Panda und der Renault 4 E-Tech unterwegs sind.

Flexibles Raumkonzept trotz kompakter Maße

Beim Design des EV2 folgt Kia seiner sogenannten Philosophie "Opposite United", was mit "Vereinte Gegensätze" übersetzt werden kann. Wie auch immer, der Fokus lag hierbei stark auf Alltags-Vielseitigkeit und effizienter Raumausnutzung. Dazu gehören vor allem die längst verschiebbaren Rücksitze. Sind sie ganz zurückgefahren, erreicht der EV2 die größte Beinfreiheit seiner Klasse. Umgekehrt: Weit nach vorn geschoben, erweitert dies den Kofferraum auf üppige 403 Liter. Die Entwickler fanden sogar vorn unter der Haube noch Platz für einen 15 Liter großen "Frunk". Er eignet sich bestens zur Aufnahme des Ladekabels.

Zwei Batterieoptionen für unterschiedliche Reichweiten

Strom fließt in der Basisversion in eine 42,2-kWh-Batterie. Sie liefert im besten Fall Energie für eine Reichweite von 317 Kilometern. Wer sich für die Long-Range-Variante des EV2 entscheidet, erhält einen Hochvoltspeicher mit 61 kWh und entsprechend mehr Aktionsradius. Kia verspricht bis zu 448 Kilometer. Geht es unterwegs an eine DC-Schnellladesäule, lässt sich der Akku mit bis zu 120 kW Leistung befüllen. So schafft man 80 Prozent der Kapazität in gut einer halben Stunde.

Schrägansicht des Kia EV2 von hinten im Studio mit Kia Schriftzug, EV2 Badge und markanter Rückleuchten-Grafik.
Kia

Beim Design des EV2 folgt Kia seiner sogenannten Philosophie "Opposite United", was mit "Vereinte Gegensätze" übersetzt werden kann.

Ungewöhnlich starke Ladeoptionen im B-Segment

Zudem bietet Kia erstmals einen On-Board-Charger fürs AC-Laden mit 11 und 22 kW an, was im B-Segment die absolute Ausnahme darstellt. Fast überflüssig zu erwähnen, dass der EV2 über einen Routen-Planer, Plug & Charge und über bidirektionales Laden V2L und V2G verfügt ebenfalls alles andere als selbstverständlich in dieser Fahrzeugklasse.

Innenraum mit Technik- und Nachhaltigkeitsfokus

Das gilt auch für den Innenraum, eingerichtet mit wohnlichen Stoffen und diversen Bio- und Recycling-Materialien. Nicht nur Technik-Freaks dürften Gefallen an den drei Displays finden, den 12,3 Zoll großen hinter dem Lenkrad, den 5,3 Zoll kleinen für die Klimatisierung sowie den ebenfalls 12,3 Zoll großen Touchscreen in der Armaturenbrettmitte.

Cockpit des Kia EV2 mit Lenkrad, digitalem Kombiinstrument, zentralem Display und durchgehender Lichtleiste im Armaturenbrett.
Kia

Nicht nur Technik-Freaks dürften Gefallen an den drei Displays finden.

Assistenzsysteme aus höheren Fahrzeugklassen

Und da die EV2-Plattform mit Kias modernster Elektronik-Architektur aufwartet, kann der Kunde ein ganzes Bündel an Assistenzsystemen nutzen, von denen manche normalerweise erst in der Mittel- und Oberklasse zu finden sind, wie zum Beispiel das Ein- und Ausparken, ferngesteuert von außen übers Handy.

Preispositionierung noch offen

Den Preis für den EV2 verrät Kia bislang nicht. Branchenkenner erwarten jedoch, dass die Koreaner sich hier hauptsächlich am Renault 4 E-Tech orientieren werden, der ab 29.500 Euro zu haben ist. Gut möglich, dass der EV2 den Franzosen noch unterbieten wird.