Mercedes erweitert sein Ladeangebot um zwei Dienste für das intelligente Laden zu Hause. Für das Basisangebot ist lediglich ein dynamischer Stromtarif eines beliebigen Versorgers nötig, im anderen Fall muss die Energie über den Autobauer bezogen werden. Dabei soll das Einsparpotenzial besonders hoch sein.
Börsenpreise bestimmen den Ladezeitpunkt
Die Variante „MB.Charge Home Dynamic“ richtet sich an Kunden, die bereits einen beliebigen dynamischen Stromvertrag nutzen. Sie geben in der Mercedes-App lediglich gewünschte Abfahrtszeit und Ziel-Ladestand vor, das Auto passt seine Ladestrategie dann an die aktuellen Börsenpreise an.
Fester Strompreis, 10 Cent Gutschrift – und einige Hürden
Einen Schritt weiter geht die Variante „MB.Charge Home Intelligent“, die die automatische Ladesteuerung mit einem Stromvertrag von Mercedes-Partner The Mobility House Energy ergänzt. Der Strompreis selbst ist für zwölf Monate fest, für flexibel verschobene Ladevorgänge gibt es derzeit jedoch eine Gutschrift von 10 Cent je Kilowattstunde. Voraussetzung sind unter anderem ein Smart Meter, eine geeignete Wallbox und ein kompatibles Fahrzeug. Die ersten 1.000 Kunden erhalten zudem 80 Euro Guthaben für öffentliches Laden. Haushalte mit einer Photovoltaikanlage, die ihren Solarstrom selbst nutzen, können das Angebot zunächst nicht verwenden.
Diese Mercedes-Modelle sind kompatibel
Nutzen können die Dienste Fahrer diverser E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Modelle, darunter die jüngsten Generationen von S-Klasse, GLE und C-Klasse als Plug-in-Hybrid sowie elektrische Modelle wie CLA, GLC, GLB, GLA und der überarbeitete EQS. Weitere Baureihen sollen folgen.
Elli, E.ON, BMW: Mercedes ist mit der Idee nicht allein
Grundsätzlich ist ein solches sogenanntes Smart Charging kein Mercedes-Alleinstellungsmerkmal. Volkswagen bietet über seine Tochter Elli bereits einen dynamischen Stromtarif an, der zusammen mit der Wallbox Charger 2 automatisch günstige Ladezeiten nutzen kann. Auch BMW und E.ON haben ein preisoptimiertes Laden mit speziellem Stromtarif im Programm. Darüber hinaus bieten beide Unternehmen auch echte V2G-Tarife, bei dem die Traktionsbatterie Strom wieder ins Netz abgibt. Volkswagen hat einen vergleichbaren Dienst für Ende des Jahres angekündigt.







