Wer regelmäßig mehr als fünf Menschen transportiert, muss nicht gleich zum klassischen Kleinbus greifen. Erfahren Sie hier alles über die wichtigsten Alternativen mit sieben Sitzen im Überblick.
Kia EV9: Elektro-SUV mit 800 Volt und über 2.300 Litern Stauraum
Zu den größten Siebensitzern diesseits der Kleinbus-Klasse zählt der Kia EV9. Der 5,01 Meter lange Elektro-SUV bietet serienmäßig sieben Sitze und auch in der dritten Reihe ordentlich Platz. In der Basisversion Air kostet er 53.529 Euro (alle Preise netto). Dafür gibt es Heckantrieb mit 160 kW/218 PS, eine 76,1-kWh-Batterie und bis zu 443 Kilometer Reichweite. Wer häufiger lange Strecken fährt, kann zum 99,8-kWh-Akku greifen, mit dem Crossover bis zu 563 Kilometer weit kommt. Zu den Stärken des Kia zählt vor allem die 800-Volt-Technik, die hohes Ladetempo und kurze Stopps ermöglicht. Ebenfalls familientauglich: Bei umgeklappten hinteren Sitzreihen fasst der EV9 mehr als 2.300 Liter Gepäck, die Allradvarianten dürfen bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Optional lässt sich der große Koreaner zudem als Sechssitzer mit zwei Einzelsitzen in Reihe zwei konfigurieren.
Dacia Jogger: Der günstigste Siebensitzer fährt mit Autogas
Günstiger lässt sich ein Neuwagen mit sieben Sitzen derzeit nicht bekommen. Der Dacia Jogger startet in der Siebensitzer-Ausführung bei 16.966 Euro, wird dann von einem 90 kW/122 PS starken Autogasmotor angetrieben, der vor allem bei hoher Fahrleistung gegenüber einem reinen Benziner deutlich Geld spart. Das Raumangebot ist angesichts von lediglich 4,55 Metern Außenlänge beachtlich, Wunder sollte man in Reihe drei aber nicht erwarten. Für Kinder und gelegentliche Mitfahrer reicht der aber aus. Praktisch: Die beiden hintersten Sitze lassen sich einzeln ausbauen. Alternativ zum LPG-Antrieb gibt es einen reinen Benziner und einen Vollhybrid.

Der Dacia Jogger ist der Preisbrecher unter den Siebensitzern.
Opel Frontera: Sieben Sitze nur ohne Elektroantrieb
Mit 4,39 Metern ist der Frontera einer der kürzesten Siebensitzer auf dem Markt. Entsprechend knapp fällt die dritte Reihe aus – sie ist eher Kinder- als Erwachsenenabteil. Dafür bleibt der Opel handlicher als die meisten Familien-SUV mit drei Sitzreihen. Aktuell gibt es die sieben Sitze nur für die mild hybridisierten Benziner-Varianten in den Ausstattungslinien GS und Ultimate, die Elektro-Variante ist nur als Fünfsitzer zu haben. Günstigster Einstieg ist der 81 kW/110 PS starke Frontera Hybrid GS, der inklusive 7-Sitzer-Paket für 24.286 Euro zu haben ist.
Skoda Peaq: Die dritte Reihe kostet 521 Euro extra
Das neue Elektro-Flaggschiff der VW-Tochter ist fast 4,90 Meter lang und nutzt seinen knapp drei Meter langen Radstand für reichlich Innenraum. Serienmäßig kommt der Peaq mit fünf Sitzen, die dritte Reihe kostet unabhängig von der Ausstattung 521 Euro. Damit startet der Siebensitzer bei 42.765 Euro für die Ausführung Peaq 60 mit 150 kW/204 PS und 456 Kilometern Reichweite. Familien mit höherem Langstreckenanteil dürfte eher der Peaq 90 interessieren: Er bietet 210 kW/286 PS und bis zu 642 Kilometer Reichweite. Als Siebensitzer kostet er mindestens 49.496 Euro. Bei voller Bestuhlung bleiben 299 Liter Gepäckraum, werden die hinteren Sitze versenkt, wächst das Ladeabteil deutlich.
Mazda CX-80: Plug-in-Hybrid oder Sechszylinder-Diesel
Sieben Sitze gehören beim fünf Meter langen Schwestermodell des CX-60 zum Konzept, alternativ gibt es sechssitzige Versionen mit zwei komfortableren Einzelsitzen in Reihe zwei. Der Innenraum ist filigran und edel gestaltet – Mazda unterstreicht dort seinen gehobenen Anspruch mit edlem Design, feiner Verarbeitung und wertigen Materialien. Schicker bekommt man das nur bei den Premiumherstellern. Aktuell kostet der CX-80 mindestens 57.550 Euro. Dafür gibt es den 241 kW/327 PS starken Plug-in-Hybrid mit 2,5-Liter-Vierzylinder, Allrad und Achtgangautomatik. Wer häufig lange Strecken fährt oder schwere Anhänger zieht, kann zum 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel mit 187 kW/254 PS greifen. Er startet bei 51.471 Euro.
Hyundai Santa Fe: Sieben Sitze gibt es nur noch mit Allrad
Der kantige Santa Fe gehört mit 4,83 Metern zu den ausgewachsenen Familien-SUV. Sein Vorteil liegt weniger in maximaler Außenlänge als in der konsequent auf Raum getrimmten Karosserie. Auch die dritte Reihe ist für mehr als den gelegentlichen Kindertransport brauchbar. Hyundai bietet fünf, sechs oder sieben Sitze an, hat die Variantenstruktur zuletzt aber verändert: Der günstigste Siebensitzer ist aktuell der 176 kW/239 PS starke Vollhybrid mit Allrad in der Ausstattung Signature für 53.739 Euro. Ein siebensitziger Fronttriebler findet sich in der aktuellen Preisliste nicht mehr. Der Plug-in-Hybrid mit 212 kW/288 PS kostet mit sieben Plätzen mindestens 55.840 Euro.
Mercedes GLB: Dritte Reihe gegen Aufpreis, auch als Elektroauto
Der GLB ist der große Bruder des Kompakt-Crossovers GLA – und stößt mit 4,73 Metern schon in die SUV-Mittelkasse vor. Zwei zusätzliche Plätze in Reihe drei gibt es trotzdem nur gegen Aufpreis. Über ein Easy-Entry-System gelangt man nach hinten, die zweite Sitzreihe lässt sich zudem längs verschieben, um je nach Bedarf mehr Bein- oder Gepäckraum zu schaffen. Für Erwachsene bleibt die dritte Reihe trotzdem eher eine Lösung für kürzere Strecken. Antriebsseitig gibt es den GLB sowohl als Benziner mit Hybridtechnik als auch vollelektrisch. Der GLB 180 startet mit dritter Sitzreihe bei 40.420 Euro, die Elektrovariante bei gut 43.697 Euro.











