Kia bietet seinen elektrischen Kleinbus PV5 nun in einer weiteren rollstuhlgerechten Version (WAV, „Wheelchair Accessible Vehicle") an. Der 4,70 Meter lange Stromer verfügt über eine seitliche, zweistufig ausziehbare Auffahrrampe, die Rollstuhlfahrern den Zugang ins Fahrzeug direkt vom Straßenrand oder Gehweg aus ermöglicht. Die teleskopartige Rampe steckt in einem Zwischenboden und lässt sich je nach Bordsteinhöhe manuell auf 1,25 oder bis zu 1,75 Meter ausziehen.
Rollstuhl ersetzt die zweite Sitzreihe
Im Fond sorgt ein integriertes Verzurrsystem für die sichere Positionierung des Rollstuhls. Dieser nimmt den Platz der ursprünglichen zweiten Sitzreihe ein, die in der WAV-Variante in die dritte Reihe verschoben ist. Die rechte Rückbank lässt sich hochklappen, links bleibt ein Sitzplatz für eine Begleitperson erhalten. Dahinter fasst der Gepäckraum 350 Liter. Ohne Rollstuhl fungiert der PV5 WAV als regulärer Fünfsitzer mit dreisitziger Rückbank.
Das kostet der Kia PV5 WAV
Die Preise beginnen bei 37.765 Euro (alle Preise netto) für die Ausstattungslinie Plus mit 51,5-kWh-Akku, mit dem größeren 71,2-kWh-Akku kostet die Basisversion ab 41.126 Euro. Neben Plus steht auch die höherwertige Linie Elite zur Wahl. Zur Serienausstattung zählen unter anderem eine elektrische Schiebetür rechts, eine 230-Volt-Steckdose, Navigationssystem, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer, Smart-Key sowie eine Wärmepumpe.

Im Fond sorgt ein integriertes Verzurrsystem für die sichere Positionierung des Rollstuhls.
Drei Umrüster mit eigenen Rollstuhllösungen
Weitere Rollstuhl-Umbauten des PV5 bieten die Umrüster AMF-Bruns, Schnierle und Mobitec an. Bei der AMF-Bruns-Version erfolgt der Zugang über das Heck mit ausklappbarer Rampe. Je nach Sitzkonfiguration bietet der Innenraum Platz für einen Rollstuhlfahrer und fünf weitere Insassen oder, ohne Rollstuhl, für bis zu sieben Personen.
Der Umbau von Schnierle nutzt ein in den Kabinenboden integriertes Schienensystem, auf dem sich verschiedene Sitztypen – etwa Klapp- oder Drehsitze – variabel positionieren lassen. Für den Rollstuhltransport wird ein modulares Rückhaltesystem in den Bodenschienen befestigt, der Zugang erfolgt über eine seitliche Rampe.
Mobitec schafft 89 Zentimeter Auffahrbreite
Mobitec setzt bei seinem Umbau auf einen besonders breiten Heckausschnitt, der eine Auffahrbreite von 89 Zentimetern erlaubt. Die originale Rücksitzbank bleibt erhalten, sodass neben dem Rollstuhlfahrer fünf weitere Insassen mitfahren können.
Wann die Umbauten bestellbar sind
Die AMF-Bruns-Variante kann bereits geordert werden. Die Versionen von Schnierle und Mobitec sollen ab September bzw. Herbst bestellbar sein.







