Kratzer nach der Probefahrt, eine Delle am Werkstattwagen oder ein Felgenschaden nach der Rückgabe: Kleinere Schäden führen schnell zu Diskussionen. Fehlt eine belastbare Dokumentation vor und nach der Nutzung, bleiben Reparaturen oft beim Unternehmen hängen. autosecure bietet dafür einen automatisierten Fahrzeugsanner an.

Der Autoscanner von autosecure erfasst Fahrzeuge beim Passieren in Schrittgeschwindigkeit. Mehrere Kameras und LED-Beleuchtung sollen äußere Schäden dokumentieren.
4K-Kameras erfassen Ein- und Ausfahrten
Das System erfasst den äußeren Zustand von Fahrzeugen beim Ein- und Ausfahren und vergleicht die Aufnahmen mit früheren Scans. Laut autosecure besteht die Lösung aus zwei Edelstahlsäulen mit jeweils drei 4K-Kameras. Eine zusätzliche Kamera erfasst das Kennzeichen, integrierte LEDs sollen gleichmäßige Lichtverhältnisse schaffen. Der Scan erfolgt beim Passieren in Schrittgeschwindigkeit und läuft automatisiert ab.
Bilder und Videos werden mit Zeitstempel versehen und über die Kennzeichenerkennung einem Fahrzeug zugeordnet. Bei neuen Schäden lassen sich frühere und aktuelle Aufnahmen vergleichen. Das soll helfen, Reklamationen schneller zu klären und den Zustand von Kundenfahrzeugen, Werkstattersatzwagen, Mietfahrzeugen oder Vorführwagen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Auswertung per Portal oder Livestream
Nach Angaben des Unternehmens erkennt das System äußere Merkmale, vermerkt Schäden und gleicht diese mit vorherigen Auswertungen ab. Bei einem neuen Mangel soll zudem ein Wertminderungsgutachten erstellt werden. Die Auswertung ist laut autosecure per Tablet, Smartphone oder Computer möglich. Die Daten werden entweder als Live-Stream bereitgestellt oder in einem gesicherten Kundenbereich gespeichert.
Auf Nachfrage erklärt autosecure, dass die verbauten 4K-Kameras auch kleinere Schäden wie Kratzer, Dellen oder Felgenschäden erfassen sollen. Die LED-Beleuchtung soll schwierige Lichtverhältnisse ausgleichen. Bei Regen oder leichter Verschmutzung sei die Erkennung in vielen Fällen weiterhin möglich. Grenzen sieht das Unternehmen bei starker Verschmutzung – ähnlich wie bei einer klassischen Sichtprüfung.
Datenschutz bei Kennzeichen und Zeitstempel
Beim Datenschutz verweist autosecure auf eine DSGVO-konforme Auslegung des Systems. Dazu gehörten definierte Speicherfristen, transparente Datenerfassung und Hinweise direkt am System. Relevant ist das, weil Kennzeichen, Zeitstempel und je nach Prozess auch Fahrerzuordnungen verarbeitet werden können.
Eine pauschale Grenze, ab welcher Nutzungszahl sich der Scanner lohnt, nennt autosecure nicht. Entscheidend sei, wie viele Schäden bisher auf Kulanz reguliert werden – etwa bei Kundenfahrzeugen, Mietfahrzeugen, Vorführwagen oder im eigenen Bestand. Die monatliche Leasingrate beginnt laut Pressemitteilung bei 290 Euro. Das Unternehmen verweist darauf, dass sich der Einsatz bereits nach wenigen vermiedenen Kulanzreparaturen amortisieren könne.







