Öffentliches Laden ist für Fuhrparks selten nur eine Frage der Reichweite. Entscheidend wird, was der einzelne Ladevorgang kostet, wie zuverlässig die Karte funktioniert und wie sauber sich die Kosten später zuordnen lassen. Digital Charging Solutions will den Ladeservice Charge Now deshalb stärker über feste Partnerkonditionen strukturieren.
Charge Now startet Partnernetz
DCS führt dafür ein Preferred Partner Network in 19 europäischen Märkten ein. Dazu gehören unter anderem Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Polen, Schweden und die Schweiz. Nutzer von Charge Now sollen an ausgewählten Ladepunkten der Partner zu festgelegten Konditionen laden können.
In Deutschland bietet Charge Now künftig zwei Tarifmodelle an: Urban und Prime. Der Urban-Tarif kommt ohne monatliche Grundgebühr, dafür fällt eine Aktivierungsgebühr von 9,90 Euro an. Beim Prime-Tarif beträgt die monatliche Grundgebühr 9,99 Euro. Eine Aktivierungsgebühr wird laut Mitteilung nicht berechnet.
Zwei Tarife, zwei Preislogiken
Im Urban-Tarif gelten außerhalb des Preferred Partner Network flexible Preise für AC- und DC-Laden. Bei Preferred Partnern nennt DCS 0,49 Euro pro Kilowattstunde für AC-Laden und 0,69 Euro pro Kilowattstunde für DC-Laden. Der Tarif dürfte damit eher für Nutzer interessant sein, die nicht ständig öffentlich laden, aber bei ausgewählten Partnern berechenbare Preise haben wollen.
Der Prime-Tarif arbeitet anders. Hier liegt der Preis bei 0,59 Euro pro Kilowattstunde für AC-Laden und 0,69 Euro pro Kilowattstunde für DC-Laden. Bei Preferred-Partnern liegen die genannten Preise niedriger: 0,39 Euro pro Kilowattstunde für AC und 0,55 Euro pro Kilowattstunde für DC. Für Viellader kann die monatliche Grundgebühr damit rechnerisch interessanter werden.
Blockiergebühren fallen nach einer Stunde bzw. drei Stunden an
Neben den Kilowattstundenpreisen nennt DCS auch zeitabhängige Gebühren. Im Prime-Tarif fallen nach 180 Minuten beim AC-Laden und nach 60 Minuten beim DC-Laden jeweils 0,09 Euro pro Minute an. Im Urban-Tarif nennt DCS bei Preferred-Partnern 0,12 Euro pro Minute nach 180 Minuten AC-Laden beziehungsweise nach 60 Minuten DC-Laden.
Für Unternehmen könnte vor allem die in Charge Now integrierte Flottenlösung relevant sein. Sie richtet sich an Betriebe mit bis zu 200 Elektrofahrzeugen. Flottenverantwortliche könnten ihre E-Autos damit über eine gemeinsame Plattform verwalten. Für die Einrichtung des Flottenmanager-Kontos sollen keine zusätzlichen Kosten anfallen.
Zur Lösung gehört außerdem eine monatliche Sammelrechnung. Das würde die Abrechnung öffentlicher Ladevorgänge erleichtern, wenn mehrere Fahrer, Fahrzeuge und Ladeprofile zusammenkommen.
Mischflotten als Zielgruppe
Die Flottenlösung soll auch für gemischte Fahrzeugpools nutzbar sein. Damit richtet sich Charge Now nicht nur an Unternehmen mit einheitlichen Markenflotten, sondern auch an Betriebe, die Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller einsetzen. DCS nennt außerdem eine einheitliche Plattform für die Verwaltung von bis zu 200 Elektrofahrzeugen sowie eine monatliche Sammelrechnung.






