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Markenausblick Toyota

Was die Japaner für die Zukunft planen

Toyota RAV4 2019 Foto: Toyota 3 Bilder

Toyota verabschiedet sich weiter vom Diesel und setzt konsequent auf Hybridantrieb. Profitieren werden davon als nächstes der neue Auris und RAV4. Auch die Wasserstofftechnik wird ausgebaut.

Man kann es sich leisten. Einen Dieselmotor aus dem Programm zu schmeißen, damit tun sich viele Hersteller schwer, zu wichtig ist noch die Nachfrage zumeist in südeuropäischen Ländern. Nicht bei Toyota. Der Anteil liegt hier im "niedrigen einstelligen Bereich" wie es aus der Deutschlandzentrale in Köln heißt. Japans größter Autobauer setzt seit vielen Jahren verstärkt auf den Hybridantrieb. Das zahlt sich aus. Erstmals in der Geschichte verkauft Toyota in Deutschland mehr elektrifizierte Modelle als konventionelle Autos. Rekordhalter ist mit über 80 Prozent das Kompakt-SUV RAV4. Gut 60 Prozent Hybrid-Quote verbucht der Kleinwagen Yaris. Dazwischen rangiert der Auris. Zudem ziehen immer mehr Flottenbetreiber den Hybrid einem Diesel- oder auch konventionellen Benzinmotor vor. "Wir konnten im B2B-Bereich eine Steigerung um 66 Prozent gegenüber 2016 registrierten", sagt der Toyota Deutschland Chef Alain Uyttenhoven.

Auris Sportstourer kommt 2019

Anfang nächsten Jahres schickt Toyota den neuen, auf der TNGA-Plattform basierenden Auris an den Start (Premiere hatte das Modell im März in Genf). "Wir läuten mit dem Auris das Debüt der dualen Hybridstrategie ein", so Uyttenhoven. Die Einstiegsversion bildet eine 122-PS-Variante. Darüberhinaus wird es eine Zweiliter-Version mit 180 PS geben. Die beiden Hybride haben natürlich Einfluss auf das restliche Motorenprogramm. Heraus fliegt der 1,33-Liter mit 99 PS. Die Basis bildet jetzt der 1,2-Liter-Turbo-Vierzylinder (116 PS), für den sich bislang rund 25 Prozent der Kunden entschieden. Ebenfalls aufs Alteisen wandert der von BMW zugekaufte 1,6-Liter-Dieselmotor. Toyota verfolgt damit unbeirrt sein Ziel, den Selbstzünder komplett aus dem Pkw-Programm zu entfernen.

Das gleiche Schicksal triff den Avensis. Das Mittelklasse-Modell läuft zum Herbst sogar ganz aus. Als Nachfolger wird Toyota wohl den Camry nach Deutschland bringen, weltweit eine der bestverkauften Limousinen.

Toyota Auris 2019 Foto: Toyota
Ebenfalls für Anfang 2019 vorgesehen: Die Neuauflage des Kompaktmodells Auris.

Ebenfalls 2019 wird die Kombiversion des Auris (Sportstourer) Markteinführung haben. Ob auch hier beide Hybridantriebe zum Einsatz kommen, ist derzeit noch in Diskussion. Ebenso die Entscheidung für einen Plug-in-Hybrid. Wenn, käme er 2020. Vorher wird es diesen Antrieb allerdings beim RAV4 geben. Ihn stellte Toyota im April in New York vor. Das Design der mittlerweile 5. Generation geriet deutlich kantiger, erinnert ein wenig an die Studie FT-4X aus dem Jahr zuvor. In den Abmessungen entspricht die neue RAV4 mit einer Länge von 4,60 Metern nahezu dem Vorgänger. Neu ist der 197 PS starke Hybridantrieb mit 2,5-Liter-Benziner und zweitem Elektromotor. Dieser sitzt an der Hinterachse.

Der nächste Prius bekommt einen neuen Look

Das zweite SUV, das Toyota 2019 einführen will, heißt Highlander. Er rangiert größenmäßig zwischen RAV4 und Land Cruiser. Etwas später als angekündigt, im Mai 2019, kommt nun endlich die Supra. Das in Kooperation mit BMW entwickelte Sportcoupé gilt als das Lieblingsprojekt des Firmenchefs Akio Toyoda und hat seine treue Fangemeinde. Die Supra ist bei 4,57 Metern Länge nur 1,23 Meter hoch. Unter der Haube sitzt ein Sechszylinder-Turbo mit über 300 PS (kein BMW-Motor). Später soll eine schwächere Variante nachgereicht werden. Eine Elektrifizierung ist vorerst nicht geplant. Die Supra und der technisch ähnliche BMW Z4 Roadster werden beide in Japan gebaut.

20, pünktlich zur den Olympischen Sommerspielen in Tokio – hier ist Toyota der Hauptsponsor – rollt bereits die zweite Generation der Wasserstoff-Limousine Mirai an den Start. Glaubt man den durchgesickerten Hinweisen soll das Modell längst nicht mehr ein so schräges (viele sagen auch hässliches) Design bekommen. Die gesamte Brennstoffzellen-Technologie hat Toyota weiter optimiert. Genannt werden bis zu 800 Kilometer Reichweite.

Und wachgerüttelt hat die öffentliche Meinung wohl auch die Designer des Prius. Zumindest hört man, dass in zwei Jahren der nächste Prius mehr in Richtung Mainstream fährt, und damit gute Chancen eröffnet, dem Absatz des Öko-Modells einen kräftigen Kick zu geben.

Etwas mehr als 80.000 Fahrzeuge hat Toyota bei uns im vergangenen Jahr verkauft. Die alten Höchstmarken von mehr als 100.000 Einheiten sind damit noch nicht wieder erreicht. Doch nackte Zahlen haben für Uyttenhoven keine Priorität. "Wir wollen die Marke nachhaltig etablieren."

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