Podcast: Heimladen beim E-Dienstwagen abrechnen: Pauschale weg: Jede geladene Kilowattstunde zählt

Podcast: Heimladen beim E-Dienstwagen abrechnen
Pauschale weg: Jede geladene Kilowattstunde zählt

Individueller Stromtarif oder amtliche Pauschale: Unternehmen haben die Wahl. Was vorher geklärt sein muss und wie Fahrzeug-Apps beim Nachweis helfen, erklärt Nicola Büsse im Podcast Themen-Radio.

Dienstwagenfahrerin prüft in der Mobiko-App 28,4 kWh Heimladestrom, daneben lädt ein E-Kombi an der Wallbox vor dem Wohnhaus
Foto: Mobiko

Den E-Dienstwagen abends an der eigenen Wallbox laden und den Strom vom Arbeitgeber zurückbekommen: Für Fahrer klingt das einfach. Seit Anfang 2026 steckt dahinter aber mehr Arbeit. Die monatliche Ladestrom-Pauschale ist weggefallen, jetzt zählt jede nachgewiesene Kilowattstunde. Wie Unternehmen das organisieren, ohne dass Fuhrpark und Lohnbuchhaltung im Papierkram versinken, erklärt Nicola Büsse in einer neuen Folge des Podcasts Themen-Radio. Büsse ist Mitgründerin und CEO von Mobiko, einem Anbieter für die Abrechnung von Mitarbeitermobilität.

Erst die Car Policy, dann die Software

Bevor Unternehmen eine Abrechnungslösung auswählen, sollten sie laut Büsse ein paar Grundsatzfragen klären: Wie soll sich die Flotte entwickeln? Wo können die Fahrer laden, also am Standort, unterwegs oder zu Hause? Und welche Kosten übernimmt der Arbeitgeber? Die Antworten gehören in die Car Policy, ebenso das Strompreismodell, die nötigen Nachweise und der Ablauf der Erstattung.

Zur Wahl stehen dabei zwei Wege: Entweder erstattet der Arbeitgeber den individuellen Stromtarif des Mitarbeiters, oder er nutzt die amtliche Strompreispauschale. Die liegt 2026 bei 34 Cent pro Kilowattstunde. In beiden Fällen muss die geladene Menge nachgewiesen werden. Büsse zeigt im Gespräch, wie Fahrzeug-Apps die Daten automatisch liefern können und warum es für Autos ohne passende Schnittstelle trotzdem einen praktikablen Weg braucht.

Warum der Betriebsrat mit an den Tisch gehört

Neben dem Fuhrparkmanagement gehören laut Büsse die Personalabteilung und die Lohnabrechnung früh mit an den Tisch, dazu der Datenschutz und gegebenenfalls der Betriebsrat. Mindestens genauso wichtig ist es, die Fahrer gut zu informieren: Sie müssen wissen, wie sie Nachweise einreichen oder ihr Auto verbinden und wann das Geld kommt. „Wir wollen, dass die Mitarbeiter wirklich gut verstehen, wie das funktioniert“, sagt Büsse. „Es muss einfach sein.“

Ob sich die Umstellung gelohnt hat, merken Unternehmen im laufenden Betrieb: an weniger Rückfragen, weniger manuellen Korrekturen und einer reibungslosen Übergabe an die Lohnabrechnung.

Die ganze Folge „E-Dienstwagen – Heimladen ohne Abrechnungschaos“ gibt es unter www.themen-radio.de/2026/heimladen und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.