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Audi Q5: Audis neuer Q5 wird zum Latino

Audi präsentiert sein erfolgreiches Midsize-SUV in Neuauflage: Der Q5 der zweiten Generation bietet mehr Komfort, reichlich Fahrerassistenten und ist dank neuem Allrad nun etwas sparsamer. Gebaut wird er in Mexiko.

Mit gut 1,5 Millionen verkauften Exemplaren gilt Audis Q5 unangefochten als das weltweit meistverkaufte SUV in der Mittelklasse. Besonders in den USA und Kanada ist der Ingolstädter äußerst beliebt, weit über 40 Prozent aller produzierten Fahrzeuge wanderten über den großen Teich. Die hohe Nachfrage sorgte dafür, dass die Produktionsstätte in Ingolstadt aus allen Nähten platzte, da hier auch die Modelle A3, A4 A5 und seit kurzem der kleine Q2 vom Band rollen.

Grund genug für die Ingolstädter die Produktion aus der beheimaten Stadt an der Donau an den Pazifischen Ozean nach Mexiko zu verlagern. Damit schlagen die Ingolstädter gleich zwei Schnäppchen. Zum einen sparen sie die hohen Einfuhrzölle nach Nordamerika, zum anderen senkt die Fertigung im Land der Azteken die Produktionskosten um einiges. Zum Billigheimer mutiert der neue Q5 jedoch nicht, denn ansonsten ändert sich nichts. Die Verarbeitung liegt auf dem gleich hohen Niveau wie es privilegierte Dienstwagenfahrer von allen anderen Audi-Modellen her kennen und natürlich auch erwarten.

Optisch kaum verändert

Obwohl die Designsprache beim neuen Q5 eher als Evolution als eine Revolution ist, blickt der neue Q5 nun maskuliner in die Welt. Dazu zählt neben einer geschärften Formensprache auch der ausladende Kühlergrill. In Verbindung mit den optionalen 21-Zoll-Alurädern (Serie sind 17-Zoll) steht das bayerisch-mexikanische Midsize-SUV stämmig auf der Straße und hat – je nach Ausführung – um bis zu 90 Kilo an Gewicht abgespeckt. Teurer wurde er dagegen nur minimal. Der Einstiegspreis beginnt bei 37.899 Euro (alle Preise netto) für den 163 PS starken Zweiliter-TDI mit neu entwickelter Siebengang-Doppelkupplung S tronic. Xenon-Scheinwerfer sind immer Serie, Matrix LED-Licht gibt es wie jede Menge weitere Features auf Wunsch.

Virtuelles Cockpit nun auch für den Q5

Der Q5 empfängt seine Gäste im gewohntermaßen hochwertigen Ambiente. Die verwendeten Materialien sind sorgfältig verarbeitet und selbst wenn der Ingolstädter jetzt ein halber Latino ist, liegt die Messlatte in Sachen Qualität weiterhin ganz oben. Gleiches gilt für das Angebot an Aufpreis pflichtigen Extras, deren Liste fast so lang ist wie das Telefonbuch einer ländlichen Kreisstadt. Hier nur einige Auszüge aus dem Infotainment-Sektor: Neu für den Q5-Fahrer ist beispielsweise das virtuelle Cockpit mit 12,3 Zoll großem Farbdisplay. Den hochauflösenden TFT-Bildschirm gibt es zusammen mit einem großflächigen 8,3 Zoll-Navigationsmonitor für 2.815 Euro. Dann ist bereits das Touchpad auf der Mittelkonsole zur handschriftlichen Zieleingabe schon im Preis inklusive.

Für weitere 824 Euro steht ein gestochen scharfes Head-up-Display bereit und wer sein Smartphone galant und kabellos mit Strom versorgen möchte, der nimmt die induktive Ladestation für 294 Euro. Schön: Selbst Besitzer eines iPhones müssen auf die verschiebbare Handyablage unter der Armlehne nicht verzichten, sofern sie die geeignete Ladehülle für schlappe 34 Euro hinzu ordern.

Connectivity mit LTE vernetzt

Sie haben die erwähnten Extras auf der Bestellliste schon angekreuzt und noch etwas Geld für ihren nächsten Q5-Dienstwagen übrig? Dann wäre es jetzt an der Zeit über das Entertainment zu reden. Mittels Wlan-Hotspot können die Passagiere mit bis zu acht Geräten gleichzeitig Online gehen um ihre E-Mails oder andere Informationen aus dem Netz zu saugen. Die Datenübertragung erfolgt hierbei über das schnelle LTE-Netz. Für beste Unterhaltung an Bord sorgen zudem zwei große Tablets im Fond zum Streamen von Videos oder Musik. Und möchten sie ihre hinten sitzenden Kollegen darüber hinaus noch relaxter befördern, lässt sich die dreigeteilte Rückbank (294 Euro) um zehn Zentimeter längs verschieben und deren Lehnen auch in der Neigung verstellen. Wird allerdings das Kofferraumvolumen von standardmäßigen 550 auf 610 Liter erhöht, bleibt hinten nur noch eine bescheidene Kniefreiheit übrig.

Fahrerassistenten in Hülle und Fülle

Bei den Assistenzsystemen hat Audi so ziemlich alles in den Q5 reingepackt, was das Konzernregal zu bieten hat. Angefangen vom Stauassistenten, der bis 65 km/h automatisch lenkt, beschleunigt und abbremst bis hin zum prädiktiven Effizienzassistenten. Letzterer hilft Sprit zu sparen, denn er kennt alle Streckendaten und erfasst zudem die aktuellen Tempolimits mittels Frontkamera. Schon weit bevor Kurven, Kreuzungen oder Gefälle sich nähern, erhält der Fahrer einen vorausschauenden Hinweis, um vom Gas zu gehen. Das Angebot der Aufpreis pflichtigen Assistenten ist sehr umfassend. Hier gilt der gleiche Grundsatz wie bei den herkömmlich lieferbaren Optionen: Solange das Dienstwagen-Budget stimmt, bleiben nahezu keine Wünsche unerfüllt.

Mit neuer Luftfederung wird der Q5 zum Gleiter

Audi bietet seinen Q5 mit insgesamt vier verschieden Fahrwerkssystemen an: Neben der herkömmlichen Stahlfederung sind wahlweise adaptive Dämpfer oder etwa eine Sport-Ausführung erhältlich. Vielen Vorbesitzern war der alte Q5 einfach zu straff. Auf die Kritik haben die Ingolstädter nun reagiert und bietet den Neuen mit einer Luftfederung an. Wird sie für 1.639 Euro geordert, verwandelt sich der Q5 zu einem besonders entspannenden Langstreckenläufer und schwebt förmlich über alle gängigen Unebenheiten hinweg.

Überarbeiteter Dreiliter-TDI folgt später

Zum Verkaufsstart im Januar steht neben den beiden bekannten Zweiliter-TDI mit 163 oder 190 PS auch der hubraumgleiche TFSI-Benziner mit 252 PS im Angebot. Direkt im Anschluss folgt ein 150 PS starker Basis-TDI und Mitte 2017 kommt der überarbeitete V6-TDI. Der Dreiliter-Selbstzünder bringt es auf 286 PS, stemmt bärenstarke 620 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle und sorgt für souveräne Fahrleistungen. Es muss aber nicht unbedingt der Sechszylinder-Diesel sein, denn der ebenfalls gefahrene 190 PS Zweiliter-Selbstzünder verfügt bereits über mehr als genügend Reserven und überzeugt mit einer guten Dämmung mit geringen Wind- oder Abrollgeräuschen.

Spritsparender Quattro-Antrieb

Für die beiden Vierzylinder-TDI bietet Audi nun auch den, aus dem A4 Allroad bekannten, Allradantrieb an. Das Besondere: Der auf den Namen getaufte Ultra-Quattro schaltet sich nach Bedarf zu und erst dann in den 4x4-Betrieb um, wenn er auch wirklich gebraucht wird. Auf asphaltierten Straßen ist der Q5 deshalb meistens mit Frontantrieb unterwegs. Das spart im Schnitt ein paar zehntel Liter Sprit. Sollte jedoch die Traktion nachlassen, sind alle vier Räder blitzschnell wieder einsatzbereit. Der Fahrer bekommt vom ständigen Umschalten überhaupt nichts mit, denn in der Praxis arbeitet das bedarfsgerechte Ultra-System perfekt. Auch in diesem Punkt macht der neue Audi Q5 eine gute Figur.

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Audi

Datum

30. November 2016
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