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Brabus 800 iBusiness: G-Klasse wird zum Business-Flaggschiff

Brabus hat sich der Mercedes G-Klasse angenommen. Der Bottroper Tuner hat den Geländewagen zum Business-Meister ausgebaut - und auch ein kleines Bisschen gedopt.

Mehr als 30 Jahre hat die Mercedes G-Klasse bereits auf dem Buckel. Mit den Urmodellen aus den 1970ern und 1980ern hat die Wuchtbrumme trotz gleichen Außendesigns schon ab Werk nur noch wenig zu tun. Im Innenraum macht sich schon lange Luxus à la S-Klasse breit. Der Bottroper Tuner Brabus hat nun noch einen drauf gesetzt. Der neue Stern am Geländewagenhimmel nennt sich Brabus 800 iBusiness. Beginnen wir mit dem zweiten Teil der Modellbezeichnung. Hinter iBusiness versteckt sich eine umfassende Computerausstattung aus dem Hause Apple.

Als Basis dient laut Brabus ein Mac mini, der samt Apple TV und Endstufe des Soundsystems im Kofferraum Unterschlupf findet. Dazu kommen iPad mini und iPod touch. Insassen des Business-Kreuzers können damit arbeiten und sich mit Musik, Filmen, Fernsehen oder Spielen die Zeit vertreiben. Dazu nehmen sie, schon allein wegen der Position des 15,6 Zoll großen LCD-Hauptbildschirm am besten auf der Rückbank Platz, wenn auch der Begriff Bank nicht ganz passt.

Einzelsitze mit allem Komfort

Tatsächlich hat Brabus im Fond Einzelsitze mit Sitzbelüftung verbaut. Zwischen den Sitzen hält eine Kühlbox in der Mittelkonsole kalte Getränke bereit. Zudem hat der Tuner jedem Sitz einen ausfahrbaren Tisch spendiert, ganz wie in der Business-Class. Um immer am Puls der Zeit zu sein, verwöhnt der Brabus 800 iBusiness seine Fahrgäste mit WLAN via Highspeed-Modem. Für die Sitzbezüge bietet Brabus allerhand Leder, Alcantara und Ähnliches an. Hauptsache, dem Käufer gefällt’s. Die üblichen Annehmlichkeiten, die ein vollausgestatteter G65 AMG mit sich bringt, immerhin Basis für den Brabus 800 iBusiness, müssen an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden.

Vielmehr sollte nun auch der erste Bestandteil der Modellbezeichnung Gehör finden. Brabus 800 steht für nicht weniger als 800 stramme Araberhengste unter der kantigen Motorhaube. Als Stall dient den edlen Rössern ein sechs Liter großer V12-Motor mit Biturbo-Aufladung. Vier wassergekühlte Ladeluftkühler sorgen für eine effizient tiefe Temperatur der Atemluft für das Monster-Aggregat, um Performance und gleichzeitig Standfestigkeit auch in heißeren Gefilden zu gewährleisten. Neben 800 PS bietet der Motor, wenn man ihn denn ließe, 1.420 Newtonmeter Drehmoment. Der Technik zu Liebe begrenzt Brabus diese Wert elektronisch auf immer noch imposante 1.100 Newtonmeter.

4,2 Sekunden für den Standardsprint

Ausgestattet mit solch roher Urgewalt beschleunigt der Geländewagen gemäß Werksangabe in 4,2 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h ist Schluss. Ohne elektronischen Maulkorb wären laut Brabus 270 Sachen machbar. Den Anschluss zur Straße erhält das Ungetüm über 23 Zoll große und 305 Millimeter breite Schmiederäder. Trotz allem erfüllt der V12 die Grenzwerte der Euro-5-Norm. Im Durchschnitt soll der Wagen mit 17 Litern 100 Kilometer weit fahren. Innerorts sind dazu schon 22,7 Liter nötig. In der Praxis dürfte sich der Wert allerdings etwas höher einpendeln.

Während die Elektronik im Motor hauptsächlich mahnenden Charakter hat, arbeitet sie in Auspuff und Fahrwerk ganz im Dienste von Komfort und Contenance. Ein klappengesteuerter Auspuff lässt die Maschine im Coming-Home-Modus schnurren wie ein Kätzchen. Im Sportmodus klingt er ganz standesgemäß so, wie es seine enormen Eckdaten vermuten lassen. Sein Konzert entlassen alle zwölf Töpfe durch insgesamt vier verchromte Endrohre paarweise vor den Hinterrädern in die Umwelt. 

Intelligentes Fahrwerk

Um jederzeit genug Komfort- und Sicherheitsreserven zu bieten, hat Brabus dem Mercedes ein zweistufiges Fahrwerk spendiert. Der Fahrer kann manuell zwischen einem komfortablen und einem sportlichen Modus wählen. In der Komfortstellung verspricht der Tuner gar größeren Fahrkomfort als beim Serienfahrzeug. Zusätzlich verfüge der Wagen über eine automatische Dämpferverstellung. Erkennt die Fahrzeugsensorik, dass sich der Fahrer besonders forciert fortbewegt und das Komfort-Fahrwerk überfordern könnten, schaltet die Elektronik selbsttätig auf die straffere Sportabstimmung um. Andersherum funktioniert das System genauso. Wie sich der Brabus 800 iBusiness hingegen im Gelände schlägt, gibt Brabus nicht an. Die Sporträder wären allerdings für herbe Ausritte auch viel zu schade.

Zu sehen ist der Bolide auf dem Genfer Autosalon.

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Brabus

Datum

3. März 2014
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