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EU-Verordnung: Ökolabel fürs Auto

Wie effizient und umweltverträglich ein Auto ist, sollen Käufer künftig auf Anhieb erkennen können. Geht es nach dem Willen der EU, werden Neuwagen – ähnlich wie Kühlschränke und Waschmaschinen – ab Herbst in bestimmte Energieeffizienzklassen eingeteilt.

Die Klassen verlaufen zwischen A+ (hohe Effizienz) und G (schlechte Effizienz). Bei der Berechnung ist das Verhältnis zwischen Verbrauch und Gewicht maßgeblich. Das soll verhindern, dass größere Autos wie Geländewagen nicht von vornherein schlechter abschneiden als kleine Stadtflitzer. Doch welche Autos schaffen es in die Kategorien A oder gar A+?Das haben die Experten von Schwacke auf Basis des letzten Verordnungsentwurfs der Bundesregierung bereits durchgerechnet. Und dabei fällt auf: Kommt das Energie-Label wie geplant, dann sieht es für Autos mit Benzinmotoren nicht gut aus. Unter den effizientesten Fahrzeugen, die Schwacke nennt, finden sich sieben Diesel und drei Hybridfahrzeuge, aber kein einziger Benziner. Benziner erreichen nur bei den Minis (Fiat 500 Twin Air) und den Kompaktvans (VW Touran Eco Fuel mit Erdgasantrieb) die zweithöchste Effizienzstufe A.  Insgesamt stammen die zehn effizientesten Fahrzeugmodelle von sieben Herstellern. In den unteren Segmenten erreichen Skoda Fabia 1.2 TDI Green Line und VW Polo 1.2 TDI Blue Motion die beste Wertung. In der Kompaktklasse dominiert dagegen Toyota mit drei Hybridautos. Die Modelle Toyota Auris Hybrid und Prius sowie der Lexus CT 200h gelten mit einem A+ laut Schwacke künftig als besonders umweltfreundlich. Bei den größeren Fahrzeugen bekommen nur Skoda Octavia mit Spritspartechnik und die Volvo-Modelle S40 und V50 in den Drive-Spritsparversionen ein A+.  Doch dafür ist die Liste der mit A ausgezeichneten Modelle lang. Vom Audi A6 3.0 TDI, über den BMW 520d bis zum Mercedes E 250 CDI. Selbst die S-Klasse schafft ein grünes A mit dem Vierzylinder Diesel im S 250 CDI. Dünn wird die Auswahl bei den SUV. Hier erreichen lediglich Lexus RX 450h und Volvo XC60 D die höchste Effizienzstufe. Insgesamt bleibt die Auswahl für Flottenbetreiber in allen Klassen groß – vor allem wenn sich die Unternehmen auf die Klassen A oder B festlegen. Allerdings hat der Gesetzgeber bereits vorgesehen, dass bei sehr guten Ergebnissen Fahrzeuge künftig noch höhere Einstufungen bis hin zu A+++ erreichen können – ein Ansporn, noch sparsamere Fahrzeuge zu entwickeln.

Datum

6. Juni 2011
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