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Fahrbericht Citroën DS3 Cabrio: Das Verdeck rollen statt klappen

Fiat 500C und Mini Cabrio aufgepasst. Citroën startet im März mit einer Cabrio-Variante des DS3. Für die Frühlingsgefühle sorgt ein Webasto-Faltdach. Wir sind den Frischluft-Franzosen bereits Probe gefahren.

Zugegeben, man kann darüber streiten, ob der DS3 mit seinem faltbaren Stoffverdeck wirklich als Cabrio durchgeht. B- und C-Säule sowie Holme und hintere Seitenscheiben bleiben nämlich wie einst bei der Ente starr stehen. Man muss also schon die Fenster herunterlassen, damit ein richtiges Cabrio-Feeling aufkommt.

Auf und zu bei 120 km/h

Dafür bringt die Faltdach-Lösung von Webasto durchaus Vorteile mit sich. Denn während das DS3 Cabrio per einfachem Fingerdruck noch bei Tempo 120 in nur 16 Sekunden die Stoffmütze vorzieht, geht es bei Frischluft-Kollegen mit normalem Klappdach meist nur im Kriech-Tempo weiter  - oder es wird sogar ein kurzer Boxenstopp fällig.

Zu einem richtigen Cabrio gehört aber auch ein freier Blick in alle Richtungen. Der ist beim offenen Franzosen nicht nur durch das Stahlgerippe eingeschränkt. Das aufgerollte Verdeck im Nacken versperrt uns den Blick nach hinten komplett. Wie gut, dass Citroën die hinteren Parkpiepser gleich serienmäßig anbietet. Oder man lässt das Dach einfach eine Stufe früher einrasten, dann bleibt das Heckfenster noch als Guckloch stehen. Mehr als ein übergroßes Schiebedach ist dann allerdings nicht mehr übrig. Für Haarverwirbelungen reicht es dennoch aus. Wen das stört, der kann den Windabweiser an der Frontscheibe ausklappen. Das schmale Netz schützt zwar Frisuren, flattert dafür aber lautstark im Wind.

25 Kilo schwerer als die Limousine

Bleibt noch eine weitere Einstellvariante des Stoffverdecks: komplett geschlossen. Wind und Lärm können uns jetzt nichts mehr anhaben. Und das vorgezogene Stoffverdeck bringt nochmal Farbe ins Spiel – drei Farbvarianten für das Cabrio-Dach plus sieben verschiedene Außenlackierungen. Große Unterschiede gibt es zwischen Limousine und geschlossenem Cabrio nicht. Auch das Stoffverdeck sitzt schwebend auf den dunkel getönten Seitenscheiben. Im Innenraum kommen die gleichen hochwertig anmutenden Materialien zum Einsatz.

Die 25 Kilo Mehrgewicht des Cabriosspürt man bei der Beschleunigung nicht. Vor allem mit dem 155-PS-Topbenziner im kurzen Bug zieht der kleine Open-Air-Franzose hemmungslos davon, krallt sich auch bei schnellen Lenkmanövern mit den Vorderbeinen in den Asphalt und steuert zielgenau durch Kurven. Los geht es ab 14.949 Euro. Damit hält sich der Aufpreis von 2.352 Euro für das DS3 Cabrio in Grenzen. Wer also noch Geld übrig hat, sollte sich die Sportledersitze für knapp 830 Euro im Paket dazu bestellen. Der Weg in den nächsten Urlaub führt dann sicherlich über kurvige Landstraßen und nicht über geradlinige Autobahnen.

Wirklich ein Fünfsitzer?

Lange Strecken empfehlen wir aber nur zu zweit oder maximal zu viert. Fünf Personen passen höchstens dann in den Citroën, wenn auf der Rückbank drei Kleinkinder Platz nehmen. Auch im Gepäckabteil geht es etwas enger zu. Gegenüber der Limousine fehlen der Cabrio-Variante 40 Liter Volumen im Kofferraum (245 Liter). Mit zwei Trolleys, die über die kleine Luke ihren Platz finden müssen, ist der DS3 dann aber auch schon gut bedient. Direkte Konkurrenten wie das Mini Cabrio mit herkömmlichem Faltdach (125 Liter Kofferraumvolumen) ziehen hier wieder den Kürzeren.

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13. Februar 2013
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