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Fahrbericht Mercedes E-Klasse T-Modell: So gut ist der neue Premium-Kombi

Das neue Mercedes E-Klasse T-Modell ist praktischer denn je. Selten war ein Kofferabteil so elegant verpackt. Nur in einem Punkt geht es einen Schritt zurück.

Immer höher, immer schneller, immer weiter: So sind wir nun mal gestrickt, wir wollen das Maximum. Auch bei Autos. Verglichen und bewertet wird gerne anhand von Zahlen. Harte Fakten eben. Neue Modelle haben deshalb mehr PS, mehr Top-Speed und beschleunigen schneller – obwohl das im heutigen Verkehr gar keinen Sinn macht. Und bei Kombis? Klar, wer mehr lädt, kann mehr, so die allgemeine Denke. Ups, ist dann beim neuen T-Modell etwas schiefgelaufen? Der E-Klasse-Kombi gibt Raum für maximal 1.820 Liter Gepäck. Das sind 130 Liter weniger als vorher.

Schlimm? Nee! Ein maximales Ladevolumen bedeutet ja, dass die hinteren Plätze leer bleiben und der Daimler mit flacher Rückbank als Transportmittel dient. Auf die Baustelle wird der Benz aber genauso wenig gejagt, wie er den Dienstbotenjob für Paketler macht. Der Einsatzzweck eines Premiumkombis ist der eines komfortablen Reiseautos für vier Personen und deren Koffer – der Mittelsitz ist auch weiterhin keinem Kollegen für längere Fahrten zuzumuten.

670 Liter Ladevolumen – Klassenbester

Kommen wir also zu den wichtigeren Zahlen. Denn bei aufrechten Sitzen bringt das T-Modell satte 640 Liter Gepäck unter. Mit einem Handgriff lässt sich die Lehne der Rückbank sogar um zehn Grad aufstellen, was nochmals 30 Liter Ladevolumen bringt. In Sachen Stauraum ist und bleibt das T-Modell also Klassenbester, auch wenn zum Vorgänger 25 Liter Volumen fehlen – was so viel wie einer Aktentasche entspricht. Der geschrumpfte Kofferraum ist dem steiler abfallenden Heck geschuldet. Wobei man bei diesen eleganten Kurven das Aktentäschchen gerne hinter den Fahrersitz klemmt.

Er ist aber nicht nur schicker denn je, sondern auch so edel wie nie zuvor ausstaffiert. Feiner Stoffteppich im kompletten Kofferraum, funkelnde Chromleisten: Nicht einmal einem Waschmaschinentransport würden hier die meisten Besitzer zustimmen. Schwierigkeiten beim Beladen sollte es allerdings keine geben. Die Heckklappe schwingt so weit auf, dass selbst 1,90 Meter große Personen aufrecht darunter stehen können. Per Knopfdruck lässt sich die Klappe in der Höhe justieren, für niedrige Garagen beispielsweise.

Technik und Komfort wie in der Limousine

Steht der Fahrer mit vollgepackten Armen am geschlossenen Heck, genügt es, wenn er den Fuß unterm Schweller durchschwingt und die Ladeluke surrt elektrisch auf. Per Tastendruck an den Kofferraumseiten fallen die Rücksitzlehnen elektrisch entriegelt nach vorne. Auf Kniehöhe kann der Fahrer schwere Gegenstände über die verchromte Ladekante schieben und auf dem topfebenen Ladeboden bis an den Rücken des Beifahrersitzes (1.805 mm Laderaumlänge) durchschieben.

Rund 2.800 Euro kostet der T 220 d mehr als die Limousine. Ein Preisaufschlag zum Vorgänger von 2.500 Euro, wobei die Automatik nun bei allen Motorisierungen Serie ist. In der Preisliste des T-Modells stehen natürlich alle Neuheiten, die schon die Limousine mitbringt: ein umfangreiches Paket an neuen Fahrerassistenten und Komfortfeatures sowie den Concierge-Service, den Dienst­reisende auch außerhalb ihres Fahrzeugs um Hilfe bitten können. Speziell für den Kombi gibt’s ein Gepäckraum-­Management-Set (295 Euro). Mittels Aluschienen, Teleskopstangen und zahlreichen Halterungen lässt sich jegliches Gepäck fest verzurren. Sicherheit geht bei Daimler schließlich vor. Vielleicht passt auch deshalb das Gepäckrollo weiterhin nicht unter den Ladeboden. Denn das dient schließlich gleichzeitig als Sicherheitstrennnetz, egal ob bei flachen oder aufrechten Rücksitzlehnen.

Autor

Foto

Mercedes

Datum

13. September 2016
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