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Fahrbericht Kia Optima Hybrid: Frühstarter

Noch vor Passat und Co. kommt der Optima mit Hybridantrieb auf den Markt. Eine Alternative für Flotten?

Die Mittelklasse ist der größte Markt im Flottengeschäft. Wer da mitmischen will, muss schon aus der Masse hervorstechen. Kia gelingt das beim Optima vor allem durch ein kantiges und modernes Design, mit dem die Südkoreaner schon zahlreiche Awards abgeräumt haben. Aber auch in Sachen Technik muss sich Kia vor der Konkurrenz nicht verstecken. Noch vor Passat und Co. kommt der Optima ab Februar 2013 mit einem Hybridantrieb auf den Markt.

Unauffälliges Wechselspiel

Der Zweiliter-Benziner bringt es auf 150 PS und ist an einen 40 PS starken Elektromotor gekoppelt. Gemeinsam kommen sie so auf eine Systemleistung von 190 PS. Lange Etappen sind mit dem Elektromotor nicht drin. Emissionsfrei bewegt sich der Optima Hybrid nur von der Ampel weg und in Stop-and-Go-Phasen oder wenn man den Fuß vom Gaspedal hebt.

Welches Aggregat gerade an den Vorderrädern dreht, davon bekommt der Fahrer nichts mit. Still und heimlich schaltet der Optima zwischen reinem E-Antrieb und Benzinvortrieb hin und her und schwimmt dabei angenehm leise im Stadtverkehr mit. Nur der Blick auf den Bordcomputer verrät uns die aktuelle Antriebsart. Passanten registrieren es ebenfalls nicht, wenn wir in den E-Modus wechseln. Dann erzeugt eine Akustik ein sanftes Motorengeräusch künstlich, wodurch Fußgänger besser auf den Südkoreaner aufmerksam gemacht werden.

Auch auf der Landstraße hält sich der Vierzylinder vornehm zurück und das Sechsstufen-Automatikgetriebe die Drehzahlen stets unterhalb von 2.000 Touren. Um dem Zweiliter-Aggregat ein Lebenszeichen zu entlocken, müssen wir den Gasfuß schon komplett durchdrücken, was der Benziner mit einem Knurren erwidert. Der Normverbrauch von 5,4 Litern rückt so aber auch in weite Ferne. Also winkeln wir den rechten Fuß lieber wieder an, lehnen uns in die weichen Ledersitze zurück und widmen uns dem Interieur, das einen durchaus ansprechenden Eindruck hinterlässt. Ein fahrerorientiertes Cockpit, übersichtlich angeordnete Bedienelemente und ein intuitiv bedienbares Infotainmentsystem mit sieben Zoll großem Touch-Display – was will man mehr?

Akkus schmälern das Kofferraumvolumen

Einen großen Kofferraum vielleicht? Hybrid-Kunden müssen da leider Abstriche machen: Aufgrund der dicken Lithium-Polymer-Akkus schrumpft das Kofferraumvolumen von 505 Litern auf überschaubare 381 Liter. Klein bleibt dafür auch der Preis. Den Optima Hybrid gibt es zum Einstiegspreis von 25.201 Euro netto. Wer nochmal 5.000 Euro oben drauf legt, kann sich den Hybriden nahezu mit Vollausstattung auf den Hof stellen. Das Einzige was fehlt, sind Assistenzsysteme. Die sucht man in der Preisliste des Optima vergeblich. Aber auch ohne diese scheint Kias Start in der wichtigen Mittelklasse vielversprechend zu sein.

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Datum

25. Januar 2013
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